1:2 im Derby: DSC kassiert die zweite Heimpleite in Folge – Müller sieht Rot
Arminia enttäuscht erneut

Bielefeld (WB). Rückschritt statt Fortschritt: Arminia Bielefelds Trendkurve in der 3. Liga entwickelt sich weiter nach unten. im Derby gegen den VfL Osnabrück musste der Zweitligaabsteiger am Samstag mit 1:2 (1:2) die zweite Heimpleite innerhalb von einer Woche hinnehmen. Die englische Woche beendet der DSC mit nur einem Punkt nach dem 0:0 gegen Chemnitz am Dienstag.

Samstag, 09.08.2014, 15:50 Uhr aktualisiert: 14.08.2014, 10:41 Uhr
1:2 im Derby: DSC kassiert die zweite Heimpleite in Folge – Müller sieht Rot : Arminia enttäuscht erneut
Enttäuschung nach dem Schlusspfiff: Die Arminen Sebastian Schuppan, Florian Dick, Julian Boerner, Jonas Strifler und Co-Trainer Efthimios Kompodietas. Foto: Thomas F. Starke

Erstmals stand Pascal Testroet in dieser Saison in der Startelf. Cheftrainer Norbert Meier gab dem 23-Jährigen, der in der Vorbereitung und im Training überzeugen konnte, die Chance für den angeschlagenen Christian Müller (Kieferprellung), der auf der Bank Platz nahm. Daniel Brinkmann ersetzte wie erwartet den gelbrotgesperrten Peer Kluge im defensiven Mittelfeld.

Es schien am Samstagnachmittag jedoch beinahe egal zu sein, welche elf Arminen sich beim Nachbarschaftsduell auf dem Platz befanden. Die Hausherren fanden in der ersten Halbzeit zunächst gar nicht ins Spiel. Und Osnabrück? Rackerte, rannte und kämpfte. Eines der günstigsten Teams der 3. Liga zeigte dem aufgerüsteten DSC und Ligafavoriten spielerisch und beim Engagement die Grenzen auf. Gleich dreimal musste Arminias Keeper Alexander Schwolow in der ersten Viertelstunde beste Einschusschancen vereiteln (6., 8., 15. Minute). Der Zweitligaabsteiger kam dagegen nur bei Standards etwas gefährlicher in die Nähe des VfL-Gehäuses.

Besser zielten die Gäste. Der herrlich frei gespielte Stanislav Iljutcenko hatte gegen eine nicht anwesende Innenverteidgung kein Problem den Ball anzunehmen und in aller Seelenruhe über Schwolow hinweg ins Tor zu heben (23.). Schon zehn Minuten später hatte Iljutcenko im Strafraum erneut eine Menge Platz. um sich zu entfalten. Mit einem Drehschuss jagte der Angreifer  den Ball zum 2:0 ins Tor.

Müller belebt das Spiel und sieht Rot

Arminias Spiel wirkte erst belebter, als Müller für den gelbrotgefährdeten Brinkmann in die Partie kam (35.). Mit etwas mehr Schwung gelang den Ostwestfalen so noch der Ausgleich vor der Pause. Bei einer Ecke von Florian Dick verschätzte sich VfL-Schlussmann Lehmann und Testroet musste nur noch abstauen (43.). Die Hereinnahme des Stürmers, um dessen möglichen EInsatz Norbert Meier zuvor einen medialen Hype ausgemacht hatte, zahlte sich aus. Ganz besonders deshalb, weil Fabian Klos in den ersten 45 Minuten kaum wahrzunehmen war.

In Sachen Engagement nahmen sich nach dem Seitenwechsel beide Mannschaften deutlich zurück. Weder Hausherren noch Gäste schubsten den Ball zielstrebig über den Platz. Fast 20 Minuten dauerte es, bis die 16.542 Zuschauer wieder einen spannenden Moment geboten bekamen: Sebastian Schuppan legte vor dem Tor quer, doch Klos erwischte den Ball nicht richtig (63.). Kurz darauf strich ein Dick-Freistoß nur knapp über den Kasten (67.). Im Gegensatz zum 0:0 in Chemnitz am Dienstag hatte sich der DSC bis zu diesem Zeitpunkt schon deutlich mehr Möglichkeiten erspielt, als in den gesamten 90 Minuten in Sachsen.

Wirklich mitreißend war die DSC-Darbietung deshalb nicht. Zwar hatte Meiers Team die Partie jetzt besser im Griff, für den Ausgleichstreffer fehlte aber dennoch der Schwung. Nur eine Woche nach dem 1:5 gegen den Halleschen FC setzte es damit die zweite Heimpleite in Folge. Dazu musste Christian Müller nach einem übertriebenen Einsteigen in der Nachspielzeit mit Rot vom Platz.

Statistik

Bielefeld: Schwolow - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Strifler, Brinkmann (35. Müller) - Hemlein, Testroet, Mast (65. Hille) - Klos

Osnabrück: Lehmann - Thee (69. Kandziora), Pisot, Grassi, Dercho - Salem, Groß - Feldhahn, Hohnstedt - Iljutcenko, Menga (65. Freiberger)

Schiedsrichter: Sippel (München)

Zuschauer: 16.542

Tore: 0:1 Iljutcenko (23.), 0:2 Iljutcenko (33.), 1:2 Testroet (43.)

Gelbe Karte: Brinkmann / Iljutcenko, Thee, Feldhahn, Groß, Salem

Gelb-Rot: - / Salem (90.+5, wiederholtes Foulspiel)

Rote Karte: Müller (90.+4, übertriebene Härte) / -

Kommentare

Block P  wrote: 10.08.2014 17:06
Spielbetrieb einstellen
Sofort den Spielbetrieb einstellen.! Mit so einem Fußball kommt man nie aus den roten Zahlen.

Stattdessen sollten die Verantwortlichen den Rasen entfernen und stattdessen dort eine Petersilienzucht auf machen. Mit dem Erlös der Ernte halt man den finanziellen Schaden in Grenzen. Vielleicht kann man ja auch Eintrittskarten verkaufen. Zumindest ist das Pflanzenwachstum spannender als ein Heimspiel vom DSC.
Maik  wrote: 10.08.2014 11:23
Notbremse ziehen
Es hilft jetzt nur noch eins, die Notbremse ziehen. Arabi und Meier müssen sofort freigestellt werden, soll
das Ziel zweite Liga noch halbwegs realistisch bleiben.
Ein solches sportliches Versagen, seit der Entlassung von Krämer, ist selbst für bielefelder Verhältnisse zu viel des Schlechten.
Gegen Sandhausen werde ich nicht auf die Alm gehen. Leider habe ich eine Dauerkarte und werde mir so das Liga-Gewürge weiter antun. Aber hey, das war garantiert meine letzte Dauerkarte in Liga drei !
Martin Rohwer  wrote: 10.08.2014 01:02
Ich weiß ja nicht, was die Mannschaft im Sommer so trainiert hat, aber geholfen hat es nix. Dies war der dritte Grottenkick in Folge. Die gesamte DSC-Verteidigung war eine Katastrophe, und mit Angsthasenfußball (immer schön hintenrum) und technischen Unzulänglichkeiten kann man nun mal kein Spiel gewinnen. Wie lange müssen Arabi, Uhlig und Meier ihre Hilflosigkeit noch beweisen? Die trostlose Geschichte der vergangen Saison setzt sich fort, und ohne Führungswechsel wird es sowieso nichts. Beim nächsten Heimspiel dürfte kaum noch jemand auf die Alm kommen, und ich bin mal gespannt, wie lange Sponsor Weber sich das Trauerspiel ansieht.
3 Kommentare
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