Angeschlagene Arminia will im Pokal gegen Sandhausen vieles besser machen
Unter Druck

Bielefeld (WB). Es geht um den guten Eindruck und viel Geld. Arminia Bielefeld steht im DFB-Pokal gegen den SV Sandhausen am Sonntag (16 Uhr, Alm) unter Druck. Ausgerechnet im Alles-oder-nichts-Spiel muss der DSC endlich den Hebel umlegen.

Samstag, 16.08.2014, 18:41 Uhr aktualisiert: 17.08.2014, 09:18 Uhr
Angeschlagene Arminia will im Pokal gegen Sandhausen vieles besser machen : Unter Druck
Norbert Meier (rechts) geht steil: Arminias Trainer hofft, dass auch seine Mannschaft im Pokal eine Reaktion zeigt. Foto: Thomas F. Starke

Dinge, die Mut machen, nehmen die Arminen nicht mit in das Duell gegen den Zweitligisten. Weder treten die Hausherren als Heimmacht an (letzter Sieg auf der Alm am 8. März). Noch gab es durch den bisherigen Saisonverlauf in der 3. Liga die Erkenntnis, dass sich eine Bielefelder Überraschung anbahnen könnte. »Wir sind sicher nicht der Favorit. Deshalb müssen wir uns gewaltig steigern. Das weiß ich und das weiß die Mannschaft. Bei uns ist mehr als ein bisschen Luft nach oben«, gesteht Cheftrainer Norbert Meier.

Das Positive: Nach der Luftnummer gegen Osnabrück (1:2) kann der DSC es gar nicht viel schlechter machen. Meier betont: »Dem Gegner haben wir das Toreschießen viel zu leicht gemacht. Wir schlagen uns momentan komplett selbst.« Trotzdem dürfen sich die Arminen nach dieser und vielen vorherigen enttäuschenden Heimpräsentationen glücklich schätzen, dass sich dennoch etwa 7000 Zuschauer auf die Alm begeben werden. Denen will Meier mit seiner Mannschaft endlich wieder etwas bieten: »In den Heimspielen haben wir es lange nicht mehr geschafft, die Zuschauer zufrieden nach Hause zu schicken. Gegen Sandhausen müssen wir 90 Minuten Gas geben. Wir müssen den Auftritt als Mannschaft angehen.«

»Wir starten keinen Aktionismus«

Umfangreiche Umbaumaßnahmen des Teams würden sich nach dem Osnabrück-Spiel anbieten. Da lehnt Meier aber dankend ab: »Es ist nicht die Zeit, alles über Bord zu werfen. Wir werden jetzt keinen Aktionismus starten. Einige Spieler können nun Farbe bekennen.« Heißt: Der Trainer wird wenig wechseln und nimmt die bisherigen Akteure in die Pflicht, endlich ihren Arbeitsnachweis zu leisten. Sehr wahrscheinlich ist die Rückkehr von Peer Kluge ins defensive Mittelfeld, wofür Daniel Brinkmann weichen müsste. Zumindest ins 18er-Aufgebot könnte Felix Burmeister nach seiner Oberschenkelverletzung zurückkehren. Zur Startelf wird vermutlich Christian Müller zählen – trotz seiner Roten Karte gegen Osnabrück. »Wir sind personell nicht in der Lage, ihn deshalb nicht in den Kader zu holen. Christian weiß, dass er sich beherrschen und seine Nerven im Zaum halten muss«, sagt Meier. Statt durch Nichtberücksichtigung wird Müller seine Strafe an anderer Stelle erhalten. Meier: »Für solche Vergehen gibt es feste Regeln innerhalb der Mannschaftskasse. Das wird nicht billig für ihn.«

Nicht nur sportlich, auch finanziell würde sich ein Pokalsieg für den DSC enorm lohnen. Den Einzug in die zweite Runde versüßt der DFB mit 268 000 Euro. Geld, das der Klub für die nötige Nachverpflichtung im offensiven Bereich gut gebrauchen könnte. Voraussetzung dafür ist eine deutliche Leistungssteigerung. »Wir müssen ins Rollen kommen. Das hat nichts mit Harakiri zu tun. Die Leute sollen aber sehen, dass die Mannschaft will. Wir werden uns nicht verstecken und wollen in die nächste Runde einziehen«, verspricht Norbert Meier.

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