Arminia verliert 2:4 in Rostock - zwei Strafstöße innerhalb von zwei Minuten - Klos und Testroet machen es noch einmal spannend
Doppelter Elfer-Schock

Rostock (WB). Es sollte nichts werden mit dem Geburtstagsgeschenk für den Trainer: An Norbert Meiers 56. Geburtstag unterlag Arminia Bielefeld am Samstag 2:4 (0:2) beim FC Hansa Rostock. Die Serie von fünf Ligaspiele ohne Niederlage ist damit beendet.

Samstag, 20.09.2014, 15:47 Uhr aktualisiert: 21.09.2014, 00:22 Uhr
Arminia verliert 2:4 in Rostock - zwei Strafstöße innerhalb von zwei Minuten - Klos und Testroet machen es noch einmal spannend : Doppelter Elfer-...
Arminias Christian Müller zeigt seine Enttäuschung über die Niederlage in Rostock. Foto: Thomas F. Starke

Dosierte Rotation. Das musste reichen. Trotz englischer Woche vertraute Norbert Meier zehn von elf Spielern, die auch beim 3:0 gegen Borussia Dortmund II und bei der SpVgg Unterhaching (3:1) zum Einsatz kamen. Seinen Platz räumen musste nur Felix Burmeister. Für ihn kehrte Peer Kluge nach muskulären Problemen in die Startelf zurück. Bei Hansa stand gleich Neuzugang Aleksandar Stevanovic (22, fünf Erstligaspiele für Werder Bremen) in der Anfangsformation.

Der Start in den Arbeitstag wurde den Arminen um ein Haar verdorben. Dennis Srbeny tauchte nach einem Steilpass allein vor dem DSC-Tor auf, doch Bielefelds Schlussmann Alexander Schwolow machte genau das, was seiner Jobbeschreibung entspricht - Bälle halten.

Auch danach merkte man den Arminen den Erfolgslauf von fünf Spielen ohne Niederlage und vier Siegen nicht an. Ihren Spielfluss aus den vergangenen Partien hatten die DSC-Profis verloren. Auch die Rostocker taten sich schwer. Hansa wartet seit Dezember vergangenen Jahres auf einen Heimsieg. Und die Hansa-Elf spielte wie ein Team, das seit Dezember 2013 auf einen Heimsieg im Ostseestadion wartet. Um keine Fehler zu machen konzentrierten sich die Rostocker geduldig aufs Kontern.

Wie in der 25. Minute. Plötzlich bekam Mustafa Kucukovic die Kugel vor die Füße, Stephan Salger kam nicht mehr hinterher und riss den Rostocker im Strafraum von den Beinen. Den anschließenden Foulelfmeter verwandelte Steven Ruprecht in die rechte, untere Ecke (26.). Aber es kam noch dicker für den DSC. Sebastian Schuppan zog seinen Fuß an der Strafraumgrenze nicht schnell genug zurück, Dennis Srbeny konnte und wollte dem Hindernis nicht mehr ausweichen - Elfmeter (27.). Wieder trat Ruprecht an. Dieses Mal schlug der Ball oben rechts ein (28.). In nur drei Minuten verspielte die Mannschaft von Trainer Norbert Meier die Chance auf etwas Zählbares verspielr. Mit dem zweifachen Vorsprung lief es bei Hansa runder, Arminia tat sich dagegen schwerer, Druck aufzubauen.

Nach der Pause kam Pascal Testroet für Tom Schütz in die Partie. Christian Müller rückte dafür von der Position hinter der einzigen Spitze Fabian Klos ins defensive Mittelfeld.

Eine Maßnahme, die wenig Wirkung zeigte. Die Arminen bekamen die Partie nun nicht mehr in den Griff. Bei Hansa spielte es sich dagegen wie von allein. Nach 57 Minuten zog David Blacha ab, aber Schwolow war zur Stelle. Wenig später rettete der Keeper die Gäste mit der nächsten Glanztat vor dem 0:3. Kucukovic legte vorm Tor quer auf Srbeny. Seinen Schuss entschärfte wieder der beste Armine Schwolow.

Ohne Abwehrchance war der Keeper kurz darauf. Sbreny schoss von der Grundlinie flach in den Strafraum, wo der Ball unhaltbar von Sebastian Schuppan ins eigene Tor abprallte (66.).

Dann wurde es noch einmal spannend für die 6500 Zuschauer. Nach 71 Minuten brachte Fabian Klos den Ball mit einem Schuss aus kurzer Distanz im Tor unter. Arminia war wieder da und plötzlich sogar ganz dicht dran am nächsten Punkt. Nur sechs Minuten nach dem Anschlusstreffer köpfte Testroet nach einer Flanke von Florian Dick zum 2:3 ein (77.).

Klos hatte den Ausgleich auf dem Kopf, als Sekunden später die Entscheidung fiel. Rostocks Denis Weidlich konnte bei einem Konter nicht mehr von Stephan Salger gestoptt werden und erzielte das 4:2 (85.).

Statistik

Rostock: Hahnel - Gröger, Stuff, Ruprecht, Pelzer - Christiansen, Stevanovic - Blacha (70. Weidlich), Srbeny (75. Schwertfeger), Bickel - Kucukovic (83. Vidovic)

Bielefeld: Schwolow - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Schütz (46. Testroet), Kluge - Hemlein (64. , Müller, Mast (60. Ulm) - Klos

Schiedsrichter: Osmers (Hannover)

Zuschauer: 6500

Tore: 1:0 Ruprecht (26., Foulelfmeter), 2:0 Ruprecht (28., Foulelfmeter), 3:0 Schuppan (66., Eigentor), 3:1 Klos (72.), 3:2 Testroet (77.), 4:2 Weidlich (85.)

Gelbe Karten: Ruprecht / Salger, Schuppan

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