Am Sonntag Spitzenspiel in Cottbus
Eine Frage des Willens

Bielefeld (WB). Im sechsten Spiel innerhalb von 19 Tagen will Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld am Sonntag (14 Uhr, RBB live) im Spitzenspiel bei Energie Cottbus »einen Riesenschritt machen«, wie Trainer Norbert Meier sagt.

Samstag, 27.09.2014, 11:07 Uhr aktualisiert: 29.09.2014, 08:51 Uhr
Am Sonntag Spitzenspiel in Cottbus : Eine Frage des Willens
Mit vollem Einsatz will Christoph Hemlein (rechts) mit Arminia auch in der Lausitz zum Erfolg kommen. Foto: Thomas F. Starke

Sollte der siebte Saisonsieg gelingen, würde sich der DSC ganz oben festsetzen. Wobei »ganz oben« in dieser Saison derzeit noch nicht allzu viel Aussagekraft hat. Schließlich sind die ersten acht der Tabelle lediglich durch drei Punkte getrennt. Bielefelds Abschluss von drei Englischen Wochen bei den Lausitzern, die nur einen Zähler weniger als Arminia (20) auf dem Konto haben, bezeichnete Meier am Freitag als Willensfrage.

Die vielen Spiele zuletzt dürften ebenso wenig als Ausrede gelten wie kleinere »Wehwehchen«. Meier: »Jeder Spieler liebt es doch, mehr zu spielen als zu trainieren. Es ist doch schön, auch mal so ein Programm zu haben wie Profis wie zum Beispiel Bastian Schweinsteiger mit permanenten Englischen Wochen. Da muss man sich sehr gut vorbereiten und sein Leben entsprechend anpassen. Und das haben die Jungs bisher gut gemacht.«

Erst nach dem Abschlusstraining an diesem Samstag soll feststehen, wie fit Fabian Klos und Felix Burmeister sind. Beide erlitten beim 3:0 gegen den VfB Stuttgart II am Mittwoch einen Pferdekuss. Zur Schonung hatte Meier gegen die Schwaben Mittelfeldspieler Christian Müller (30) in der 68. Minute ausgewechselt. »Er soll ja möglichst viele Spiele für uns machen«, schätzt der Trainer den bisher bereits fünffachen Torschützen mit Cottbuser Vergangenheit. Müller spielte von 2008 bis 2009 und von 2011 bis 2012 für Energie. Auch Julian Börner (23) und Daniel Brinkmann (28) werden am Sonntag auf einige bekannte Gesichter treffen. Börner spielte bis zum Sommer fünf Jahre in Cottbus, Brinkmann zwei.

Zählt auf dem Platz alles nicht, ebenso wie das Wiedersehen einiger DSC-Profis mit ihrem Ex-Trainer Stefan Krämer (47) oder auch die nicht gerade ermutigende Statistik. Arminia hat die letzten fünf Partien gegen Cottbus alle verloren. 1:4, 1:2, 1:2, 2:4 und 1:3 lauteten die Resultate. Beim 1:3, im März dieses Jahres, saß bereits Norbert Meier auf der Bielefelder Bank. »Da haben wir uns letztlich selbst geschlagen«, erinnert sich der 56-Jährige nur ungern. Nun soll nur der Gegner geschlagen werden, der allerdings unter Krämer über ein Abwehrbollwerk zu verfügen scheint. In den bisherigen elf Spielen hat Energie erst sieben Gegentore erzielt und ist in dieser Kategorie Zweiter hinter Tabellenführer Chemnitz. »Dann trifft also die zweitbeste Abwehr auf den besten Sturm«, sagte Meier mit Verweis auf seine starke Offensivabteilung. Arminia ist hier in der Tat mit 22 Treffern spitze. Dafür haben die Arminen mit 16 Gegentreffern vier mehr kassiert als Cottbus bis dato schießen konnte.
Peer Kluge wird die Reise in die Lausitz im Gegensatz zu seinen Mitspielern und etwa 350 DSC-Fans nicht antreten. Anhaltende Rückenprobleme lassen einen Einsatz des 33-Jährigen nicht zu.

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