Nach dem herzlichen Wiedersehen mit Stefan Krämer kehrt bei den Arminen Routine ein
Kurz auf Kuschelkurs

Cottbus (WB). Der Fußball und seine Geschichten. Wöchentlich dargeboten auf Bühnen für die großen, emotionalen Momente. Erst am Sonntag endete in Cottbus die Aufführung von Stefan Krämers großem Kuschelkurs im Stadion der Freundschaft.

Dienstag, 30.09.2014, 12:34 Uhr aktualisiert: 02.10.2014, 13:11 Uhr
Nach dem herzlichen Wiedersehen mit Stefan Krämer kehrt bei den Arminen Routine ein : Kurz auf Kuschelkurs
Arminias Ex-Aufstiegstrainer Stefan Krämer beim Spiel der Bielefelder gegen seinen neuen Verein Energie Cottbus. Foto: Thomas F. Starke

Krämer, bis Februar dieses Jahres heiß geliebter Aufstiegstrainer bei den Bielefelder Fans, knuddelte auf dem Platz jeden ihm bekannten Arminen, der nicht schnell genug in Deckung gehen konnte – ein zumeist herzliches Wiedersehen für beide Seiten. »Es ist toll, Stefan nach der langen Zusammenarbeit begrüßen zu können. Wir haben mit ihm schließlich viel durchgemacht«, sagte Arminias Mittelfeldspieler Tom Schütz.

Und auch Krämer hielt Wort. Im WESTFALEN-BLATT -Interview hatte der 47-Jährige angekündigt, jeden »freundlich zu begrüßen«. Selbst Arminias Sportchef Samir Arabi, im Februar mitverantwortlich für Krämers Entlassung, bekam die Hand gereicht.

Großer Einsatz gegen Cottbus

Mit dem Anpfiff war der eingeschlagene Kuschelkurs aber sowieso zum kurzen Vorspiel verkommen. Das Geschäft rief. 90 Minuten Drittligafußball, in dem sich Arminia mächtig mit Energie rieb. Spielerisch nicht immer auf dem ansehnlichsten Level. Kämpferisch aber mit allen Mitteln, die nach drei englischen Wochen noch zur Verfügung standen. »In den vergangenen Wochen hat die Mannschaft sehr viel geleistet. Deshalb kann ich ihren Einsatzwillen nur loben«, sagte DSC-Trainer Norbert Meier nach dem 1:1. Der Abnutzungskampf nach sechs Spielen in 19 Tagen war den Arminen anzusehen.

»Nach so vielen Spielen in so vielen Tagen und nun auch noch in Unterzahl waren wir froh, als der Schiedsrichter abgepfiffen hat«, sagte Schütz. Julian Börners Rote Karte nach 64 Minuten hatte den sowieso schon geschlauchten Arminen in den letzten 30 Minuten noch etwas Mehrarbeit beschert.

»Können zufrieden sein«

Nachdem die Arminen am Sonntagabend mit der Bahn zurück nach Bielefeld gereist waren und regenerativ im Fitnessstudio gearbeitet hatten, kehrt nun wieder der Ligaalltag ein. Unterm Strich blicken die Arminen auf drei gute Wochen zurück. »Ich bin nicht unzufrieden, wie es in dieser Zeit gelaufen ist«, erklärte Norbert Meier. Einen Tick euphorischer war Mittelfeldspieler Felix Burmeister: »Wir können absolut zufrieden sein. Von sechs Spielen haben wir nur eins verloren. Auch wenn das 2:4 in Rostock ärgerlich war, passiert so etwas.«

Noch zwei Punkte mehr hätten es ohne das unfreiwillige Börner-Aus auch in Cottbus sein können. Nachdem er die Arminen in Führung gebracht hatte (61.), musste er drei Minuten später gehen. Nach 77 Minuten traf Sven Michel zum Ausgleich. »Hätten wir die Rote Karte nicht bekommen, hätten wir das Ding runtergespielt und 1:0 gewonnen. Da bin ich mir sicher«, betonte Meier.

Aufs Kuscheln wird man am Samstag (14 Uhr/Alm, WDR live) gegen Spitzenreiter Dynamo Dresden aber gänzlich verzichten. Mit einem Sieg würde der DSC mit den Sachsen (24 Punkte) gleichziehen.

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