Die Brisanz im Spiel zwischen Bielefeld und Dresden soll sich nur auf dem Platz zeigen
»Es geht um Fußball«

Bielefeld (WB). 6. Dezember 2013, Bielefeld: Arminia und Dynamo Dresden trennen sich friedlich 1:1, aber es kommt vor dem Spiel zu schweren Ausschreitungen Dresdener Anhänger. 11. Mai 2014, Dresden: Bielefeld gewinnt 3:2, das Spiel steht kurz vor dem Abbruch, Dynamo steigt ab. An diesem Samstag kommt es zum Wiedersehen.

Samstag, 04.10.2014, 10:17 Uhr aktualisiert: 04.10.2014, 10:32 Uhr
Die Brisanz im Spiel zwischen Bielefeld und Dresden soll sich nur auf dem Platz zeigen : »Es geht um Fußball«
Am 11. Mai gewinnen die Arminen Felix Burmeister (Zweiter von links) und Stephan Salger (Zweiter von rechts) 3:2 in Dresden, Dynamo steigt ab. Beim Wiedersehen an diesem Samstag werden beide vermutlich wieder gemeinsam in der DSC-Abwehr spielen. Foto: Thomas F. Starke

Alle Beteiligten eint vor dem Spiel (14 Uhr/Alm, WDR live) ein Wunsch: »Die Besonderheit dieser Partie sollte immer nur im sportlichen Kräftemessen liegen. Es geht um Fußball, auf dem Platz und außerhalb«, sagte DSC-Trainer Norbert Meier stellvertretend. Er sehe immer den sportlichen Ansatz. »Ich liebe diesen Sport und freue mich auf das Spiel«, führte der 56-Jährige, von 2006 bis 2007 Dynamo-Trainer, aus.

11 500 Karten hatte Arminia bis Donnerstagvormittag verkauft, 15 000 Zuschauer werden erwartet, davon 1200 aus Dresden. Sie werden ein Spitzenspiel zu sehen bekommen, denn: »Der Tabellenführer kommt« (Meier). Dresden ist mit 24 Punkten (Torverhältnis 21:13) Erster, Bielefeld liegt mit 21 Zählern (23:17) derzeit auf Rang sechs. Mit einem Sieg würde der DSC also an den Sachsen vorbeiziehen.

Die Konstellation am 11. Mai war eine ganz andere: Am letzten Zweitligaspieltag der Vorsaison siegte Arminia 3:2 in Dresden, Dynamo musste dadurch runter in Liga drei, das Meier-Team rettete sich in die Relegation. »Das war ein ganz dramatisches Spiel. So eine Dramaturgie ist jetzt nicht zu erwarten, schließlich haben wir erst den 13. Spieltag«, sagte Meier. Er und sein Team würden »alles daran setzen, erfolgreich zu sein. Natürlich ist das eine schwere Aufgabe, aber daran wächst man. Solche Spiele will man als Fußballer haben«.

So könnte Arminia spielen

Schwolow - Dick, Burmeister, Salger, Schuppan - Schütz, Kluge (Brinkmann) - Hemlein, Müller (Ulm), Mast - Klos

...

Dresden ist auf eine Revanche aus

Das sieht Felix Burmeister genauso. Der Defensivallrounder kann sich auch noch gut an den 11. Mai erinnern. »Da war noch alles gut«, sagte Burmeister. Acht Tage danach war auch der DSC abgestiegen. Dass die Dresdener auf Revanche aus sind gegen das Team, das sie in die 3. Liga schoss, nimmt auch Burmeister an: »Sie haben das natürlich im Hinterkopf, dass wir sie aus der 2. Liga gekegelt haben. So wie ich im Hinterkopf habe, dass wir im letzten Heimspiel gegen Dresden beim 1:1 zwei Punkte verschenkt haben.« Da die Fluktuation bei Dynamo nach dem Abstieg (19 Ab- und 17 Zugänge) aber noch größer war als bei den Arminen (14 Ab- und 11 Zugänge), sind nicht mehr allzu viele Spieler von damals übrig.

Burmeister wird wohl für den rotgesperrten Julian Börner vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung rücken. Die zweite Alternative wäre Jerome Propheter. »Das entscheiden wir nach dem Abschlusstraining am Freitag«, sagte Meier. Ebenfalls kurzfristig wird sich zeigen, inwieweit Christian Müller einsatzfähig ist. Den Mittelfeldspieler plagen muskuläre Probleme.

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