Stürmer zu eigensinnig
Testroet verspielt Platz eins

Bielefeld (WB/jen). Für eine Nacht Spitzenreiter: Das war für Arminia Bielefeld gegen Dynamo Dresden zum Greifen nah. 5:1 statt 4:1 hätte der DSC gewinnen müssen, doch Pascal Testroet vergab in der Nachspielzeit die große Chance auf Platz eins.

Montag, 06.10.2014, 11:15 Uhr aktualisiert: 06.10.2014, 16:02 Uhr
Stürmer zu eigensinnig : Testroet verspielt Platz eins
Pascal Testroet hatte die große Chance zum 5:1. Foto: Thomas F. Starke

Mit dem Ball am Fuß lief der kurz zuvor eingewechselte Stürmer auf das Gästetor und Keeper Benjamin Kirsten zu, ohne weiteren Gegner, flankiert nur von Mitspieler Dennis Mast. Doch anstatt den Linksaußen anzuspielen, damit dieser den Ball ins dann leere Tor schieben konnte, versuchte es Testroet auf eigene Faust – und scheiterte.

Dass Kirsten ihn danach angiftete, wird Testroet wohl weniger ausgemacht haben. Aber es gab auch deutliche Kritik aus den eigenen Reihen. »Wir hätten Erster sein können. Er weiß, dass es nicht richtig war, und es wird ihm leid tun. Ich werde darüber mit ihm reden, da sehe ich mich als Kapitän in der Pflicht. Einen Strick werden wir ihm aber nicht daraus drehen«, sagte DSC-Spielführer Fabian Klos.

Bei Arminia wird immer wieder die Gemeinschaft beschworen. Nicht zuletzt deshalb flog fast der gesamte Kader gemeinsam zum Oktoberfest. Der Teamgeist ist ein wesentlicher Baustein für den Erfolg, da haben Egoismen keinen Platz. »Es geht immer um das Team als solches, das wird er daraus sicher lernen«, sagte Trainer Norbert Meier, der Testroet etwas in Schutz nahm. »Kurz vorher hatte er einen Zusammenprall mit einem Gegner, wir versuchen das damit zu erklären. Aber er muss trotzdem lernen, dass jedes Tor entscheidend sein kann. Deshalb muss man in solchen Szenen eiskalt sein, das werde ich ihm auch nochmal sagen – natürlich konstruktiv«, wollte auch der Trainer nicht den Stab über Testroet brechen.

Der Tabellenstand sei derzeit sowieso Makulatur, führte Meier aus. Bis gestern Nachmittag wäre Arminia mit einem 5:1 Erster gewesen, durch ein 3:0 in Großaspach sicherte sich Wehen Wiesbaden (26 Punkte) den Platz an der Sonne. Bielefeld liegt zwei Zähler und zwei Plätze zurück

Kommentare

Micha  schrieb: 07.10.2014 11:08
Das ist Unsinn! Wehen Wiesbaden liegt mit 2 Punkten vorne. Da hätte Testroet in 2 Minuten dreifach per Fallrückzieher treffen können. Wer das Haar in der Suppe sucht, findet es.
1 Kommentare
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