Beim letzten Spiel in Münster verlor Arminia 0:4 – Meier will Derbyschmach nicht in den Fokus rücken
Offene Rechnung, na und?

Bielefeld (WB). Norbert Meier ist beim Duell mit dem Erzrivalen psychologisch im Vorteil. Als sich Arminia Bielefeld beim bislang letzten Besuch in Münster einen bösen Ausrutschter erlaubte (0:4), war der 56-Jährige längst noch nicht in Diensten des DSC.

Mittwoch, 15.10.2014, 11:36 Uhr aktualisiert: 19.10.2014, 10:10 Uhr
Beim letzten Spiel in Münster verlor Arminia 0:4 – Meier will Derbyschmach nicht in den Fokus rücken : Offene Rechnung, na und?
Nach vorne schauen und Vergangenes ruhen lassen: So geht Arminias Trainer Norbert Meier das Spiel gegen Münster an. Foto: Thomas F. Starke

Entsprechend entspannt geht Meier, seit Februar dieses Jahres beim DSC, in das Derby am Sonntag (14 Uhr, Preußenstadion). Die Distanz zu dem, was die Arminen am 22. September 2012 in Münster erlebten, macht es dem Bielefelder Trainer leicht, über den Dingen zu stehen, die so eine Derbyschmach mit sich bringt: »Mit Wiedergutmachung oder Ähnlichem sollten wir uns nicht aufhalten. Auch dieses Spiel fängt bei 0:0 an.«

Spieler und Fans wurmt die derbe Packung von vor mehr als zwei Jahren aber weiterhin. »Die Fans lechzen danach, einen Derbysieg zu landen. Da werden wir von der ersten Minute an Gas geben und versuchen, die drei Punkte mitzunehmen«, verspricht Mittelfeldspieler Tom Schütz, der beim damaligen 0:4 in der Bielefelder Startelf stand. Christoph Hemlein hat den kribbelnden Vergleich zwischen Arminia und den Preußen noch nicht auf dem Platz miterlebt. Worum es in diesem Duell geht, weiß der Neuzugang aber sehr gut einzuschätzen: »Auch wenn ich neu hier bin ist mir bewusst, dass es ein Riesenspiel für die Fans und für den Klub ist. Wir werden Vollgas geben.«

Kein Ligaalltag

Dass die Partie nicht in der Kategorie Ligaalltag angesiedelt ist, weiß auch Norbert Meier. Dennoch warnt der Coach davor, zu sehr über Vergangenes nachzugrübeln. »Viele Spieler waren damals noch gar nicht da. Wir sollten nicht zu sehr darüber nachdenken, dass wir nun eine Rechnung begleichen können. Davon kriegst du nichts.«

Rachegelüste bringen keine Punkte. Wohl aber deutet Arminias zuletzt gemachter Fortschritt an, dass man bei den Preußen Zählbares erwarten darf. »Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen eine gute Entwicklung genommen. Viele Automatismen greifen mittlerweile. Dennoch können wir uns weiter verbessern. Lässt du in dieser Liga nur ein paar Prozent nach, hast du schlechte Karten«, warnt Meier.

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