Unterbrechung im Derby provoziert
Klos kritisiert Randale der DSC-Fans

Münster (WB/sba). Nicht nur Arminias Spieler haben sich beim Derby in Münster blamiert. Eine ganz schlechte Leistung lieferten auch die DSC-Fans ab, als sie nach 86 Minuten für eine Spielunterbrechung sorgten.

Montag, 20.10.2014, 11:14 Uhr aktualisiert: 20.10.2014, 17:02 Uhr
Unterbrechung im Derby provoziert : Klos kritisiert Randale der DSC-Fans
Vermummte Arminia-Fans provozieren während des Derbys in Münster Foto: Thomas F. Starke

Nach dem 3:1 für die Preußen eskalierte die Situation im Fanblock der Bielefelder. Mehrere Böller flogen vor die Tribüne, zudem schossen die Randalierer Leuchtraketen auf den Platz. Nach Rücksprache mit beiden Mannschaften unterbrach Schiedsrichter Sascha Stegemann daraufhin die Partie. »Wir Spieler können leider nicht beeinflussen, was auf den Tribünen passiert. Die Fans haben das Recht, ihren Unmut zu äußern. Aber natürlich nicht so«, sagte Fabian Klos.

Der DSC-Kapitän war sofort zu den Fans gelaufen und versuchte, zu beruhigen. »Die ganze Situation im Block war aber sehr aufgewühlt. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt durchgedrungen bin«, berichtete Klos.

Während der gut 15-minütigen Unterbrechung postierte sich die Polizei vor dem Block und ein Hubschrauber kreiste über dem Stadion. »Es war insgesamt ein Scheiß-Nachmittag. Das hätte nicht passieren dürfen. Die Unterbrechung war natürlich gar nicht gut für uns. Wir waren alle wieder kalt«, schimpfte Linksverteidiger Sebastian Schuppan über die überflüssige Aktion der Fans. Trainer Norbert Meier wollte sich nicht direkt zu den Vorfällen äußern: »Damit müssen sich andere Leute im Verein beschäftigen. Es ist nicht meine Aufgabe, das zu kommentieren.« Nach dem Abpfiff suchte aber auch der Coach das Gespräch mit den Fans.

Ein Bielefelder Fan (50) wurde wegen des Zeigens verfassungswidriger Zeichen festgenommen: Er trug Hakenkreuz- und SS-Runen-Tattoos. Bei der Ankunft am Bahnhof hatten Unbekannte einen »Nebeltopf« angezündet.

Schon vor dem Anpfiff hatte es einen tragischen Zwischenfall im Preußenstadion gegeben, als ein Mann auf den Rängen zusammenbrach. Wiederbelebungsversuche bei dem etwa 40-jährigen Opfer blieben erfolglos, der Mann verstarb im Krankenhaus.

Kommentare

prickelpit  schrieb: 21.10.2014 09:02
Das sind keine FAns
Bitte, bitte liebes Westfalenblatt!
Hört endlich auf im Zusammenhang mitb diesem Chaoten-Volk von "Fans" zu sprechen.
Und bitte unterscheidet auch, dass z.B. die "Ultras" nur eine ganz kleine Gruppe sind, die sich anmaßen, für die Fans zu sprechen.
1 Kommentare
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