Der DSC Arminia verurteilt das Verhalten seiner Fans in Münster
»Martialisches Auftreten«

Bielefeld (WB/sba). Ein teures und strafrechtliches Nachspiel wird das Verhalten der Arminia-Fans beim Drittligaspiel in Münster haben. Randalierer hatten Böller gezündet und Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen und damit eine Unterbrechung erzwungen.

Dienstag, 21.10.2014, 16:30 Uhr
Der DSC Arminia verurteilt das Verhalten seiner Fans in Münster : »Martialisches Auftreten«
Die Polizei hat die Gewalttäter in Münster im Blick. Foto: Thomas F. Starke

»Wer Ordner mit Böllern bewirft und mit Leuchtspurmunition auf das Spielfeld schießt, weiß um die Gefährlichkeit seines Handelns und muss sich dafür strafrechtlich verantworten«, sagte Einsatzleiter Martin Mönnighoff. Die Polizei will anhand des Videomaterials und mit Hilfe von Zeugen die Täter ermitteln. Zudem erwartet den DSC eine empfindliche Geldstrafe. Münsters Sportvorstand Carsten Gockel: »Das sind Idioten. So etwas hat mit Fan-Tum nichts zu tun.«

Auch Arminia hat in einer Presseerklärung am Montag noch einmal deutlich Stellung zu den Vorkommnissen bezogen. Darin heißt es: »Der DSC verurteilt jeglichen Umgang mit Pyrotechnik im Stadion. Der Klub ist erschrocken und distanziert sich mit aller Entschlossenheit von den Vorfällen in Münster. Das Werfen brennender Gegenstände Richtung Spielfeld gefährdete in rücksichts- und verantwortungsloser Weise sowohl die Bielefelder Rollstuhlfahrer als auch den Ordnungsdienst des DSC sowie zahlreiche Fans und andere Beteiligte im Stadion. Unabhängig davon ist der Einsatz von Erzeugnissen wie Böllern und Leuchtspuren ausschließlich dem Zweck eines martialischen Auftretens gedacht und kann mit keiner Fankultur in Verbindung stehen. Nicht zuletzt nimmt auch der DSC Arminia durch jene Handlungen erheblichen Schaden. Nun beginnt die Phase der Aufarbeitung und Ermittlung, so dass die Täter möglichst zur Verantwortung gezogen werden können.«

Der Klub ruft seine Fanszene nun auf, »sich zu reflektieren, gemeinsame Werte zu diskutieren und sich auf seine Stärken zu besinnen. Ermutigt durch die deutlich artikulierte Ablehnung der überwiegenden Mehrheit im Gästebereich erhoffen wir uns, dass dies gelingt«.

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