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Sa., 25.10.2014

NRW-Innenminister kritisiert Verhalten der Spieler nach Randale in Münster DSC weist Jägers Kritik zurück

NRW-Innenminister Ralf Jäger.

NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Die Randale von Arminia-Fans beim Derby in Münster am vergangen Sonntag hat ein Nachspiel auf höchster Ebene. NRW-Innenminister Ralf Jäger kritisierte Spieler und Verantwortliche des DSC, weil diese sich nach den Vorfällen nicht korrekt verhalten hätten.

Gut 83 Minuten waren im Preußenstadion gespielt, als Bielefelder Anhänger Böller warfen, Leuchtraketen aufs Spielfeld schossen und damit eine Unterbrechung der Partie provozierten. Dass die Spieler anschließend zum DSC-Block gingen, um mit Fans und – nach Ansicht des SPD-Ministers – vermummten Randalierern abzuklatschen, kritisierte Jäger: »Das halte ich für unverantwortlich«. Er erwarte von Vereinen und Spielern eine andere Reaktion.

Mit dieser öffentlichen Schelte könnte der Politiker jedoch übers Ziel hinaus geschossen sein. »Ich bin enttäuscht, wenn ich solche Aussagen höre. Herr Jäger war nicht vor Ort und kann die Situation nicht einschätzen. Spieler und Verantwortliche haben nach dem Spiel alles getan, um die Situation zu beruhigen«, entgegnete Arminias Sportchef Samir Arabi dem Innenminister. Schon während der Unterbrechung hatte Kapitän Fabian Klos versucht, beruhigend auf die Fans einzuwirken.

»Das, was in Münster passiert ist, heißt hier niemand gut«

»Im Gegensatz zu Herrn Jäger waren unser Trainer Norbert Meier und ich am Zaun und können die Situation beurteilen. Selbst wenn der Minister die Szenen am Fernseher gesehen hat, wird er sie nicht richtig einschätzen können. Das, was in Münster passiert ist, heißt hier niemand gut«, betonte Arabi. Vielmehr hätte der Sportchef erwartet, dass Ralf Jäger Kontakt zum Verein aufgenommen und sich erkundigt hätte, was tatsächlich vorgefallen sei.

Schon am Montag reagierte der DSC mit einer Stellungnahme zu den Vorfällen, in der sich der Verein klar von den Randalierern distanzierte. Am Donnerstag sprach der Klub dann Haus- und Stadionverbote für die Alm gegen die ersten, identifizierten Randalierer aus. »Bei uns wird alles dafür getan, den Vorfall aufzuarbeiten. Wir werden jeden der Chaoten zur Rechenschaft ziehen«, sagte Samir Arabi.

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