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Do., 20.11.2014

Wegen Burmeisters Sperre spricht Arminias Sportchef von Wettbewerbsverzerrung Arabi sauer auf den DFB

Samir Arabi kann nicht nachvollziehen, warum der DFB nicht alle Landesverbände nach den selben Pokalregeln spielen lässt.

Samir Arabi kann nicht nachvollziehen, warum der DFB nicht alle Landesverbände nach den selben Pokalregeln spielen lässt. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB/dis). Die Personalprobleme nehmen kein Ende: Nach Sebastian Schuppan und Fabian Klos (beide gesperrt) muss Arminia Bielefeld beim Drittligaspiel am Samstag in Regensburg (14 Uhr, br.de) nun auch noch auf Felix Burmeister verzichten. 

Der Defensivakteur ist wegen der Roten Karte,  die er vor einer Woche im Westfalenpokalspiel gegen Roland Beckum (5:0) sah, vom Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) für drei Wochen gesperrt worden. Damit fehlt Burmeister nicht nur am Samstag in Regensburg, sondern verpasst auch das folgende Heimspiel am Freitag, 28. November, gegen Sonnenhof Großaspach.

»Es gibt Verbände, bei denen sich eine Rote Karte in einem Landespokalwettbewerb nicht auf den Spielbetrieb in der 3. Liga auswirkt. Bei unserem Verband dagegen schon. Da ist von dem einen oder anderen Funktionär etwas nicht zu Ende gedacht worden. Das ist aus meiner Sicht eine Form von Wettbewerbsverzerrung«, schimpft Samir Arabi. Arminias Sportchef kann nicht nachvollziehen, »dass der DFB als übergeordneter Verband da nicht einschreitet und für einheitliche Regeln sorgt«. Da der eine mit dem anderen Wettbewerb nichts zu tun habe, ergebe eine Sperre Burmeisters aus seiner Sicht keinen Sinn. Benachteiligt seien durch die bestehenden Regularien nicht nur Arminia, sondern auch jene Klubs, die mit Ligaschlusslicht Regensburg gegen den Abstieg kämpfen.

Auf einen Protest will der DSC wegen zu geringer Erfolgsaussichten aber verzichten. Arabi sagt: »Jetzt müssen es die anderen richten. Wir wollen in Regensburg gewinnen – auch ohne Felix Burmeister.« Auch der Spieler selbst kommt nicht ungeschoren davon: »Felix muss sich besser im Griff haben und darf sich von einem Freizeitfußballer nicht so reizen lassen«, fordert Arabi. Burmeister hatte den Beckumer Joseph Laumann an der Mittellinie rüde gefoult und dafür Rot gesehen. Eine Aktion, die durchaus als Revancheakt interpretiert werden darf. Laumann hatte zuvor DSC-Torwart Jarno Peters derart heftig gefoult, dass der Keeper ausgewechselt und am Knie operiert werden musste.

Burmeister war für das Regensburg-Spiel fest eingeplant. Stattdessen könnte nun Marc Lorenz den Platz des gesperrten Linksverteidigers Schuppan einnehmen. In der Offensive zeichnet sich ein Einsatz von Pascal Testroet ab, der den gesperrten Klos vertreten soll.

Kommentare

Unverständlich

Das Verbandsstrafen NUR in NRW auch für die Liga gelten war mir auch neu und ich bin das erste Mal mit Herrn Arabi - das ist nicht nachvollziehbar und kommt einer Wettbewerbsverzerrung gleich. Warum der DSC aber bei einem ähnlichen Foul von Wiederholungstäter Julian Börner im Ligabetrieb in Cottbus Widerspruch einlegt gegen 3 Spiele Sperre und hier bei Felix Burmeister trotz zusätzlicher Begründung nicht, kann ich nicht begreifen. Na, hoffentlich sind beim Verband wenigstens dutzende Anträge verschiedener Vereine "mit A... in der Hose" auf Regeländerung ab nächster Saison eingegangen....

1 Kommentare

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