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Fr., 12.12.2014

Die Chance zur Revanche in Halle: Das 1:5 im Hinspiel ist Arminias höchste Saisonpleite Es tut immer noch weh

»Am Ende sind wir vogelwild geworden«, sagt Arminia-Trainer Norbert Meier über das Hinspiel gegen Halle. Christian Müller, Alexander Schwolow, Florian Dick, Stephan Salger, Julian Börner, Jonas Strifler (von links) und Co. kassierten fünf Gegentore.

»Am Ende sind wir vogelwild geworden«, sagt Arminia-Trainer Norbert Meier über das Hinspiel gegen Halle. Christian Müller, Alexander Schwolow, Florian Dick, Stephan Salger, Julian Börner, Jonas Strifler (von links) und Co. kassierten fünf Gegentore. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Fünf tiefe Stiche ins Arminen-Herz. So etwas vergisst man nicht. Auch nicht, wenn es schon viereinhalb Monate her ist. Die Erinnerungen an die 1:5-Hinspielklatsche »nehmen wir mit nach Halle«, sagt Trainer Norbert Meier vor dem Drittliga-Rückspiel am Samstag (14 Uhr/mdr.de) beim HFC.

»Die Hallenser«, sagt Meier, »haben uns damals eine empfindliche Niederlage beigebracht.« Bis heute ist es die höchste der Arminia in dieser Saison. Dabei hatte der DSC in Führung gelegen, kurz vor der Halbzeit das 1:1 kassiert. »Am Ende sind wir dann vogelwild geworden«, erinnert sich der 56-Jährige an die vier Gegentore binnen 25 Minuten. »Das Resultat hat Bestand, wir werden es nicht mehr umdrehen können. Aber wir müssen unsere Lehren daraus ziehen«, fordert Meier, der mahnt: »Natürlich ist diese Niederlage noch in unseren Köpfen. Aber das darf nicht dazu führen, dass wir übermotiviert zu Werke gehen.«

Mit dem 5:1-Erfolg erklomm Halle Anfang August Platz eins der Drittliga-Auswärtstabelle. Dort rangiert der HFC auch heute noch. In der Heimtabelle belegen die Hallenser dagegen den letzten Platz. Zwei ihrer letzten drei Heimpartien habe sie jedoch gewonnen. »Im eigenen Stadion sind sie aggressiv, haben mit Gogia und Furuholm einen guten Angriff und mit Bertram zusätzlich einen starken Spieler in ihren Reihen«, sagt Meier, der sogar meint: »Halles Kader zählt zu den besten in der Liga.« Aber: »Auch wir waren sehr stabil in den letzten Wochen«, betont Arminias Coach und verweist auf drei Siege in Serie ohne Gegentor.

Riesige Chance für den DSC

Dass der Tabellen-13. vor seinen eigenen Fans – 10 000 werden gegen Bielefeld erwartet – mehr nach vorne machen muss als auswärts, könne Arminia entgegenkommen. Meier: »Es geht nun darum, uns eine gute Ausgangsposition für das neue Jahr zu verschaffen.« Die Chance ist riesig. Während sich Arminias Aufstiegskonkurrenten an den letzten zwei Spieltagen vor der Winterpause in diversen direkten Duellen gegenseitig Punkte wegnehmen werden, könnte sich Tabellenführer Bielefeld mit zwei Siegen endlich einen kleinen Puffer zu den Nichtaufstiegsplätzen verschaffen.

In Halle dürfte Meier jene Startelf auf den Rasen schicken, der er auch schon bei den 2:0-Siegen über Mainz II und zuvor gegen Sonnenhof-Großaspach das Vertrauen geschenkt hatte. »Es gibt nicht so viele Gründe, großartig Veränderungen vorzunehmen«, sagt der Trainer. Da Felix Burmeister wegen einer fiebrigen Infektion mit dem Training aussetzen musste, stellt er kaum eine Alternative da. Dafür steht Christian Müller gut fünf Wochen Wochen nach seiner Meniskusoperation vor der Rückkehr in den Kader. Meier: »Er trainiert, als wäre er nie weg gewesen.«

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