Querelen um neuen Sicherheitsdienst auf der Alm – Ergebnisse werden Montag erwartet
Ordnungsamt überprüft Ordner

Bielefeld (WB/jen). Das Bielefelder Ordnungsamt hat wie angekündigt während des Testspiels von Arminia Bielefeld gegen Alemannia Aachen den Sicherheitsdienst im Stadion überprüft. Die Ergebnisse sollen heute vorliegen.

Montag, 26.01.2015, 08:44 Uhr aktualisiert: 26.01.2015, 08:53 Uhr
Querelen um neuen Sicherheitsdienst auf der Alm – Ergebnisse werden Montag erwartet : Ordnungsamt überprüft Ordner
Kontrolleure des Ordnungsamtes mit einem Ordner (links) und dem Ordnungsdienstleiter Karl-Marten Polster (Zweiter v. r.). Foto: Thomas F. Starke

Wie am Samstag exklusiv im WESTFALEN-BLATT geschildert, hat der neue Sicherheits- und Ordnungsdienst der Arminen Vorgaben und Auflagen beim Personal nicht erfüllt. Das Testspiel stand auf der Kippe, für die Drittligapartien der Arminen gibt es noch keine Lösung. Die Elko Eventservice GmbH ist seit Jahresbeginn auf der Alm für die Sicherheit zuständig. Ob alle Kräfte dieser Firma, die im Stadion eingesetzt werden, über die nötige Qualifikation verfügen, muss das Ordnungsamt feststellen. Vier Mitarbeiter der Behörde waren am Samstag im Stadion unterwegs, um die Order zu überprüfen.

Nur wenige Elko-Mitarbeiter haben Qualifikation

Angeblich verfügen nur wenige der eingesetzten Elko-Mitarbeiter über die Qualifikation nach Paragraph 34a der Gewerbeordnung. Je nach Tätigkeit ist eine sogenannte Unterrichtung für Bewachungspersonal vorgesehen oder, für weitergehende Tätigkeiten, eine Sachkundeprüfung. Diese kostet etwa 150 Euro. Volker Voß vom Ordnungsamt erklärte gegenüber dieser Zeitung, Elko müsse ein schlüssiges Konzept vorlegen, wie die Sicherheit im Stadion gewährleistet werden solle. Das sei bisher nicht geschehen, obwohl es erste Gespräche bereits im Oktober gegeben habe. Die Probleme sollen der Sicherheitsfirma bekannt gewesen sein, ebenso wie die Forderungen des Ordnungsamtes, das die Vorgaben deutlich aufgezeigt habe. Sollte es bis zum 15. Februar keine Lösung geben, müsste das Drittligaspiel gegen den MSV Duisburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Alle Beteiligten gehen aber davon aus, dass es soweit nicht kommen wird.

Für das Testspiel gegen Aachen hatte es erst zwei Tage vorher grünes Licht vom Ordnungsamt gegeben. Am Samstag waren dann Ordner unter anderem aus Leverkusen und Braunschweig in Bielefeld im Einsatz. Als Maßstab für den Ligabetrieb oder gar für das DFB-Pokal-Achtelfinale am 4. März gegen Werder Bremen gilt die Partie nicht. Schließlich waren nicht alle Tribünen geöffnet und nur 1333 Zuschauer auf der Alm. Aus Fankreisen war zu hören, dass die neuen Ordner einen rauen Umgangston angeschlagen hätten und teilweise unfreundlich aufgetreten sein sollen.

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