Torwart Alexander Schwolow: »Andere Aggressivität im Training«
Es geht zur Sache

Bielefeld (WB). Wer nicht hören will, muss fühlen: Nach der 0:3-Pleite am Sonntag bei Fortuna Köln hat Norbert Meier das Training angezogen. Gestern forderte der Arminia-Coach seine Spieler mit intensiven Läufen.

Donnerstag, 12.02.2015, 11:06 Uhr aktualisiert: 13.02.2015, 11:10 Uhr
Torwart Alexander Schwolow: »Andere Aggressivität im Training« : Es geht zur Sache
Alexander Schwolow (22) streckt sich nach dem Ball. Der Torwart und die anderen Arminen hängen sich im Training rein. Foto: Thomas F. Starke

Sprints gegen die Uhr hatte sich Meier überlegt. Einmal, noch mal und noch mal. Zack, zack, immer volle Pulle. Mancher musste sich anhören, nicht flott genug zu sein. Es war wohl kein Zufall, dass der Coach auf dem weitläufigen Gelände seine Kicker unmittelbar vor den treuen Kiebitzen, die bei Wind und Wetter zur Hagemann-Straße kommen, mit den Läufen quälte.

Auch beim Trainingsspiel war es zuvor schon zur Sache gegangen. »Da war richtig Leben drin. Wir hatten eine ganz andere Aggressivität im Training«, sagte Torwart Alexander Schwolow: »Die Jungs haben sich gegenseitig ja fast umgebracht«, formulierte er bewusst martialisch-plakativ. Mit dabei war auch wieder Mittelfeldakteur Peer Kluge, der nach auskurierter Adduktorenverletzung und Infekt um einen Kaderplatz für das Drittligaspiel am Sonntag, 14 Uhr, gegen Duisburg (live bei sportschau.de) kämpft. Dagegen musste Abwehrmann Julian Börner aufgrund von Adduktorenproblemen aussetzen. 

Auch Sportchef Samir Arabi fand Gefallen an der Intensität des Trainings. »Bevor wir unsere individuelle Klasse ausspielen können, kommt die Arbeit. Und das heißt im Fußball laufen, kämpfen, kratzen, beißen«, rief der 36-Jährige den Profis in Erinnerung. Alles das hatte der DSC bei der Jahresauftakt-Niederlage in Köln vermissen lassen. Von den Fans gefeiert, von der Konkurrenz vorzeitig zum Aufsteiger erklärt – die Arminen hatten sich den eindringlichen Warnungen ihres Trainers zum Trotz einlullen lassen und sich im Südstadion beinahe wehrlos ihrem Schicksal ergeben. »Fakt ist: Was wir in Köln gezeigt haben, reicht nicht. Jetzt geht es darum, wieder in die Spur zu kommen«, sagte Arabi.

Schwolow hofft, dass das 0:3 »einen Hallo-Wach-Effekt« zur Folge hat, denn: »Die nächsten zwei Wochen werden den Ausschlag in die eine oder andere Richtung geben«, ist der zuverlässige Keeper, der nach zuvor fünf Zu-Null-Siegen in Serie in Köln erstmals wieder hinter sich greifen musste, überzeugt. Allein die bevorstehende englische Woche hat es in sich: am Sonntag gegen den Tabellendritten Duisburg, am Mittwoch beim Neunten Osnabrück, und am übernächsten Samstag beim Vierten Stuttgarter Kickers. Reifeprüfungen für den Aufstiegsfavoriten, der in diesen Spielen seine Ambitionen unterstreichen muss. Kein Wunder, dass auch Arabi von einer »wichtigen Woche für Arminia« sprach. Vorentscheidenden Charakter mochte er den drei Topspielen allerdings nicht beimessen. »Wenn wir neun Punkte holen, sind wir nicht aufgestiegen. Wenn wir drei Punkte holen, sind wir nicht raus«, erklärte er.

Auch Schwolow weigerte sich, eine Punkte-Prognose für die englische Woche abzugeben. Der 22-Jährige sagte: »Solche Planspiele bringen nichts. Wichtig ist erstmal nur das Spiel gegen Duisburg. Ich gehe davon aus, dass wir eine andere Leistung zeigen werden als zuletzt.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3069763?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F
Bundespräsident macht Bevölkerung Mut
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt sich einen Mund-Nasen-Schutz auf.
Nachrichten-Ticker