Dicke Luft nach dem Verbandspokalspiel: Kaan-Marienborn fühlt sich verschaukelt
Alles eine Frage des Stils

Bielefeld (WB). Das Verbandspokal-Viertelfinale am vergangenen Mittwoch beim 1. FC Kaan-Marienborn haftet wie lästiger Kaugummi am DSC Arminia.

Mittwoch, 25.03.2015, 09:55 Uhr aktualisiert: 25.03.2015, 10:22 Uhr
Dicke Luft nach dem Verbandspokalspiel: Kaan-Marienborn fühlt sich verschaukelt : Alles eine Frage des Stils
Viel Platz für die Arminia-Fans: Im Gästeblock des Siegener Leimbachstadions war am Mittwoch wenig los. Foto: Thomas F. Starke

Erst die nervige Verlängerung, die der DSC zum Weiterkommen brauchte. Dann der Vorwurf von Kaan-Coach Thorsten Nehrbauer, sein Bielefelder Kollege Norbert Meier habe sich wegen des Fernbleibens von der Pressekonferenz unsportlich verhalten. Und nun fordert der Sechstligist auch noch, dass Arminia sich an den Kosten für den Sicherheitsdienst beteiligt. 

Westfalenpokal (Viertelfinale): 1.FC Kaan-Marienborn vs. DSC Arminia

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Gestern erreichte den Drittligisten eine entsprechende Mail aus Marienborn. Was der 1. FC den Bielefeldern vorwirft: »Arminia hat uns im Vorfeld schriftlich mitgeteilt, dass 750 bis 1200 DSC-Anhänger kommen werden«, sagt Kaan-Marienborns Vorsitzender Manfred Leipold. Daraufhin habe der Klub das Spiel in das Leimbachstadion in Siegen verlegen müssen. Leipold: »Wir hätten viel lieber auf unserem Platz gespielt. Aber angesichts des von Arminia avisierten Fanaufkommens hat uns die Polizei mitgeteilt, dass wir umziehen müssen.« 40 Sicherheitskräfte hätten darum angefordert werden müssen. Zu erwartende Kosten laut Leipold: rund 4000 Euro. Zudem seien 75 Polizisten im Einsatz gewesen – ungefähr genau so viele Fans hätten Arminia letztlich nach Siegen begleitet. Der DSC widerspricht: »Es waren zirka 200 Arminen vor Ort. Offensichtlich war die neue Konstellation für unsere Fans nicht besonders interessant«, erklärt DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig und zielt auf den Stadionwechsel ab. Der den DSC-Fans noch unbekannte Platz des 1. FC Kaan-Marienborn hätte auf die Arminia-Anhänger eine weitaus größere Anziehungskraft ausgeübt als das altbekannte Leimbachstadion, meint Uhlig. Für Leipold klingt das nach Ausrede: »Wir fühlen uns verschaukelt.« Hinter der Besucherprognose vermutet er sogar »System, um die Verlegung zu erzwingen, damit Arminia nicht auf unserem Kunstrasenplatz antreten musste«. Uhlig indes weist darauf hin, dass Arminia dem Gegner auch eine Verlegung auf die Alm angeboten habe. Für Kaan-Marienborn kam das nicht in Frage. 

»Zuschussgeschäft«

800 Zuschauer sahen das Spiel in Siegen, Leipold spricht von rund 6500 Euro Einnahme. Abzüglich Schiedsrichtergebühr und Verbandsabgaben blieben 5500 Euro übrig. Die Hälfte davon gehe gemäß der Statuten an den Gegner. »Für uns ist das ein Zuschussgeschäft«, klagt Leipold. »Wenn Arminia uns nicht die Hälfte der Sicherheitskosten abnimmt, bleiben wir auf 3000 bis 4000 Euro sitzen, da wir am Bahnhof auch noch Pendelbusse einsetzen ließen, die die Arminia-Fans zum Stadion bringen sollten.« Doch mit dem Zug sei niemand angereist. 

Entgegenkommen fraglich

Ob Arminia dem Sechtligisten entgegenkommt, ist fraglich. Uhlig betont, dass der austragende Verein verantwortlich sei und die Forderung Kaan-Marienborns jeder Grundlage entbehre. Aufgrund der geringen Kulisse habe Arminia »darüber nachgedacht, kulanterweise auf einen Teil der uns zustehenden Einnahmen zu verzichten. Vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskreditierung durch Kaan-Marienborn müssen wir uns das reiflich überlegen, bleiben jedoch gesprächsbereit«, sagt Uhlig, der Kaan-Marienborn »ganz schlechten Stil« vorwirft. Leipold stellt indes klar, dass Arminia zur Kasse gebeten werde, sobald dem 1. FC die Rechnungen vorliegen. 

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