Nach Pokalsensation verliert Arminia 0:2 in Dresden
Zurück in der Realität

Dresden (WB). Nur drei Tage nach dem Sensationssieg im DFB-Pokalviertelfinale gegen Borussia Mönchengladbach musste Arminia Bielefeld am Samstag die achte Saisonniederlage einstecken. Bei Dynamo Dresden verlor der Drittligaspitzenreiter mit 0:2 (0:1).

Samstag, 11.04.2015, 15:18 Uhr aktualisiert: 12.04.2015, 10:22 Uhr
Nach Pokalsensation verliert Arminia 0:2 in Dresden : Zurück in der Realität
Redebedarf: Arminias Kapitän im Kreise seiner Mannschaft nach dem verlorenen Spiel im Dresdner Stadion. Foto: Thomas F. Starke

Trotz der Pleite hat der DSC weiter sieben Punkte Vorsprung auf Relegationsrang drei. Auf Platz zwei lauert Holstein Kiel mit nur noch drei Zählern Rückstand.

Der 120-Minuten-Kampf im Pokal hatte vor allem bei Tom Schütz und Christian Müller Spuren hinterlassen. Beide durften sich noch auf der Bank schonen. Dafür rückten David Ulm und Daniel Brinkmann ins Team.

32. Spieltag: SG Dynamo Dresden vs. DSC Arminia

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Schwung fehlte dem DSC zunächst aber auch mit zwei relativ erholten Kräften. Nach vorne ging es nur mit langen Pässen. Spielerisch lief nicht viel zusammen. Und die Dresdner machten es erstaunlicherweise nicht besser - auch ohne Pokal in den Beinen. Hier ein Schüsschen von Fabian Klos (5. Minute) , da eins von Niklas Kreuzer (13.). Vor den Toren spielte sich vor allem Ungefährliches ab. Damit Leben in die Bude kam, musste Florian Dick schon zu ungewöhnlichen Mitteln greifen. Arminias Standardspezialist zirkelte einen Eckball so scharf vors Tor, dass Dynamo-Torwart Patrick Wiegers den direkten Einschlug nur mit Müh und Not vermeiden konnte (23.).

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Ab Sommer neuer Dynamo-Trainer: Uwe Neuhaus (rechts), langjähriger Übungsleiter beim 1. FC Union Berlin, sah einen Sieg seiner zukünftigen Mannschaft. Foto: Thomas F. Starke

So plätscherte die Partie vor sich hin. Es bedurfte einer äußerst fragwürdigen Entscheidung, um beide Mannschaften aus dem Mittagsschlaf zu holen. Dick traf Dresdens Sinan Tekerci bei einem Sprint im Strafraum völlig unabsichtlich im Gesicht. Dennoch entschied Schiedsrichter Harm Osmers auf Strafstoß. Nils Teixeira trat an und traf für Dynamo (35.). Kurz vor der Pause musste Klos im eigenen Strafraum noch per Kopf vor Michael Hefele klären.

Starker Auftritt in der zweiten Halbzeit reichte nicht aus

Mit richtig Wumms startete die zweite Halbzeit. Aus 16 Metern schoss David Ulm an den Pfosten (48.). Der Aluminiumtreffer war eine klare Ansage der Arminen, dass man ab sofort mehr im Dresdener Stadion anbieten wollte. Dafür brachte Norbert Meier den offensiveren Christian Müller für Daniel Brinkmann und stellte vom 4-2-3-1-System auf ein 4-1-4-1 um. Mit deutlich mehr Biss als im ersten Teil des Spiels traten die Ostwestfalen jetzt auf. Nach 62 Minuten musste Hefele einen Schuss von Sebastian Schuppan kurz vor der Linie abfangen. Trotz lautstarker Dynamo-Kulisse war der DSC nach gut einer Stunde tonangebend.
Erstmals wieder auf sich aufmerksam machten die Gastgeber, als Robert Andrich wenig später nur knapp verzog (65.). Wenig später passte Klos flach zum eingewechselten van der Biezen. Ein Dresdner schnappte dem Stürmer gerade noch den Ball vorm Fuß weg (70.). Im Anschluss wurde Dresden wieder stärker und sorgte für die Vorentscheidung. Aus 16 Metern wuchtete Teixeira den Ball mit seinem zweiten Treffer zum 2:0 in die obere, rechte Torecke (83.). Zu allem Übel sah Felix Burmeister kurz vor Schluss nach zu hartem Einsteigen gegen Niklas Kreuzer noch die Rote Karte (88.).

Statistik

Dresden: Wiegers - Kreuzer, Hefele, Ja. Müller, Teixeira - Moll, Hartmann - Tekerci, Andrich (80. Eilers), Stefaniak (86. Vrzogic) - Baumann (90. Comvalius)

Bielefeld: Schwolow - Dick, Burmeister, Salger, Schuppan - Brinkmann (46. Müller), Junglas - Hemlein (67. van der Biezen), Ulm, Mast (77. Lorenz) - Klos

Schiedsrichter: Osmers (Hannover)

Zuschauer: 21 653

Tore: 1:0 Teixeira (35., Foulelfmeter), Teixeira (83.)

Rote Karte: - / Burmeister (88., grobes Foulspiel) 

Gelbe Karten: Stefaniak, Moll / Dick, Salger

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