Arminen nach Elfmeterpfiff sauer auf den Schiedsrichter
Immer wieder Osmers

Dresden (WB). Annäherungen zwischen Arminen und Schiedsrichter Harm Osmers gibt es nur noch bei Diskussionen. So wie in Dresden, als die Bielefelder sich den Unparteiischen nach dem Abpfiff vorknöpften. Zum wiederholten Mal hatte der 30-Jährige einen fragwürdigen Strafstoß gegen den DSC gepfiffen.

Montag, 13.04.2015, 06:00 Uhr aktualisiert: 13.04.2015, 11:13 Uhr
Arminen nach Elfmeterpfiff sauer auf den Schiedsrichter : Immer wieder Osmers
Christoph Hemlein (Dritter von rechts) diskutiert nach dem Spiel in Dresden mit Schiedsrichter Harm Osmers. Foto: Thomas F. Starke

Viel Aufregung gab es in der 34. Minute. Arminias Florian Dick hatte dem Dresdener Sinan Tekerci bei einem Tackling im Strafraum den Ball weg geschnappt. Anschließend sprang Dick auf, sprintete los und traf Tekerci unabsichtlich im Gesicht. Theatralisch ging der Dynamo-Profi zu Boden und Osmers entschied auf Elfmeter, den Nils Teixeira verwandelte. Tatsächlich gab es den Kontakt zwischen Dick und Tekerci. Der hatte dem Bielefelder zuvor aber an der Hose gezogen. Zudem befand sich Dick bereits vor dem Dresdener und hatte den Ball sicher. Deshalb musste in dieser Situation kaum von einer gezielten Aktion ausgegangen werden. »Für mich war es niemals ein Elfer. Ich stehe auf, gehe in den Sprint, wofür man die Arme braucht, und treffe ihn dann unabsichtlich im Gesicht«, verteidigte sich Dick.

»Eine absolute Frechheit«

Schärfere Worte in Richtung des Unparteiischenen fand Geschäftsführer Marcus Uhlig: »Es ist sehr verhext, wenn wir auf Schiedsrichter Osmers treffen. Was der gepfiffen hat, war eine absolute Frechheit. Ich habe noch nie einen größeren Nicht-Elfmeter gesehen. Wir müssen nicht über einen Pokalfluch sprechen, sondern über einen Osmers-Fluch.« Auch Cheftrainer Norbert Meier fand den Pfiff »äußerst fragwürdig«.

Auf die Palme hatte die Arminen vor allem die bisherige Erfahrung mit Osmers gebracht. In der Hinrunde piff der Unparteiische bei der 2:4-Niederlage in Rostock innerhalb von zwei Minuten zwei Elfer gegen den DSC. Beim Foul von Stephan Salger an Mustafa Kucukovic lag Harm Osmers damals richtig. Vollkommen daneben allerdings bei Sebastian Schuppans angeblichem Foul an Dennis Srbeny. Obwohl der Armine den Rostocker damals nicht berührt hatte, bekam Hansa den Strafstoß zugesprochen und konnte damit 2:0 in Führung gehen.

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