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Mi., 29.04.2015

An Bayern und Frankfurt im Armina im Halbfinale gescheitert – Klappt es heute gegen Wolfsburg? Aller guten Dinge sind drei

Vielleicht gibt es auch im Spiel gegen den VfL Wolfsburg Grund zum Jubel.

Vielleicht gibt es auch im Spiel gegen den VfL Wolfsburg Grund zum Jubel. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Im dritten Anlauf mit einem Sieg über Wolfsburg wäre zum ersten Mal der ersehnte Sprung ins Endspiel des DFB-Pokalwettbewerbs geschafft. Zwei Mal probierte es der DSC bereits, das Ticket in die Hauptstadt zu lösen. Zwei Mal vergeblich. Ein Rückblick:

2004/2005
Der Bundesligaaufsteiger kommt unter Trainer Uwe Rapolder schwer in die Pokalsaison. Beim Amateurklub VFC Plauen siegt Arminia 2:1. Besser läuft es in der zweiten Runde. Bielefeld feiert einen 4:2-Erfolg bei der Zweitvertretung des 1. FC Köln. Im Achtelfinale wird auf der Alm der Karlsruher SC 4:0 abgefertigt, im Viertelfinale dann Hansa Rostock 1:0 bezwungen.

Michael Ballack (beim Kopfball) gibt auf der Alm den Spielverderber. Im Halbfinale 2005 trifft der Bayern-Profi schon nach drei Minuten zum 1:0. Foto: Stefan Hörttrich

Im Halbfinale scheitert Arminia trotz ansprechender Leistung an den Bayern. Michael Ballack (3.) und Roy Makaay per Elfmeter (90.) machen vor 26.601 Besuchern auf der ausverkauften Alm Münchens Endspieleinzug perfekt.

2005/2006
Neue Saison, neues Glück. Der Erstligist nimmt unter Trainer Thomas von Heesen bei Preußen Magdeburg den nächsten Anlauf Richtung Berlin. Dem 3:0-Erstrundensieg folgt daheim ein 2:1 gegen Cottbus. Im Achtelfinale zieht Unterhaching auf der Alm beim 0:2 den Kürzeren.

Frankfurts Ioannis Amanatidis (r.) bejubelt 2006 seinen Siegtreffer gegen Arminia. Foto: Stefan Hörttrich

Im Viertelfinale wird's dramatisch: Gegen Kickers Offenbach muss Arminia ins Elfmeterschießen, qualifiziert sich dank Torwart-Held Mathias Hain mit einem 5:3 für das Halbfinale. In Frankfurt lässt Ioannis Amanatidis die Eintracht jubeln und den Finaltraum der erschreckend passiven Bielefelder platzen.

Dass ein Drittligist im Pokalwettbewerb auch im Endspiel triumphiert, hat es noch nie gegeben, drittklassige Finalisten dagegen schon. Zwar ist Bielefeld seit Einführung der 3. Fußball-Liga zur Saison 2008/09 der erste offizielle Drittligist, der das nationale Cup-Halbfinale erreichen konnte, doch bereits in den vorherigen Jahren sorgten unterklassige Teams für Furore.

Die Amateure von Hertha BSC (1993), Energie Cottbus (1997) und Union Berlin (2001) zogen ins Endspiel ein. Das Trio bezog in den Finals zwar Niederlagen, doch den damaligen Regionalligisten Union und Energie gelang in der jeweiligen Saison der Aufstieg in die 2. Liga.

Kein schlechtes Omen für den DSC, der als aktueller Drittligaspitzenreiter den Aufstieg längst zum wichtigsten Saisonziel erklärt hat.
Bielefeld ist seit 1985, seit das Pokal-Endspiel in Berlin stattfindet, der siebte Halbfinalist, der nicht in einer der ersten beiden Ligen spielt. Kickers Offenbach (1990), Eintracht Trier (1998) und St. Pauli (2006) scheiterten jeweils in der Vorschlussrunde. Das will Arminia besser machen.

Drittligisten im DFB-Pokal-Halbfinale

1990: Kickers Offenbach - 1. FC Kaiserslautern 0:1
1993: Hertha BSC II - Chemnitzer FC 2:1
1997: Energie Cottbus - Karlsruher SC 3:0
1998: Eintracht Trier - MSV Duisburg i.E. 9:10
2001: Union Berlin - Bor. Mönchengladbach i.E. 4:2
2006: FC St. Pauli - FC Bayern München 0:3
2015: Arminia Bielefeld - VfL Wolfsburg

Drittligisten im DFB-Pokal-Finale

1993: Hertha BSC II - Bayer Leverkusen 0:1
1997: Energie Cottbus - VfB Stuttgart 0:2
2001: Union Berlin - FC Schalke 04 0:2

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