DSC rechnet mit rund 3000 Fans in Wiesbaden – heute Westfalenpokal-Halbfinale in Verl
Die Arminen kommen

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat gerade mächtig Anziehungskraft – und das darf man wörtlich nehmen. Zum möglichen Aufstiegsspiel am Samstag beim SV Wehen Wiesbaden (14 Uhr) rechnet der DSC mit rund 3000 eigenen Fans, die nach Hessen reisen – eine schwarz-weißblaue Invasion.

Dienstag, 05.05.2015, 08:00 Uhr aktualisiert: 05.05.2015, 12:20 Uhr
DSC rechnet mit rund 3000 Fans in Wiesbaden – heute Westfalenpokal-Halbfinale in Verl : Die Arminen kommen
Bis zu 3000 Fans wollen ihren Klub, wie hier beim Spiel in Münster, in Wiesbaden zum Aufstieg peitschen. Foto: Thomas F. Starke

Die Ausgangslage steigert die Reiselust. Mit einem Sieg in Wiesbaden hat Arminia den Aufstieg im Sack. Schon das ist Antrieb genug. Zusätzlich soll die Heimspielatmosphäre im Auswärtsstadion helfen. »Wir rechnen insgesamt mit 2500 bis 3000 Fans«, sagt Arminias Fanbeauftragter Thomas Brinkmeier. Durchschnittlich verlieren sich bei Wehens Heimspielen nur 3047 Zuschauer im 12.566 Zuschauer fassenden Stadion. Arminia könnte diese Zahl nun am Samstag auf einen Schlag erreichen, sollte das Maximum von Brinkmeiers Schätzung erreicht werden.

Weil mit dem 2:2 gegen Holstein Kiel bereits am Samstag feststand, dass der DSC am vergangenen Wochenende noch nicht aufsteigen konnte, glühten ab Samstagnachmittag die Telefondrähte in der Geschäftsstelle – viele wollen dabei sein in Wiesbaden. »Wir haben
eine Menge telefoniert. Die 1600 Karten, die wir zuerst zur Verfügung gestellt bekommen haben, waren aber bereits am Wochenende
ausverkauft«, berichtet Brinkmeier. 600 zusätzliche Tickets hat der SV Wehen den Bielefeldern zugeschickt. Diese Karten sind bis einschließlich morgen im Fan- und Ticketshop der Schüco-Arena erhältlich. 1200 weitere Tickets, die an die Gästebereiche angrenzen,
gibt es ab sofort auch in den WESTFALEN-BLATT-Geschäftsstellen.

Brinkmeier: »Alle anderen Arminia-Fans müssen sich Tickets an den Tageskassen kaufen.« 800 Anhänger reisen am Samstag mit dem Sonderzug nach Wiesbaden. Um 7.20 Uhr geht es los. Um 21.20 Uhr ist die Ankunft in Bielefeld geplant. Zusätzlich hat Arminias Fanbetreuung noch zwei Busse für insgesamt 150 Fans organisiert. »Ein Großteil wird aber selbst anreisen, weil die Distanz überschaubar ist«, sagt Thomas Brinkmeier.

Westfalenpokal-Halbfinale

Noch näher liegt Verl. Einige Hundert Arminen werden sich deshalb heute Abend auf den Weg in den Kreis Gütersloh machen. Obwohl es für den DSC im Westfalenpokal-Halbfinale beim SC Verl (18 Uhr, Stadion an der Poststraße) sportlich um nichts mehr geht, werden 800 Fans aus Bielefeld erwartet. Denn weil Arminia bereits sicher über die Liga für den DFB-Pokal in der kommenden Saison qualifiziert ist, ist nicht mehr viel Musik drin im OWL-Derby. Trainer Norbert Meier kündigt deshalb an: »Ganz sicher werden wir nicht mit der vollen Kapelle in Verl spielen.«

Der Trainer wird vor allem auf Nachwuchskräfte und die Spieler aus dem Profikader setzen, die in der Saison kaum Einsatzzeiten hatten.
Von den Profis laufen voraussichtlich Manuel Hornig, Marc Lorenz, Daniel Brinkmann, Pascal Testroet, Jerome Propheter, Koen van der Biezen, Sebastian Hille und Torwart Jarno Peters gegen den Regionalligisten auf.

Um viel mehr geht es für die Verler. Schaffen sie den Finaleinzug, wäre die Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals garantiert. Das Endspiel erreicht hat bereits Viertligist Sportfreunde Lotte, die Arminias Ligakonkurrenten Preußen Münster im Halbfinale ausgeschaltet hatten. Verls Trainer Andreas Golombek, von 1986 bis 1990 selbst beim DSC am Ball, ist sich trotz der sportlichen Ausgangslage sicher, dass der Drittligist das Spiel heute nicht abschenken wird: »Ich glaube nicht, dass Arminia sich hier bei uns blamieren will.«

Kommentare

Rolf  schrieb: 05.05.2015 10:33
Fehler im Artikel
"Um viel mehr geht es für die Verler. Schaffen sie den Finaleinzug, wäre die Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals garantiert.". Das ist falsch. Seit dieser Saison qualifiziert sich nur noch der Sieger des Westfalenpokals für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde.
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