Arminia will den Aufstieg in Wiesbaden klarmachen
Meier rechnet nicht

Bielefeld (WB). Folgt die Krönung einer nahezu perfekten Saison am Samstag in Wiesbaden? Oder muss Arminia Bielefeld noch ein bisschen auf den Aufstieg in die 2. Liga warten? Bei einem Sieg ist alles klar für den DSC, unabhängig von der Konkurrenz. Trainer Norbert Meier: »Wir rechnen nicht.«

Freitag, 08.05.2015, 14:08 Uhr aktualisiert: 09.05.2015, 09:31 Uhr
Arminia will den Aufstieg in Wiesbaden klarmachen : Meier rechnet nicht
»Zeigen, dass wir bereit sind«: Trainer Norbert Meier möchte in Wiesbaden mit Arminia den Aufstieg schaffen. Foto: Thomas F. Starke

Er und seine Mannschaft treten am Samstag um 14 Uhr (live im WDR) in Hessen an, »um zu gewinnen. Mit dem Aufstieg würden wir die Saison krönen«, sagte Meier gestern. Auch bei einem Unentschieden und sogar bei einer Niederlage könnte Arminia die vorzeitige Rückkehr in Liga zwei an diesem 36. Spieltag gelingen, wenn die Konkurrenz mitspielt. Dann stünde der Aufstieg aber erst am Sonntag fest, nach dem Spiel des aktuellen Tabellenzweiten MSV Duisburg bei Rot-Weiß Erfurt.

Party im Keller

Groß gefeiert werden soll an diesem Wochenende jedenfalls in Bielefeld noch nicht, auch wenn das große Ziel morgen erreicht werden sollte. Norbert Meier hat gestern erklärt, wie er den Triumph genießen würde. »Ich habe meinen Vermieter schon gefragt, er hat einen dunklen Keller. Sie wissen ja, dass ich da zum Lachen hingehe«, scherzte er gestern während der Pressekonferenz.

Natürlich würde sich der aufstiegserprobte Coach auch riesig freuen, wenn er nach dem Abstieg vor einem Jahr nun den angestrebten Aufstieg realisieren würde. Seine Rolle tat der 56-Jährige gestern aber ab. »Ich bin nur ein Teil des Gesamten. Wenn wir es schaffen, hat die Mannschaft ein fantastisches Jahr gespielt«, übte sich der Trainer in Bescheidenheit. Dass mehr als 3000 Arminia-Fans die Reise nach Wiesbaden mitmachen, findet Meier »herrlich«. Von einer Belastung, weil die Anhänger morgen den Aufstieg feiern wollen, will der Coach nichts wissen. »Wir freuen uns einfach über die Unterstützung. Ich habe schon oft gesagt, dass die Fans unser zwölfter Mann sind. Sie sind ein Garant für uns. Wir haben zusammen viele tolle Momente erlebt, so soll es noch weitergehen«, lobte Meier die Anhänger.

Gut erholt

Dass seine Spieler endlich mal wieder keine Englische Woche hinter sich haben, kommt dem DSC entgegen. Dass Arminia am Dienstag im Westfalenpokal-Halbfinale beim Regionalligisten SC Verl antreten musste, stört Meier in seiner Betrachtung nicht, weil er alle Stammspieler schonte. Und auch das Ausscheiden nach dem 1:2 ärgert ihn kein bisschen. »Normalerweise verursacht es bei mir immer Plaque, wenn ich ein Spiel verliere. Dieses Mal war ich nicht böse«, verriet Meier. Das Endspiel bestreitet Verl am 14. Mai gegen SF Lotte. Zwei Tage danach soll die große Aufstiegsparty des DSC im Rahmen des Heimspiels gegen Drittligaabsteiger Jahn Regensburg steigen. »Für den Westfälischen Fußballverband ist es besser, dass Verl und Lotte das Finale spielen. Wir hätten keinen Profi aufgeboten«, versicherte der Arminia-Trainer.

Die Partie morgen ist das 46. Pflichtspiel des DSC in dieser Saison. »Die Jungs müssen noch mal abrufen, was drin ist in Kopf und Körper«, forderte Meier, der auch die in Verl verletzt ausgewechselten Manuel Hornig und Koen van der Biezen mitnehmen kann. Wehen Wiesbadens Trainer Christian Hock, der nach der Saison von Sven Demandt (derzeit Coach der U23 von Borussia Mönchengladbach) beerbt werden soll, kündigt den Arminen einen heißen Tanz an: »Wir wollen nicht zulassen, dass ein anderer Klub in unserem Stadion feiert.«

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