Für den Arminen wäre der Aufstieg jetzt mehr wert als vor zwei Jahren
Müllers Mission

Bielefeld(WB). Christian Müller hat eine Mission. Er will mit Arminia Bielefeld den Aufstieg in die 2. Liga realisieren. Nach dem Abstieg 2011 hatte der gebürtige Berliner den Verein verlassen (müssen). Nach dem Abstieg im Vorjahr ist er beim DSC geblieben. »Ich wollte es wiedergutmachen«, sagt der 31-Jährige.

Freitag, 15.05.2015, 08:39 Uhr aktualisiert: 15.05.2015, 08:46 Uhr
Für den Arminen wäre der Aufstieg jetzt mehr wert als vor zwei Jahren : Müllers Mission
Christian Müller (rechts) hofft auf seinen zweiten Zweitligaaufstieg mit Arminia. Foto: Thomas F. Starke

Jetzt ist er auf dem besten Weg dahin. Samstag (13.30 Uhr, Schüco-Arena/live im WDR Fernsehen)  steht noch Absteiger SSV Jahn Regensburg im Weg, mit einem Sieg ist den Arminen (70 Punkte) die direkte Rückkehr in die 2. Liga nicht mehr zu nehmen. Abhängig vom Verfolgerduell zwischen Duisburg (68) und  Kiel (67)  könnte auch ein Punkt reichen.

»Ich wollte 2011 hierbleiben, aber es passte nicht mehr«, erinnert sich Müller. Arminia wollte den Umbruch, auch der finanziellen Situation geschuldet, und Müller erhielt keinen neuen Vertrag. Der offensive Mittelfeldspieler schloss sich Energie Cottbus an, um im September 2012 wieder nach Ostwestfalen zurückzukehren. Es folgte der Aufstieg 2013 und der sofortige Abstieg durch das Drama gegen Darmstadt. Jetzt steht schon wieder der nächste Aufstieg bevor.

»Ich gehe davon aus, dass es am Samstag klappt. Das wäre dann doppelt emotional: Wir sind im Pokal weit gekommen, und der Aufstieg wäre der  krönende Abschluss dieser Saison für uns als Mannschaft, für die Fans, das Umfeld und die Sponsoren, die dem Verein nach dem Abstieg treu geblieben sind«, sagt »Mü«, wie Müller von seinen Mitspielern genannt wird. Jeder Aufstieg sei speziell, aber in diesem Jahr »wäre er für mich persönlich noch mehr wert als vor zwei Jahren«, sagt Müller. Eben weil er nun mitgeholfen hätte, den Abstieg zu »reparieren«.

»Sind jetzt deutlich erfahrener«

Im Vergleich zur Aufstiegsmannschaft 2013 sieht der bisher neunmalige Saisontorschütze einige Unterschiede, aber auch Parallelen. »Damals hatten wir eine viel jüngere Mannschaft, jetzt sind wir deutlich erfahrener. 2013 haben nur wenige geglaubt, dass wir es schaffen. Dieses Mal wurde es ja fast von uns erwartet, auch aufgrund der Neuzugänge«, erklärt Müller. Gemeinsam haben die Mannschaften von 2013 und von heute den ausgeprägten Teamgeist. »Wir gehen oft zusammen essen, schauen zusammen Fußball oder einige von uns spielen Golf. So etwas gibt es nicht überall, und dieser Zusammenhalt  spiegelt sich auch auf dem Platz wider. Jeder ist für den anderen da«, schwärmt der Routinier.

Auch wenn Regensburg nun als Absteiger und schwächstes Auswärtsteam der Liga nicht zum Partycrasher taugen sollte, warnt Müller vor dem Schlusslicht: »Sie haben überhaupt keinen Druck. Den hatte Wiesbaden auch nicht, da hat man gesehen, wozu das führen kann. Aber wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, sind wir der Sieger«, ist er überzeugt.
Manuel Hornig ist am Mittwoch gelaufen, der Innenverteidiger verspürt nach seinen muskulären Problemen Besserung und könnte am Samstag zum Kader gehören.

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