Arminia führt positive Sponsorengespräche – Bedingungen für Nachlizenzierung werden erfüllt
Aufschwung dank Aufstieg

Bielefeld (WB). Der Zweitligaaufstieg hat dem DSC Arminia Bielefeld wirtschaftlich noch einmal Aufschwung verliehen und damit die Planungen erleichtert. Nicht nur die Nachlizenzierung steht kurz vor dem Abschluss. Auch von den Sponsoren gibt es positive Signale.

Donnerstag, 28.05.2015, 08:08 Uhr aktualisiert: 28.05.2015, 09:12 Uhr
Arminia führt positive Sponsorengespräche – Bedingungen für Nachlizenzierung werden erfüllt : Aufschwung dank Aufstieg
DSC-Geschäftsführer Gerrit Meinke. Foto: Thomas F. Starke

Zunächst einmal haben die Verantwortlichen aber nur den 3. Juni im Blick. Bis zum kommenden Mittwoch, 15.30 Uhr, muss der DSC seine Unterlagen zur Nachlizenzierung für die 2. Liga bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt am Main eingereicht haben. Nachbesserungen waren im wirtschaftlichen und strukturellen Bereich, etwa beim Stadion, notwendig. »Die Erfüllung der Bedingungen stellt kein Problem dar. Wir gehen davon aus, dass wir die Unterlagen bis zum Montag Richtung Frankfurt schicken«, sagt Geschäftsführer Gerrit Meinke. Bereits gestern hat ein Wirtschaftsprüfer, wie in den Lizenzierungsbedingungen der DFL gefordert, die Dokumente unter die Lupe genommen. Meinke: »Es fehlen nur noch ein, zwei Schriftstücke, die wir in dieser Woche zusammenbekommen«. Schon in der übernächsten Woche rechnet der Klub dann mit einer DFL-Reaktion.

Abermals Investitionen nötig

Mehr Zeit gibt es bei der Behebung der strukturellen Probleme. »Diese Nachbesserungen müssen wir bis Mitte Juli nachweisen«, erklärt Gerrit Meinke. So muss etwa die Video-Überwachungsanlage der Schüco-Arena erneuert werden, was mit »einigen Investitionen« (Meinke) verbunden ist.

Diese könnten mit Hilfe der Sponsoren kompensiert werden. Die nun sichere Zweitligarückkehr des DSC hat noch einmal die Bereitschaft der Geldgeber erhöht, den Klub zu unterstützen. »In Gesprächen haben wir sehr positive Rückmeldungen erhalten, was die Verlängerung von Partnerschaften betrifft. Wir können also mit weiterer und vielleicht sogar mit mehr Unterstützung rechnen«, betont der Geschäftsführer.

Jerome Propheter hat keine Zukunft bei Arminia

Unterdessen treibt Sportchef Samir Arabi die Kaderplanung voran. Ein Fragezeichen steht für die kommende Saison hinter Peer Kluge, der nach seiner Hüftoperation weiter in der Reha ist. »Nach so einer OP ist die Genesung langwierig. Wir hoffen, dass Peer schnell wieder auf die Beine kommt«, sagt Arabi. Ob und wann Kluge aber überhaupt eine Alternative für die Zukunft wird, ist fraglich. Keine Zukunft mehr beim DSC hat wohl Jerome Propheter. Der Innenverteidiger kam in der abgelaufenen Serie nur auf 97 Minuten Einsatzzeit in der 3. Liga.

Kommentare

Theo-der-Flieger  schrieb: 29.05.2015 14:28
Kaderplanung
Das Thema Neuverpflichtungen wird entscheidend sein, ob der bisher so solide und auf Kontinuität
ausgerichtete Kurs auch sportlich weiter umgesetzt werden kann. Glücksgriffe wie in der letzten Saison sind
keinesfalls selbstverständlich und jedes Jahr sechs oder mehr neue Spieler erfolgreich zu integrieren,
ist ein Spiel mit dem Feuer.

Punktuelle, sehr gezielt ausgerichtete Neuverpflichtungen machen u. U. mehr Sinn, als hier in die Breite
zu investieren.

Anders als beim letzten Zweitligaaufstieg verfügt der Verein über eine solide, zweitligataugliche Basis an
Spielern, auf der man aufbauen kann. Trotz der hohen Schulden darf auch 'mal etwas Geld in die Hand genommen werden; nur mit ablösefreien Akteuren wird man auf Dauer nicht viel erreichen, zumal die
unerwarteten Pokalmehreinnahmen solch ein Vorgehen allemal rechtfertigen sollten.

Lassen wir uns [ hoffentlich positiv ] überraschen...
fomi  schrieb: 28.05.2015 13:14
Den Schwung nutzen
Eine grandiose Saison ist zu Ende. Alle im und um den Verein herum sind in positiver Stimmung. Diese Grundhaltung sollten alle beibehalten. Die Sponsoren zeigen es durch vermehrtes Egagement und die Fans können es durch den Kauf einer Dauerkarte tun, die darüber hinaus noch nie so viele Vorteile hatte. Möglichst gut besuchte, stimmungsvolle Heimspiele sind immer gut für die Sponsoren und pushen ausserdem die Mannschaft.

Auch wenn Arminia dieses Mal mit der Kaderplanung früher und etwas entspannter anfangen kann, so wird es, wie bei den meisten anderen Vereinen auch, Spätverpflichtungen von Spielern geben, da das Transferfenster noch lange geöffnet ist. Da helfen die Einnahmen aus dem Dauerkartenverkauf sehr. Schließlich bleibt die finazielle Gesamtlage von Arminia natürlich angespannt.

Ich bin mir sicher, dass wir eine gute Zweitligasaison erleben werden, wenn die Vereinsführung weiter so ruhig und solide arbeitet und das Umfeld in der Erwartungshaltung nicht überdreht. Wenn Alle die Freude, die uns Arminia mit der letzten Saison gemacht hat, in die neue Saison mitnehmen, dann werden wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Und das wäre angesichts der vielen attraktiven und wirtschaftlich potenteren Gegner in Liga 2 eine weitere Freudensaison!
2 Kommentare
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