DSC verliert nach starkem Start 0:1 gegen RB Leipzig - schärfere Sicherheitskontrollen beim Einlass - keine Zwischenfälle
Die Bullen sind zu stark

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat die dritte Saisonniederlage kassiert und kommt dem Tabellenkeller als 14. wieder ein kleines Stückchen näher. Dabei war der Aufsteiger gegen die Millionentruppe von RB Leipzig 30 Minuten lang sogar das bessere Team, musste am Ende aber eine 0:1 (0:1)-Niederlage hinnehmen. Damit bleibt der DSC auch im siebten Versuch ohne Heimsieg.

Samstag, 21.11.2015, 14:50 Uhr aktualisiert: 21.11.2015, 22:36 Uhr
DSC verliert nach starkem Start 0:1 gegen RB Leipzig - schärfere Sicherheitskontrollen beim Einlass - keine Zwischenfälle : Die Bullen sind zu stark
Arminias Christopher Nöthe im Zweikampf mit Willi Orban. Foto: Thomas F. Starke

Schon der Empfang für die Gäste war alles andere als ein warmer. Als die Leipziger den Rasen betraten, liefen sie auf ein großes Spruchband mit dem Text "Die Ware Fußball ist nicht der wahre Fußball" zu. Als der Ball rollte, begleitete ein Pfeifkonzert jeden Ballbesitz der Roten Bullen - beliebt klingt anders. Ruhig blieb es vor dem Stadion, wo es nach den terroristischen Angriffen der vergangenen Tage verstärkte Sicherheitskontrollen gab. Im Gegensatz zu den vorherigen Heimspielen mussten die Zuschauer beim Einlass lediglich längere Wartezeiten ertragen.

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Wegen stärkerer Sicherheitsmaßnahmen und Kontrollen gab es längere Wartezeiten am Einlass. Foto: Thomas F. Starke

Sportlich hielt der DSC auf dem Platz dagegen. Deutlich aktiver als in den vergangenen Wochen startete der Aufsteiger gegen die mit Brause-Millionen getunten Leipziger. Mit Schaum vor dem Mund kämpfte die Mannschaft von Trainer Norbert Meier um jeden Ball und hatte damit deutlich mehr vom Spiel als die Gäste. Als belebendes Element wirkte sich die Rückkehr von Manuel Junglas aus, der für David Ulm in die Startelf gerückt war.

Leipzig verleiht Arminia Flügel

Es schien, als verleihe ausgerechnet der Gegner den Arminen Flügel. Nach 18 Minuten schoss Christopher Nöthe knapp vorbei. Einen Kopfball des DSC-Angreifers musste RBL-Torwart Fabio Coltorti kurz danach entschärfen (22.). Und wieder war es Nöthe, der Coltorti zur nächsten Glanztat zwang (27.). Der DSC bot nicht nur Paroli, sondern gab mehr als 30 Minuten lang klar den Ton an, hatte nach 36 absolvierten Minuten sogar etwas mehr Ballbesitz (51:49) als die spielstarken Bullen.

Auf der fünf Grad kalten Alm kochte die Stimmung aber nur bis zur 39. Minute. Leipzig hatte mittlerweile besser ins Spiel gefunden und nutzte gleich die beste Chance zur Führung. Ex-Armine Diego Demme hatte den Ball zu Davie Selke gechippt, der die Kugel aus halblinker Position im Tor unterbrachte. Mit dieser kalten Dusche ging es in die Halbzeit.

Nach der Pause wirkt Leipzig zielstrebiger

Mit der Führung im Rücken zog das Team von Trainer Ralf Rangnick nun ein deutlich reiferes und zielstrebigeres Spiel auf als noch in der ersten Halbzeit. Die Arminen hatten nun deutlich mehr Mühe, mal dazwischen zu kommen. So dauerte es beinahe eine Viertelstunde, bis die Hausherren mal wieder gefährlich vor dem Bullen-Kasten auftauchten. Fabian Klos legte auf Tom Schütz ab, der aus kurzer Distanz verzog (58.). Die Arminen konnten dennoch etwas Positives für sich verbuchen. Nach der Halbzeit wechselte Norbert Meier den lange verletzten Christian Müller für Christoph Hemlein ein. Und die Fans feierten ihren "Mü".

15. Spieltag: DSC Arminia vs. RB Leipzig

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Ansonsten gab es deutlich weniger erfreuliche Momente als in den ersten 45 Minuten. Leipzig machte weiter das Spiel und die Arminen liefen größtenteil hinterher. Nach 73 Minuten hatten die Arminen gleich doppelt Glück. Erst hielt DSC-Schlussmann Wolfgang Hesl einen Schuss von Stefan Ilsanker. Der Abpraller drehte sich Richtung Tor, wo Stephan Salger den Ball gerade noch über der Linie erwischte und weg drosch.

Die beste Chance des zweiten Durchgangs hatte Klos in der 90. Minute auf dem Fuß. Nach einer Flanke von Müller bekam Arminias Angreifer den Ball in der Strafraummitte auf den Fuß, doch Coltorti entschärfte den Schuss. Kurz darauf war Schluss.

Statistik

Bielefeld: Hesl - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Junglas (65. Görlitz), Behrendt (85. Ulm), Schütz, Hemlein (46, Müller) - Nöthe, Klos

Leipzig: Coltorti - Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg - Ilsanker, Demme (84. Khedira) - Kaiser, Sabitzer, Forsberg (65. Jung) - Selke (74. Poulsen)

Schiedsrichter: Gerach (Landau)

Zuschauer: 18.664

Tore: 0:1 Selke (39.)

Gelbe Karten: Salger / Kaiser

Kommentare

kmr  schrieb: 23.11.2015 15:28
Ware Fußball
Ich bin für die Abschaffung der Ware Fußball. Dann muß ich nicht mehr die Schüco und was weiß ich für Werbung sehen :-)
1 Kommentare
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