Bei Arminias bislang letztem Zweitliga-Heimsieg gegen den KSC gab es Tickets geschenkt
Eine einmalige Geschichte

Bielefeld (WB). Arminia gegen Karlsruhe: Das Duell dieser Traditionsklubs ist quer  durch alle Profiligen ein Dauerbrenner im deutschen Fußball. Dass der DSC zuletzt ein Zweitligaheimspiel gegen den KSC gewinnen konnte, war am 8. Mai 2011.

Freitag, 04.12.2015, 06:30 Uhr aktualisiert: 04.12.2015, 14:22 Uhr
Bei Arminias bislang letztem Zweitliga-Heimsieg gegen den KSC gab es Tickets geschenkt : Eine einmalige Geschichte
Mit einem 2:1 gegen Karlsruhe verabschiedete sich Trainer Ewald Lienen 2011 von den Fans. Nach der Saison verließ er den DSC. Foto: Thomas F. Starke

Tabellenschlusslicht Bielefeld stand an diesem vorletzten Spieltag längst als Absteiger fest – trotzdem war die Alm proppenvoll. Eine ebenso einmalige wie verrückte Geschichte. Der heutige Hauptsponsor Alpecin hatte damals 15.000 Karten gekauft und an die Fans verschenkt. Mehr als 24.000 Zuschauer kamen ins Stadion, um den DSC aus der 2. Liga zu verabschieden.

Schon nach der Hinrunde war Arminia so weit abgeschlagen  Letzter, dass die Verantwortlichen um den damaligen Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier aus Furcht vor dem  drohenden  Zuschauerschwund das »Ticket mit Sieggarantie« auf den Markt brachten. Die Idee dahinter: Wer zum Rückrundenheimauftakt gegen den FSV Frankfurt  eine Karte kaufte, durfte damit so oft ein Zweitligaheimspiel in der Schüco-Arena anschauen, bis Arminia  wieder gewinnen würde. Aus dem erhofften  Marketing-Coup wurde ein Voll-Flop. Arminia wurde mit jedem missglückten Versuch, endlich zu Hause zu gewinnen, mehr und mehr zum Gespött.  Von der billigsten Dauerkarte der Liga war die Rede. Wer ein »Ticket mit Sieggarantie« gekauft hatte, sah am Ende acht Heimspiele zum Preis von einem. Dass Trainer Ewald Lienen und seinem Team ausgerechnet im letzten (!) Heimspiel gegen Karlsruhe mit 2:1 der erste Sieg vor eigenem Publikum gelang, war die Pointe einer Saison zum Vergessen.

Schuppan: »Wir brauchen Punkte. Wo die herkommen, ist mit egal.«

Auch vor dem nächsten Spiel gegen den KSC am Samstag (13 Uhr) auf der Alm wartet Arminia seit einer gefühlten Ewigkeit auf einen Heimsieg. Den letzten gab es im April im Drittligaspiel gegen Münster (2:1). Doch auf die Idee, das »Ticket mit Sieggarantie« neu aufzulegen, käme  bei Arminia niemand mehr. Im Unterschied zu damals hilft dem DSC diesmal eine starke Auswärtsbilanz, die Heimscharte auszuwetzen. »Wir brauchen Punkte. Wo die herkommen, ist mit egal. Die Punkte, die wir  auswärts holen, zählen genau so viel wie die, die wir zu Hause holen«, sagt Außenverteidiger Sebastian Schuppan trotzig. Ähnlich sieht das Trainer  Norbert Meier: »Wir haben noch ein Spiel bis zur Liga-Halbzeit und sind mit 17 Punkten absolut im Normbereich.«

Dennoch: Eine komplette Halbserie ohne Heimerfolg werden die Arminen weder sich noch ihren Fans antun wollen, zumal der Zuspruch trotz  anhaltender Sieglosigkeit  bislang  gut ist. Mehr als 17.000 Besucher kamen  im Schnitt zu den Heimspielen. Morgen rechnet der DSC gegen den Tabellenelften mit 15.000 Fans. Dann soll gegen den KSC erneut das Ende einer schwarzen Serie markiert werden.

Kommentare

Leo-Armine  schrieb: 05.12.2015 09:26
War ja auch eine einmalige Saison, oder? Mit Spielern, die in Trikots aufliefen, die gewöhnlicherweise zu runden Geburtstagen beflockt werden.
1 Kommentare
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