Arminen wollen im letzten Hinrundenspiel den ersten Heimsieg
Junglas: »Unsere Geduld ist am Ende«

Bielefeld (WB). Wenn die Arminen einen Wunsch beim Nikolaus frei hätten, müssten sie nicht lange überlegen: Im letzten Hinrunden-Heimspiel an diesem Samstag (13 Uhr, Alm) gegen den Karlsruher SC soll endlich der erste Erfolg im eigenen Stadion her.

Samstag, 05.12.2015, 11:26 Uhr aktualisiert: 05.12.2015, 12:01 Uhr
Arminen wollen im letzten Hinrundenspiel den ersten Heimsieg : Junglas: »Unsere Geduld ist am Ende«
Manuel Junglas will sich, wie hier beim 0:1 gegen Leipzig, richtig ins Zeug legen, damit es endlich mit dem ersten Heimsieg klappt. Foto: Thomas F. Starke

»Es ist ja Vorweihnachtszeit, da kauft man Geschenke für die Lieben. Das, was wir uns und unseren treuen Fans schenken wollen, kann man nicht kaufen: das ist der erste Heimsieg«, sagt Bielefelds Trainer Norbert Meier. Gegen den KSC versuchen es die Arminen zum achten Mal. Bisher stehen fünf Unentschieden und zwei Niederlagen zu Buche.

Erst zwei Tore auf der Alm

»Normalerweise legt man als Aufsteiger die Basis für den Klassenerhalt zuhause, wir haben auswärts mehr Punkte geholt. Jetzt wollen wir alles tun, damit sich das ändert. Dafür müssen wir hoch konzentriert sein, hart arbeiten und mutiger sein«, fordert Meier. Die sich bietenden Möglichkeiten müsse die Mannschaft »brutal nutzen«. An der Chancenverwertung hapert es ungemein.

Erst zwei Tore konnten die Fans in dieser Saison in der Schüco-Arena bejubeln. Die Torflaute allein auf die Offensive zu schieben, ist dem Trainer aber zu einfach. »Tore zu erzielen ist nicht nur Aufgabe der Angreifer«, stellt Meier klar.

Abschlusstraining im Stadion

Ob veränderte Abläufe bei traditionell dem Aberglauben nicht abgeneigten Fußballern helfen? Das Abschlusstraining am Freitag fand in der Arena statt und nicht auf dem Trainingsgelände. Und da laut Meier in ganz Bielefeld alle Hotels ausgebucht sind, trifft sich die Mannschaft erst am Spieltag um 10 Uhr, isst zusammen, geht spazieren und wird in einer kurzen Sitzung auf den KSC vorbereitet, ehe es zum Stadion geht.

Zu dem Stadion, in dem Arminia in der vergangenen Saison eine wahre Macht wahr. »Ohne der 3. Liga zu nahe treten zu wollen, ist die 2. Liga natürlich deutlich stärker und die Gegner bringen mehr Qualität mit«, so Meier, der betont, dass ein Nachlassen von nur fünf Prozent keine gute Ausgangsposition sei, um in dieser Liga Spiele zu gewinnen.

Keine Führung in bisher sieben Heimspielen

Manuel Junglas versichert, dass die Mannschaft gewillt ist, »90 Minuten Gas« zu geben. »Und wenn wir das schaffen, bin ich guter Dinge, dass wir gewinnen. Unsere Geduld ist auch am Ende, wir Spieler wollen unbedingt den ersten Heimsieg«, sagt der Mittelfeldspieler.

Dass er oder seine Mitspieler verkrampfen könnten, weil der Wunsch nach dem Dreier so groß ist, glaubt der 26-Jährige nicht. »Wir waren auch in den letzten Heimspielen nicht verkrampft. Ich sehe auch keinen Grund dafür.« Man müsse »einfach mal in Führung gehen, dann verlaufen die Spiele anders«. Eine Führung war den Bielefeldern in ihren bisher sieben Heimspielen nicht ein Mal vergönnt.

Meier: »Duell auf Augenhöhe«

Meier erwartet gegen Karlsruhe einmal mehr »ein Duell auf Augenhöhe. Kleinste Kleinigkeiten können entscheidend sein.« Mit einem Sieg wäre der DSC (17 Punkte) aus Meiers Sicht »absolut in einem guten Bereich«.

Julian Börner und Christoph Hemlein, die in Berlin erkrankt gefehlt hatten, sind wieder fit. Auch Christopher Nöthe, der unter der Woche aufgrund muskulärer Probleme einige Trainingseinheiten verpasste, gehört zum Kader. So fehlen nur der Langzeitverletzte Daniel Brinkmann und der gesperrte Brian Behrendt.

Arminia rechnet mit 16.000 Fans, davon 800 aus Karlsruhe.

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