Mit einem Sieg heute gegen Duisburg kann der DSC mindestens auf Platz neun springen
Arminias große Chance

Bielefeld (WB). Die anderen haben die Vorarbeit geleistet, jetzt muss Arminia nur noch vollenden. Weil fast alle in der Tabelle hinter Bielefeld platzierten Teams an diesem 20. Zweitligaspieltag verloren haben, kann der DSC mit einem Sieg an diesem Montag (20.15 Uhr, Schüco-Arena/Sport1) gegen den MSV Duisburg einen weiteren Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Montag, 08.02.2016, 14:12 Uhr aktualisiert: 08.02.2016, 14:55 Uhr
Mit einem Sieg heute gegen Duisburg kann der DSC mindestens auf Platz neun springen : Arminias große Chance
Armine Fabian Klos (hier eine Szene aus dem Hinspiel/2:2) hat seinen Platz in der Startelf sicher. Foto: Starke

»Ich habe die Ergebnisse der anderen natürlich gesehen. Das muss ein Ansporn für uns sein, sogar ein paar Plätze nach oben zu klettern«, sagte Arminias Außenverteidiger Florian Dick. Mit einem Sieg würden die Ostwestfalen einen Satz von Platz 13 auf neun machen. Bei einem Sieg mit zwei Treffern Differenz ist sogar Rang acht drin.

DSC-Trainer Norbert Meier: »Wir nehmen natürlich wahr, wie die anderen gespielt haben. Aber das tut der MSV auch.« Was Meier meint: Weil 1860 München (17.) und Paderborn (16.) unterlagen, wittern die Duisburger am Tabellenende Morgenluft. Mit einem Sieg auf der Alm wären sie wieder im Geschäft.

Meier erwartet Feuer und Aggressivität

Deshalb erwartet Meier auch einen Gegner, der »mit Feuer und Aggressivität auftreten wird. Wir dürfen uns davon nicht überraschen lassen«, verlangt der Coach von seinem Team höchste Konzentration und Seriosität im Spiel gegen das Schlusslicht. Dann könne man an die starke Serie vom Jahresende anknüpfen, als von den letzten acht Spielen vor der Winterpause nur eines verloren wurde.

Die heutige Partie ist eine der ganz wenigen, in die der DSC als Favorit geht. Denn wer die Heimbilanz der Arminen (neun Punkte aus neun Spielen) als ausbaufähig bezeichnet, kommt nicht umhin, die Auswärtsbilanz des MSV desaströs zu nennen. Nur einen Punkt aus neun Partien sammelten die Meidericher auf des Gegners Plätzen.

MSV-Coach Ilja Gruew: weniger Fehler, mehr Tore

»Wir müssen weniger Fehler machen und mehr Tore«, fordert daher MSV-Coach Ilja Gruew. In Angreifer Tomané, der Ende Januar vom portugiesischen Erstligisten Vitoria Guimaraes ausgeliehen wurde, und Baris Özbek (zuletzt vereinslos, davor Kayserispor/Türkei) hat Duisburg im Winter durchaus prominente Neuzugänge verpflichtet.

Insbesondere auf Tomané ruhen die Hoffnungen. »Er kommt aus dem laufenden Spielbetrieb und ist ein Mann mit Qualität, der uns sofort weiterhelfen kann«, meinte Gruew über den Portugiesen.

Gut möglich, dass die Zebras die Alm mit zwei Spitzen zu stürmen versuchen werden. Neben Tomané wird Kevin Scheidhauer (ein Saisontor) erwartet. Damit rechnet auch Meier, denn: »Worauf wollen sie noch warten?«

Aufstellung bleibt Geheimnis

Aus seiner eigenen Aufstellung macht der Coach weiterhin ein großes Geheimnis. Nachdem die letzten drei Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten wurden, setzte der Coach auch in der gestrigen Pressekonferenz sein Pokerface auf. So lobt Meier ausdrücklich Sebastian Schuppan (»Er hat gut gearbeitet«). Ob er ihn anders als am Ende des Vorjahres diesmal wieder von Beginn an berücksichtigen werde, sagte er nicht.

Immerhin ließ sich der Coach entlocken, dass alle drei Wintertransfers zumindest zum 18er-Aufgebot gehören werden. Ob einer der Neuen – Francisco Rodriguez, Seung-Woo Ryu, Andreas Voglsammer – sogar anfangen darf, verriet er nicht. Dass David Ulm nach auskuriertem Magen-Darm-Infekt laut Meier wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sei, spricht wohl dafür, dass der offensive Mittelfeldspieler zur Startformation gehören wird.

Keine Rolle spielen dagegen Daniel Brinkmann (Rückstand nach Pfeifferschem Drüsenfieber), Steffen Lang (krank) und Michael Görlitz (Rückstand nach Knieverletzung).

So könnte Arminia spielen

Hesl - Dick, Börner, Behrendt, Salger - Schütz, Junglas - Hemlein, Ulm, Voglsammer - Klos

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