Arminia und das TV-Geld
Platz neun bringt (noch) nicht viel

Bielefeld (WB/jen).  Durch das 2:1 gegen den MSV Duisburg hat Arminia Bielefeld in der Zweitligatabelle einen Sprung auf Platz neun gemacht. Unmittelbare finanzielle Auswirkungen hat das aber nicht. War es früher so, dass für die Berechnung des TV-Geldes, das jeder Verein anteilig bekommt, am Ende der durchschnittliche Tabellenplatz gewertet wurde, zählt inzwischen nur noch der Rang, den die Vereine am 34. und letzten Spieltag belegen.

Donnerstag, 11.02.2016, 10:08 Uhr aktualisiert: 11.02.2016, 12:43 Uhr
Norbert Meier ist mit Arminia Neunter der 2. Liga. Foto: Starke
Norbert Meier ist mit Arminia Neunter der 2. Liga. Foto: Starke

Außerdem werden fünf Spielzeiten berücksichtigt und nicht mehr vier, also für die kommende Saison die Spielzeiten 2011/12 bis 2015/16. Maßgeblich sind allerdings nur Platzierungen in der 1. und 2. Liga. Arminia spielte von den vergangenen fünf Saisons nur 2013/14 und in der laufenden Spielzeit in der 2. Liga, ansonsten lediglich in Liga drei. »Wir werden uns für die kommende Saison nicht groß verbessern können«, sagt Arminias Sportchef Samir Arabi deswegen. In der TV-Geldtabelle für die laufende Saison wurde der DSC als Letzter eingestuft und kassierte etwa 5,2 Millionen Euro aus den Fernsehverträgen. Insgesamt schüttete die Deutsche Fußball-Liga (DFL) 850 Millionen Euro an die 36 Profivereine aus. Am meisten erhielt natürlich der FC Bayern München mit etwa 40,4 Millionen Euro. Der Erste der TV-Geldtabelle erhält 36 Punkte, der Letzte einen Punkt. Die in den fünf Spielzeiten erhaltenen Zähler werden mit verschiedenen Faktoren multipliziert. Der Faktor für die aktuelle Saison ist fünf, für die davor vier und so weiter. Das bedeutet, dass die aktuelle Saison fünf Mal so hoch bewertet wird wie die von 2011/12.

Der Kampf um die Platzierung geht für Arminia am Sonntag (13.30 Uhr) bei Eintracht Braunschweig weiter. Mit einem Auswärtssieg würde Bielefeld (27 Punkte) an den Niedersachsen (29, Platz sechs) vorbeiziehen. Gestern meldeten sich alle DSC-Profis fit.

Die Eintracht muss derweil 28 000 Euro Strafe an den DFB zahlen. Braunschweiger Anhänger hatten bengalische Feuer gezündet, und beim Spiel auf St. Pauli versuchten etwa 50 Fans, mit Gewalt ins Stadion einzudringen.

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