Trotz des 0:1 in Braunschweig wähnt sich Arminia auf dem richtigen Weg
Das Derby kann kommen

Bielefeld (WB). Von einem Knacks vor dem Derby gegen Paderborn wollte nach der Niederlage in Braunschweig kein Armine sprechen. Vielmehr werteten die Verlierer ihre Leistung beim 0:1 im Eintracht-Stadion sogar als Mutmacher für das mit Spannung erwartete Nachbarschaftsduell am Sonntag (13.30 Uhr) auf der Alm.

Dienstag, 16.02.2016, 16:28 Uhr aktualisiert: 16.02.2016, 16:32 Uhr
Manuel Junglas zieht an Mirko Boland vorbei. Der Armine vergab die Ausgleichschance, zeigte sich aber deutlich verbessert. Foto: Thomas F. Starke
Manuel Junglas zieht an Mirko Boland vorbei. Der Armine vergab die Ausgleichschance, zeigte sich aber deutlich verbessert. Foto: Thomas F. Starke

»Die Niederlage war unnötig, unverdient, aufgrund unserer Chancenverwertung aber auch ein bisschen selbst verschuldet. Doch wir können trotzdem mit breiter Brust in das nächste Spiel gehen«, sagte Fabian Klos. Arminias Kapitän meinte: »Dass die Paderborner gegen Kaiserslautern so hoch verloren haben, ist weder ein Vor- noch ein Nachteil für uns. Ich habe das Spiel gesehen, auch der SCP hatte drei, vier hundertprozentige Torchancen. Aber hinten sind sie ein bisschen anfällig. Wir werden versuchen das zu nutzen.« Obwohl die Bielefelder drei Tabellenplätze und zehn Punkte vor dem OWL-Rivalen rangieren, sei der DSC laut Klos nicht der Favorit. »Es hängt von der Tagesform ab, wer gewinnen wird«, mutmaßte der Stürmer.

Arminias neuer Mittelfeldregisseur Francisco Rodriguez, der in Braunschweig erst in der zweiten Halbzeit an seine starke Leistung vom Duisburg-Spiel anknüpfen konnte, versicherte: »Auf das Derby sind wir sehr heiß.« Die Niederlage am Sonntag stufte er als »sehr bitter« ein, schließlich habe Arminia den Gegner über weite Strecken »an die Wand gespielt«, was Rodriguez zu der Erkenntnis trieb: »Wir sind auf einem super Weg.« Der 20-Jährige kündigte forsch an, Arminia werde »sicher so weitermachen und oben angreifen«.

Der Blick sollte nach unten gerichtet werden

Die Chance, den Topteams der Liga etwas näher zu kommen, hat der DSC durch das 0:1 aber vorerst verpasst. Stattdessen rutschte das Team von Platz neun auf Platz 13 ab und ist gut beraten, den Blick zunächst wieder nur nach unten zu richten. Eine Niederlage gegen den SCP würde den Vorsprung auf Relegationsrang 16 auf sieben Zähler zusammenschmelzen lassen. Das wird Arminia verhindern müssen. Denn während den Paderbornern im Kampf gegen den Abstieg nur noch Siege weiterhelfen, wäre für den DSC schon ein Remis ein nicht zu verachtendes Resultat.

Ein solches lag auch in Braunschweig im Bereich des Möglichen. Doch der fatale Fehlschuss von Manuel Junglas, der sich bei seinem Versuch aus fünf Metern Torentfernung die Ecke aussuchen konnte und sich für die Latte entschied, brachte den DSC um ein angemesseneres Resultat. »Wenn Fabi diese Chance hat, macht er ihn rein«, meinte Junglas kleinlaut mit Blick auf seinen Kapitän, der mit sieben Saisontreffern Bielefelds bester Torschütze ist. Klos musste grinsen und erwiderte: »Manu weiß, dass das nicht die schlechteste Torchance war. Aber deshalb wird jetzt niemand auf ihm herumhacken.« Denn abgesehen von seiner vergebenen Großchance zeigte sich Junglas im Vergleich zum Duisburg-Spiel verbessert. Der defensive Mittelfeldakteur hatte seinen Anteil an dem »super Auswärtsspiel, in dem nur die Tore gefehlt haben« (Junglas).

Was den Bielefeldern allerdings zu denken geben muss: Wie schon gegen Duisburg und in (zu) vielen anderen Partien zuvor ist das Team erst nach dem Rückstand (Ken Reichel, 5. Minute) richtig in Fahrt gekommen. Junglas sagte: »Wir haben die ersten zehn Minuten wieder verschlafen. Danach haben wir das Spiel beherrscht.« Damit im Derby nichts anbrennt, sollten die Bielefelder gegen Paderborn besser von der ersten Minute an hellwach sein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3812853?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F
Bundespräsident macht Bevölkerung Mut
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt sich einen Mund-Nasen-Schutz auf.
Nachrichten-Ticker