Arminias Trainer ist die dauernden Rückstände leid – Auch im Derby kommt Bielefeld erst nach dem 0:1 in Fahrt
Meier verlangt mehr

Bielefeld (WB). Die Arminia und ihr Hang zum Rückstand: Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man dahinter glatt eine Neigung zur Selbstquälerei vermuten. Erst wenn es weh tut, geht es richtig los. Gegen Paderborn hieß es im 22. Saisonspiel bereits zum zwölften Mal 0:1.

Dienstag, 23.02.2016, 11:39 Uhr
DSC-Trainer Norbert Meier erteilt Manuel Junglas Anweisungen. Mit Erfolg: Der Mittelfeldspieler bereitete im Derby gegen Paderborn den Ausgleich durch Christopher Nöthe vor. Foto: Thomas F. Starke
DSC-Trainer Norbert Meier erteilt Manuel Junglas Anweisungen. Mit Erfolg: Der Mittelfeldspieler bereitete im Derby gegen Paderborn den Ausgleich durch Christopher Nöthe vor. Foto: Thomas F. Starke

»Ich weiß nicht, ob wir diesen Hallo-Wach-Effekt immer erst brauchen«, sagte Trainer Norbert Meier nach dem 1:1 im Derby und findet es »eigentlich schade, dass wir immer erst in Rückstand geraten, bevor wir in Fahrt kommen«.

Zwar ist es seiner Mannschaft in acht von zwölf Spielen gelungen, nach einem 0:1 mindestens noch einen Zähler zu holen (vier Mal gelang sogar ein Sieg). Doch »wir sollten uns nicht darauf verlassen, dass das immer so weitergeht«, mahnte Meier.

Der 57-Jährige verlangt, dass seine Spieler »von Beginn an da sind, erst recht in einem Derby«. Stattdessen ließ der DSC den Gegner gewähren und baute die nach zuvor zehn Pflichtspielen in Folge sieglosen Paderborner mit seiner Passivität auf.

Comeback-Qualitäten

Restlos überzeugt, dass Arminia nach dem Seitenwechsel noch die Kurve kriegen würde, war Meier am Sonntag selbst nicht, denn: »Die erste Halbzeit war nicht dazu angetan zu glauben, dass wir das Spiel noch drehen.«

Doch wieder einmal stellten die Bielefelder ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis, waren am Ende dem Sieg sogar näher als der SCP. Es kam ihnen zupass, dass sie nun schon im 13. Spiel in Folge kein Gegentor mehr nach der Halbzeit schlucken mussten – das letzte kassierte der DSC am 25. September beim 2:2 in Nürnberg. Lang, lang ist’s her.

»Es zeugt von Moral, dass wir immer wieder zurückkommen«

»Es ist ärgerlich, dass wir wieder erst in Rückstand geraten sind«, räumte Arminias Abwehrspieler Stephan Salger ein, »aber es zeugt auch von Moral, dass wir immer wieder zurückkommen«. So sieht das auch Sportchef Samir Arabi, der die Profis sogar ein wenig in Schutz nahm. »Die Spieler sind keine Maschinen«, sagte er: »In der zweiten Halbzeit haben sie dann aber so gespielt, wie ich mir das vorstelle.« Genau wie Salger hob auch der 37-Jährige hervor, dass es »die Jungs auszeichnet, dass sie das Ergebnis korrigiert bekommen haben«.

Meier aber genügt das nicht. »Ich möchte nicht, dass wir von weniger gut auf gut umschalten. Ich möchte, dass wir gleichbleibend gut spielen«, formulierte der Coach seinen Anspruch: »Dann sind wir auf dem richtigen Weg.«

Die nächste Gelegenheit, kon­stanter aufzutreten als im Derby, bietet sich am kommenden Sonntag beim Gastspiel in Heidenheim.

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