Nach dem 1:1 in Karlsruhe geht es um Arminias Zukunft – Ulm bleibt
Verstärkungen gesucht

 (WB). Dass sich seine Mannschaft einmal mehr in dieser Saison erfolgreich gegen eine drohende Niederlage gewehrt hat, »rechne ich ihr hoch an«, sagte Arminia Bielefelds Trainer Norbert Meier nach dem 1:1 (0:0) am Sonntag in Karlsruhe. Zumal es für den DSC um nichts mehr ging.

Dienstag, 17.05.2016, 15:06 Uhr aktualisiert: 17.05.2016, 15:08 Uhr
Sonntag in Karlsruhe: Felix Burmeister bedankt sich bei den Fans. Ob es auch ein Abschiedsgruß des 26-Jährigen war? Foto: Thomas F. Starke
Sonntag in Karlsruhe: Felix Burmeister bedankt sich bei den Fans. Ob es auch ein Abschiedsgruß des 26-Jährigen war? Foto: Thomas F. Starke

34. Spieltag: Karlsruher SC vs. DSC Arminia

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Der 57-Jährige fand an der Partie am Ende einer DSC-Saison, die einen Rekord und andere Bestmarken verzeichnete , mit vielen Chancen auf beiden Seiten Gefallen: »In solchen Spielen haben wir alle schon viel schlimmeren Sommerfußball gesehen.« Doch für richtigen Sommerfußball war es in Karlsruhe sowieso zu kalt. Dass dennoch fast 19.000 Zuschauer in den Wildpark kamen, lässt sich wohl am besten mit Markus Kauczinskis Abschied erklären. Der populäre 46-Jährige verlässt nach 15-jähriger Tätigkeit im Klub den KSC und wird Coach beim Erstligisten FC Ingolstadt.

Als Ylli Sallahi den Gastgeber mit einem Freistoß in Führung brachte (60. Minute), sah alles nach einer perfekten Abschiedsparty für Kauczinski aus. Doch Arminia schlug in Person von Christopher Nöthe zurück (81.). Die Vorbereitung zu seinem siebten Saisontreffer hatte in Keanu Staude ein DSC-Debütant geliefert. Meier lobte: »Das war ein wunderbarer Ball von Staude. Für so einen Jungen ist das ein Riesenerlebnis. Das soll er mitnehmen in die verbleibenden Spiele mit der A-Jugend.« Arminias U19 liebäugelt mit dem Aufstieg in die Bundesliga, Staude zählt zu den Stützen des Teams.

Was passiert mit Mast, van der Biezen, Jopek und Lang?

Ob der offensive Mittelfeldspieler auch eine Stütze bei den Profis werden kann, wird die Zukunft zeigen. Kaum noch eine Zukunft bei den Arminen haben Dennis Mast (24, Vertrag bis 2018) Koen van der Biezen (30, 2017), Björn Jopek (22, 2017) und Steffen Lang (22, 2017). Das Problem ist nur: Alle vier haben einen gültigen Vertrag über das Saisonende hinaus.

Für Mast interessieren sich dem Vernehmen nach mehrere Drittligisten. Auch Jopek dürfte einen Abnehmer finden. Lang wurde in Karlsruhe von Trainer Meier ins Schaufenster gestellt. Ob die 45-minütige Darbietung genügt hat, um die Blicke auf sich zu ziehen, darf in Frage gestellt werden.

Offen ist, was aus Felix Burmeister (26) wird. Der Vertrag des Defensivakteurs läuft aus. Das Thema Birmingham City scheint wieder aktuell zu sein. Gut möglich, dass ein Wechsel zum englischen Zweitligisten, der schon im Winter interessiert war, klappt. Auch bei Seung-Woo Ryu (22) stehen die Zeichen auf Abschied. Der Südkoreaner kehrt qua Leihvertrag zu Bayer Leverkusen zurück.

Dagegen wird der ebenfalls auslaufende Vertrag von Mittelfeldakteur David Ulm (31) verlängert werden. »Wir sind uns einig«, verkündete Sportchef Samir Arabi am Montag beiRadio Bielefeld. Auch Routinier Manuel Hornig (33) wird dem DSC wohl erhalten bleiben.

»Wir brauchen Spieler, die uns wirklich verstärken«

Trainer Meier hatte bereits vor ein paar Tagen einen deutlichen Auftrag für Sportchef Samir Arabi formuliert: »Wir brauchen Spieler, die uns wirklich verstärken.« Die linke Abwehrseite, das defensive Mittelfeld und die rechte Angriffseite sind die Positionen, für die Arminia sucht. Hektik lässt Arabi keine aufkommen. »Der Markt, auf dem wir uns bewegen, ist derzeit noch überhitzt«, sagte er.

Geld steht dem Sportchef dabei etwas mehr zur Verfügung, als es in der abgelaufenen Serie der Fall war. Geschäftsführer Gerrit Meinke sprach von einem Profi-Etat in Höhe von 9,5 Millionen Euro – eine Steigerung um rund fünf Prozent. Zudem spart der Klub das üppige Gehalt von Peer Kluge ein, dessen Vertrag ausläuft.

Zu waghalsigen Prognosen im Hinblick auf die neue Serie ließ sich bei Arminia niemand hinreißen. Lieber blickte Meier zufrieden auf Erreichtes: »Ich bin froh, dass wir nach dem Abstieg vor zwei Jahren den Drive gekriegt haben. Das war nicht selbstverständlich und spricht für die ostwestfälische Mentalität. Ich bin gespannt, wie andere das im nächsten Jahr verarbeiten werden.«

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