Drittletzter gegen Letzter: Arminia und Nürnberg unter Druck
Rehm erwartet »ekliges Spiel«

Bielefeld (WB). Die Arminen lassen sich Zeit mit ihrem ersten Saisonsieg. Noch mehr Zeit sogar als in der vergangenen Serie. Unter Trainer Norbert Meier platzte am fünften Spieltag mit dem 2:1 in Paderborn der Knoten. Und wann macht es unter Rüdiger Rehm endlich peng? Am Sonntag (13.30 Uhr, Schüco-Arena) gegen Nürnberg nimmt der DSC den siebten Anlauf.

Sonntag, 25.09.2016, 06:00 Uhr
In Aue ging es für Keanu Staude (rechts) und die Arminen zur Sache. Auch gegen Nürnberg wird es auf die Zweikämpfe ankommen. Foto: Thomas F. Starke
In Aue ging es für Keanu Staude (rechts) und die Arminen zur Sache. Auch gegen Nürnberg wird es auf die Zweikämpfe ankommen. Foto: Thomas F. Starke

»Nicht nur die Fans, auch wir wollen unbedingt diesen ersten Sieg«, sagt Rehm. Verdient hätte ihn Arminia längst gehabt, meint der Trainer. Weniger zuletzt in Aue (1:1), um so mehr aber davor gegen Hannover (3:3). Bis zur Nachspielzeit lag Arminia noch in Führung, dann fiel der Ausgleich.

Immerhin sind die Ostwestfalen in dieser Spielzeit daheim noch unbesiegt. Doch nach drei Mal einem Punkt soll jetzt bitteschön mit einem Schlag ein Dreier her.

Andererseits ist es schon ein Weilchen her, dass die Arminen ein Heimspiel gegen den FCN gewinnen konnten. Im November 2007 gab es ein 3:1 (DSC-Torschützen Kauf, Wichniarek, Zuma). Seitdem folgten sieben Spiele in Serie gegen den Club ohne Sieg.

Beide Teams nicht mehr taufrisch

Da Nürnberg laut Rehm »sogar einen noch negativeren Lauf hat als wir«, erwartet Arminias Coach am Sonntag ein »ekliges Spiel«. Die 16.000 Zuschauer, mit denen der DSC rechnet (darunter 1300 aus Nürnberg), wünschen sich gewiss etwas anderes. Vor allem aber wünschen sie sich einen Sieg. Wie der zustande kommt, ist zweitrangig.

Klar ist, dass im dritten Spiel der Englischen Woche beide Teams nicht mehr taufrisch ans Werk gehen werden. Wenngleich Rehm betont, dass der Fitnesszustand seiner Spieler es durchaus zulassen würde, mit der selben Elf zu beginnen wie am Mittwoch in Aue.

Wie schon im Erzgebirge muss der Trainer auch gegen die Franken auf Christopher Nöthe (Schulter), Julian Börner (Fuß) und Michal Mak (Sprunggelenk) verzichten. Dafür kehrt in Michael Görlitz eine Alternative für die Außenbahnen in den Kader zurück. Zusätzlich beflügelt durch die Geburt von Töchterchen Ena brennt der 29-Jährige auf einen Einsatz.

Zu hohe Fehlpassquote gegen Aue

Dass das Duell 16. gegen 18. bereits richtungsweisenden Charakter hat, mag Rehm nicht verneinen. Ein Sieg würde für beide Teams den dringend benötigten Befreiungsschlag bedeuten, eine Niederlage hingegen die Krise weiter verschärfen.

Derlei Negativgedanken versuchen die Bielefelder bestmöglich zu verdrängen. Gebetsmühlenartig heben Trainer und Spieler das Gute hervor. »Man sieht eine Entwicklung, die positiv ist – wenn auch mit kleinen Rückschlägen«, urteilt Rehm.

Einer dieser »kleinen Rückschläge« sei die schwache erste Halbzeit in Aue gewesen. Eine zu hohe Fehlpassquote sei dem 37-Jährigen zufolge der Hauptgrund gewesen dafür, dass Arminia in Sachsen 45 Minuten lang erschreckend passiv wirkte.

Gegen Nürnberg könnten die Ostwestfalen in eine ähnliche Rolle gedrängt werden, glaubt Rehm, denn: »Der Club verfügt über viele Spieler, die gerne aktiv sind und die Initiative übernehmen wollen.« Der Coach erwarte gleichwohl nicht, dass die Franken auf der Alm Harakiri spielen werden. Das gebe ihre aktuelle Situation einfach nicht her.

Ähnlich wie Rehm ist auch FCN-Trainer Alois Schwartz trotz des Abrutschens auf den letzten Tabellenplatz um Zuversicht bemüht: »Meine Mannschaft lässt sich nicht hängen. Es gibt keine Missstimmung, was wiederum mich zuversichtlich stimmt.«

So könnte Arminia spielen

Hesl - Schütz, Behrendt, Cacutalua, Schuppan - Hemlein, Prietl, Salger, Staude - Voglsammer, Klos

Kommentare

Waterböhr Horst  schrieb: 25.09.2016 16:10
Rehm erwartet eckeliges Spiel
Wie habe ich noch vor 3 Wo. geschrieben?
S. Arabi, das heißt 3. Liga.
Alle Neuzugänge und vor allem der Trainer, sind
nicht 2. Liga reif.
Da wird wahllos eine funktionierende Abwehr
umgekrempelt und Spieler wie Burmeister und Mast verkauft und durch schwächere Spieler ersetzt.
Tut mir leid, das meine Kritik so hart ausfällt, aber
so kann es ja wohl nicht weitergehen.

1 Kommentare
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