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Mo., 26.09.2016

Kapitän Klos holt zum Rundumschlag aus, hält aber eine Trainerdiskussion für falsch Klos: »Schlimmer kann es nicht werden«

Fabian Klos (rechts, hier im Duell mit Nürnbergs Dave Bulthuis) hat nach dem 1:3 Klartext geredet.

Fabian Klos (rechts, hier im Duell mit Nürnbergs Dave Bulthuis) hat nach dem 1:3 Klartext geredet. Foto: Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Erstmals seit dem ersten Spieltag der Saison 2013/14 ist Arminia wieder Schlusslicht der 2. Liga. »Schlimmer kann es nicht mehr werden«, sagt DSC-Kapitän Fabian Klos. Der Stürmer holt nach dem Abpfiff des 1:3 gegen Nürnberg zum großen Rundumschlag aus.

»Wir haben in der ersten Halbzeit auch schon ein scheiß Spiel gemacht. Es war eine unverdiente Führung. Normal müssen wir 0:1 hinten liegen. Ich weiß nicht, was wir im Schnitt für Gegentore kriegen – zwei, drei? Wie willst du damit ein Spiel gewinnen? Wenn du zwei Gegentore im Schnitt kriegst, wird es schwer. So geht es nicht. Heute nicht und nicht nächste Woche und nicht in zwei Wochen. Ich weiß auch gerade nicht, was ich dazu noch sagen soll, was wir da abgeliefert haben«, wettert Klos.

Einmal in Fahrt, macht der 28-Jährige genauso weiter: »Letzte Saison waren wir defensiv brutal stark. Da war es mit Sicherheit oft so, dass die Leute unzufrieden mit einem 0:0 hier rausgegangen sind, aber wir hatten die Null hinten stehen. Ich weiß nicht, wie man innerhalb kürzester Zeit so weit davon wegkommen kann, was man letzte Saison defensiv geleistet hat. Und das hat in meinen Augen auch absolut nichts mit dem Trainerwechsel zu tun. Das liegt einfach daran, dass die Leute, die auf dem Platz stehen, momentan nicht alles dafür investieren, um das eigene Tor zu verteidigen. Egal auf welcher Position – Stürmer eingeschlossen.« Die Art und Weise, wie die Gegentore gefallen seien, sei »schon teilweise dämlich«.

»Wir müssen alle ganz schnell ganz wach werden«

Klos geht nicht davon aus, dass es der Mannschaft gelingt, schnell wieder aus dem Keller zu kommen. Nächste Woche geht es zum Vorletzten nach Kaiserslautern. Arminias Spielführer warnt davor, die aktuelle Situation zu unterschätzen. »Ich bin mit Sicherheit kein Schwarzmaler, sondern versuche immer, das Positive zu sehen. Aber ich bin jetzt auch schon ein bisschen länger hier und habe auch schon Situationen miterlebt, wo man das nicht wahrhaben wollte, in welcher Situation man sich befindet. Den Fehler dürfen wir nicht machen. Wir müssen alle ganz schnell ganz wach werden«, fordert Klos.

Es sei jetzt »die Aufgabe von mir und den anderen Führungsspielern, dass wir uns an den eigenen Haaren aus der Scheiße herausziehen. In erster Linie muss man auch mal deutlich ansprechen, wenn Leute in der Kabine sitzen und auf den Schiedsrichter meckern. Das geht nicht! Das ist genau der falsche Weg, den dürfen wir nicht gehen. Es ist kein anderer an unserer Situation schuld außer uns selbst. Diejenigen, die das nicht verstehen, die werden hier ein Problem haben.«

Mit dem Trainer oder dem neuen System habe es nichts zu tun, stellt Klos klar. »Wenn jetzt hier aus dem Nichts eine Trainerdiskussion aufgemacht wird, gehe ich lieber in die Kabine und beschäftige mich mit meinen Jungs«, ist der letzte Kommentar des Kapitäns, bevor er geht.

 

Lesen Sie auch den Kommentar von WESTFALEN-BLATT-Sportredakteur Dirk Schuster.

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