Arminia-Coach Rehm ist von seinem Weg und einem Sieg überzeugt
Rehm: »Auf Biegen und Brechen«

Bielefeld (WB). Gelingt Arminia Bielefeld im achten Anlauf der erste Sieg in dieser Zweitligasaison? Sonntag (13.30 Uhr) steigt das Kellerduell beim 1. FC Kaiserslautern. DSC-Trainer Rüdiger Rehm ist davon »überzeugt, dass wir dort gewinnen«. Um seinen Job macht sich der 37-Jährige keine Sorgen: »Darum geht es nicht, es geht nur um die drei Punkte.«

Sonntag, 02.10.2016, 09:57 Uhr aktualisiert: 02.10.2016, 10:33 Uhr
Gefordert: Dirigiert Trainer Rüdiger Rehm seine Arminen am Sonntag endlich zum ersten Sieg? Foto: Thomas F. Starke
Gefordert: Dirigiert Trainer Rüdiger Rehm seine Arminen am Sonntag endlich zum ersten Sieg? Foto: Thomas F. Starke

Seine Chefs hatten dem neuen Trainer am Montag, einen Tag nach dem 1:3 gegen den 1. FC Nürnberg, das volle Vertrauen ausgesprochen. Aus sieben Partien hat der DSC nur vier Punkte geholt, aber Rehm sagt: »Wir haben einen gemeinsamen Weg eingeschlagen, diesen werden wir auf Biegen und Brechen weitergehen, gerade in negativen Phasen. Unsere harte Arbeit wird belohnt, da bin ich mir sicher.«

Die Stimmung sei trotz der Negativserie positiv, bekräftigt Rehm, stellt aber auch klar: »Wir wissen um die Situation und nehmen sie sehr, sehr ernst. Wir sehen die Spiele aber differenziert und müssten aus unserer Sicht vier bis fünf Punkte mehr haben. Wir haben sie aber nicht und lechzen jetzt natürlich nach einem Erfolgserlebnis – für uns, für den ganzen Verein, für die Fans.«

Veränderte Formation

Etwa 700 DSC-Anhänger werden am Sonntag auf dem Betzenberg erwartet. »Wir wollen den Funken auf unsere Fans, die nach Lautern kommen werden, überspringen lassen. Wir wollen sie für ihre Unterstützung belohnen und zeigen, dass wir mit großer Überzeugung herangehen«, verspricht Rehm.

Der Coach muss seine Mannschaft im achten Punktspiel zum achten Mal in veränderter Formation auf das Feld schicken. Sebastian Schuppan hatte sich gegen Nürnberg eine Gelb-Rote Karte eingehandelt und muss zusehen. Wer für Schuppan als Linksverteidiger aufläuft, wollte Rehm ebenso wenig verraten wie die Frage nach der Ausrichtung in diesem immens wichtigen Spiel. »Die Grundordnung ist nicht entscheidend, sondern dass wir auf dem Platz die Überzeugung haben und Sicherheit ausstrahlen. Wir müssen uns an den guten Spielen gegen Berlin und Hannover orientieren, diese Leistungen bleiben der Maßstab«, so Rehm.

Druck bei Kaiserslautern genauso groß

Da der Druck bei Gastgeber Kaiserslautern (fünf Punkte) mindestens genauso groß sein dürfte wie beim DSC, könnte Arminia etwas defensiver spielen als bisher unter Rehm gewohnt, drei Sechser sind möglich. »Wir müssen hinbekommen, dass hinten die Null steht. Bisher haben wir wenig Gegentore aus dem Spiel heraus kassiert, aber viele wegen individueller Fehler und nach Standards. Da muss man sich im Kopfballduell auch mal eine blutige Nase holen«, fordert Rehm.

Arminia hat am Freitag den auslaufenden Vertrag mit Offensivspieler Keanu Staude (19) bis zum 30. Juni 2020 verlängert. »Als gebürtiger Bielefelder bedeutet es sehr viel für mich, einen langfristigen Profivertrag bei Arminia zu unterschreiben«, so Staude.

So könnte Arminia spielen

Hesl - Schütz, Cacutalua, Börner, Hartherz - Prietl, Behrendt, Salger - Hemlein, Staude - Klos

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