Mageres 0:0 in Kaiserslautern
Arminia gewinnt schon wieder nicht

Kaiserslautern (WB). Fast die Hälfte der Hinrunde ist nun um, und Arminia Bielefeld  wartet immer noch auf den ersten Saisonsieg. Im Zweitliga-Kellerduell des achten Spieltags beim 1. FC Kaiserslautern kam der DSC trotz 20-minütiger Überzahl nicht über ein 0:0 hinaus. Die Ostwestfalen belegen nun Rang 17, Lautern ist 16., St. Pauli neues Schlusslicht.

Sonntag, 02.10.2016, 15:29 Uhr aktualisiert: 02.10.2016, 18:12 Uhr
Arminias Manuel Junglas (links) im Zweikampf gegen Zoltan Stieber. Foto: Thomas F. Starke
Arminias Manuel Junglas (links) im Zweikampf gegen Zoltan Stieber. Foto: Thomas F. Starke

8. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern vs. DSC Arminia

1/20
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke
  • Foto: Thomas F. Starke

Mit einer veränderten Mannschaft und auch mit einem veränderten System versuchte Arminia-Trainer Rüdiger Rehm endlich die auch für ihn dringend erforderliche Trendwende herbeizuführen. Anstelle des gelb-rot-gesperrten Sebastian Schuppan rückte Florian Hartherz auf die Linksverteidigerposition. Zudem rotierte Manuel Junglas in die Startelf, um die defensive Stabilität zu erhöhen. Für ihn blieb der bisher blasse Neuzugang Manuel Prietl draußen.

Rehm versuchte es in Lautern erstmalig mit einem 4-1-4-1- statt wie bisher mit einem 4-4-2-System. In der Anfangsphase eines insgesamt zähen Zweitligaspiels verzeichneten beide Teams je eine Großchance. Zunächst hatte Lauterns Zoltan Stieber Pech mit einem Pfostenschuss (11. Minute). Dann scheiterte der vollkommen freistehende Armine Fabian Klos mit einem Kopfball aus drei Metern Torentfernung kläglich (19.).

Bielefeld übernahm mehr und mehr das Kommando

Auch Osayamen Osawe bot sich wenig später eine ganz gute Schussgelegenheit. Mit dem viel zu schwach getretenen Ball hatte DSC-Keeper Wolfgang Hesl aber keine Mühe (25.). Bielefeld übernahm anschließend mehr und mehr das Kommando, ohne jedoch zu zwingenden Möglichkeiten zu kommen.

Aus ihren vielen Standards, bei denen die wackelige FCK-Abwehr kaum Zugriff bekam, schlug Arminia zu wenig Kapital. So auch in der 48. Minute, als Stephan Salger Fabian Klos bediente, der Kapitän aber erneut mit einem Kopfball scheiterte.

Dann waren wieder die Hausherren am Zug. Osawe fand erneut in Hesl seinen Meister (68.), ehe Stieber beim Abschluss von Arminias Abwehrchef Julian Börner behindert wurde (71.). Die Lauterer forderten nach dieser Szene vehement einen Foulelfmeter. Und in der Tat hatte Börner bei Stieber kurz Hand angelegt, der Lauterer suchte trotzdem konsequent den Abschluss. Marcel Gaus beschwerte sich dennoch derart heftig bei Schiedsrichter Frank Willenborg, dass dieser mit der Gelb-Roten Karte gegen den FCK-Profi reagierte (70.).

In Überzahl suchte Arminia mit der Hereinnahme der frischen Keanu Staude, Michael Görlitz und David Ulm nun die Entscheidung – vergeblich. Den Ostwestfalen fiel nichts mehr ein. Es blieb beim gerechten 0:0.

Kaiserslautern: Pollersbeck - Mwene, R. Koch, Heubach, Gaus - Ziegler - Moritz, Ring (46. Aliji) - Stieber - L. Görtler (46. Kerk), Osawe (75. Glatzel)

Bielefeld: Hesl - Schütz, Cacutalua, Börner, Hartherz - Behrendt - Hemlein (70. Staude), Junglas, Salger (87. Ulm), Voglsammer (79. Görlitz) - Klos

Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück)

Zuschauer: 21.645

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Stieber, Ziegler/ -

Gelb-Rote Karte: Gaus / -

Kommentare

Waterböhr H  schrieb: 08.10.2016 10:28
Arminia gewinnt nicht mehr
Seit Jahren wurden hier nur mittelprächtige und z.T.
verletzungsanfällige Spieler verpflichtet. N. Meier alles andere als Publikumsliebling hat mit seiner Erfahrung und der Eichhörnchen Methode, das optimale aus dem Kader geholt. Jetzt kommt ein neuer Trainer und krempelt alles um, das müsste schief gehen. Ich denke, es hätten jedes Jahr vielleicht nur
ein oder zwei Neuzugänge verpflichtet werden sollen, die aber mit gehobener 2. Liga Qualität. Hier wird der Kader seit Jahren nur aufgefüllt, aber nicht verbessert. Ob er diesmal für den Klassenerhalt reicht, ich wage es zu bezweifeln. Nicht vergessen
morgen 14:00 Schüco Arena. Ich bin dabei
Stefan Beinkämpen  schrieb: 05.10.2016 19:13
Vor einem Jahr traf es andere
Am 8. Spieltag 2015/2016 waren es hinten andere Mannschaften, die zu diesem Zeitpunkt die Erwartungen nicht erfüllen konnten: Duisburg (18. / 2 Punkte) ist abgestiegen, 1860 (17. / 4 Punkte) hat es noch gerade geschafft, Paderborn (16. / 6 Punkte) ist abgestiegen, Düsseldorf (15. / 6 Punkte) hat es noch gerade geschafft. Schade, das es in dieser Saison für Arminia höchtens noch zum "gerade noch geschafft" reichen kann. Das ist eine traurige Bilanz in einer noch so jungen Saison! Deutlichere und kritische Fragen an Trainer und Management sind notwendig und erlaubt.
Waterböhr  schrieb: 04.10.2016 13:24
Hesl rettet R. Rehm
Ich befürchtet das 0 : 0 hat nur das Ende unserer
sportlichen Leitung verschoben.
In 2 Wo geht die Talfahrt weiter
tojolo  schrieb: 03.10.2016 21:15
Schluß mit der Lobhudelei
Schluß mit der Arabi Lobhudelei betreffend seiner Einkaufspolitik. Agyemang,Kullmann, Glasner, Ben Sahar, Achabar, Savic, van der Biezen, Kluge, Brinkmann, Holota, Jopek, Sembolo sind nur einige seiner sündhaft teuren Fehleinkäufe. Und jetzt der Trainer. Also danke und Tschüss..
Olaf Sprick  schrieb: 03.10.2016 17:22
Quo Vadis Arminia?
für mich ist Rüdiger Rehm als Trainer bei Arminia bereits gescheitert. Von den 8 Saisonspielen waren jeweils eine HZ gg. Union Berlin und gg. 96 überzeugend. Nach der Länderspielpause kommen die Würzburger Kickers, dann auswärts bei Fortuna D'dorf, dann zu Hause gegen Sandhausen. Nun haben die Verantwortlichen die grosse Chance, mit einem neuen und erfahrenen Zweitligatrainer, neue Impulse zu setzen, um die Trendwende zu schaffen, bevor es zu spät ist.
franz.B  schrieb: 03.10.2016 14:20
Wie auch
Die Spielsysteme sind zweitrangig. Der Mannschaft fehlen Impulse, Dynamik und Ausdauer.
Hemlein, Klos und Voglsammer sind nach dem Union-Spiel nicht mehr in Form. Alle 3 sind langsam und lethargisch. Ebenso das sogenannte Mittelfeld. Das Training scheint nicht richtig geplant zu sein. Missstände werden seit Wochen kaum verbessert. Lautern war schwach. Gegen jeden anderen Gegner hätte es mindesten 2 Gegentore gegeben.
Außer gegen 96 und Union hat man in weiteren 6 Spielen gegen Gegner aus dem unteren Drittel gespielt. Ergebnis : 3 Unentschieden und 3 Niederlagen.
Gegen wen will man gewinnen ? 10 Siege müssen insgesamt her !!!
Reinhard Deppe  schrieb: 03.10.2016 12:40
Trainer muss gehen.
Kein klare Linie , wechselde Aufstellung , Spielsystem nicht erkennbar , Auswechselungen passen nicht ( Ulm 5 Minuten vor Schluss einwechseln), ein Mann der auch mal einen Ball halten kann und gekonnt abspielt , Vogelsamer passt gar nicht in die Mannschaft zu unbeweglich , hier muss ein Trainer hin der die Zweite Liga kennt. Das erste Baueropfer ist gefunden (Speidel) was letztes Jahr gut war ist heute schlecht , Hat eine andere Auffassung vom Spielsystem . Der Trainer sollte mal sein System uberdenken . Bin seit endlosen Jahren ein Arminen Fan aber jetzt bekomme ich Angst bei solchen grotten schlechten Auftreten der Manschaft. Meiner Meinung passt der Trainer ueberhaupt nicht zur Mannschaft und muss ersetzt werden.
Leo-Armine  schrieb: 03.10.2016 10:54
Trial and error
Junglas fand es wohl gar nicht so schlecht - wohl am ehesten noch eine Aussage über Ansprüche oder Selbstwahrnehmung. Und wenn man sich das Ganze noch schönreden will: durch den Punkt ist Arminia in der Tabelle sogar noch um einen Platz geklettert.
Jetzt hat Arminia mit Ausnahme von 96 und Union alle mannschaften aus dem unteren Bereich der Tabelle bereits als Gegner gehabt und es stehen fünf Unentschieden auf dem Konto. Ob es denn gegen Stuttgart, Heidenheim und Co. wirklich besser läuft?
Ich werde da Gefühl nicht los, daß da im Sommer ein Trainer angetreten ist, für den die Selbstverwirklichung (s)eines Systems wichtiger ist als das in eine Taktik umzusetzen, was die Mannschaft kann. Da wurde verändert um des Änderns willen, die Spieler scheinen mitunter selbst überrascht, wer denn beim nächsten Spiel ihr Nebenmann sein wird. Und der Fixpunkt im Sturm bekommt einmal mehr in der 2.Liga seine Grenzen aufgezeigt. Warum man keinen gleichwertigen Backup verpflichtet und stattdessen lieber das Mittelfeld auffüllt (nicht verbessert)?
Quervergleiche hinken immer, aber wenn ich mir die Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld anschaue, so sehe ich da Spielzüge, die ich Arminia derzeit schlichtweg nicht zutraue. Diese anderen Mannschaften haben aber eine Stammelf gefunden, während bei Arminia noch experimentiert wird.
11 Kommentare
Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4344834?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F
Ein Ende und ein Anfang
Rheda-Wiedenbrück: Eine Luftaufnahme der Tönnies Holding. Foto: Guido Kirchner/dpa
Nachrichten-Ticker