Arminias Verantwortliche sprechen dem Trainer das volle Vertrauen aus
Rehm hat nichts zu befürchten

Bielefeld (WB). Bei ausbleibenden Erfolgen wackelt ein Trainerstuhl schnell bedenklich. Rüdiger Rehm dagegen kann trotz der prekären Tabellensituation von Arminia Bielefeld ganz entspannt Platz nehmen. Dass sein Stuhl beim sieglosen Zweitligisten neu besetzt wird, hat der Verein am Montag eindeutig ausgeschlossen.

Dienstag, 11.10.2016, 07:00 Uhr
Rüdiger Rehm darf sich über die Rückendeckung von Geschäftsführer Gerrit Meinke und Präsident Hans-Jürgen Laufer freuen. Foto: Starke
Rüdiger Rehm darf sich über die Rückendeckung von Geschäftsführer Gerrit Meinke und Präsident Hans-Jürgen Laufer freuen. Foto: Starke

Obwohl das Umfeld unruhiger wird und viele Fans offen einen Trainerwechsel fordern, stärken die Klubverantwortlichen dem Trainer vor dem Spiel am Freitag gegen die Würzburger Kickers (18.30 Uhr, Schüco-Arena) demonstrativ den Rücken. »Von einem Schicksalsspiel für Rehm kann überhaupt nicht die Rede sein«, betont Gerrit Meinke.

Eine Sichtweise, die laut des Geschäftsführers alle Mitglieder der Gremien teilen. »Wir werden am Freitag nicht verlieren, da bin ich mir sicher. Und selbst wenn, wird das keine Konsquenzen haben. Für uns als Verantwortliche ist es nicht die Lösung, den Trainer zu entlassen, sondern ruhig zu bleiben«, spricht Meinke dem Fußballlehrer das volle Vertrauen aus.

Gegen den Trend

Damit handelt der DSC gegen den Trend. Schließlich sehen die üblichen Mechanismen der Branche bei ausbleibenden Punkten meist einen zügigen Wechsel auf dem Trainerposten vor. Wie in Bremen, wo Viktor Skripnik bereits nach drei Bundesligaspielen seinen Hut nehmen musste. Oder in Hamburg, wo für Bruno Labbadia nach fünf Spieltagen Schluss war.

Dieses Vorgehen schließt man bei Arminia kategorisch aus. Mögliche andere Trainerkandidaten seien deshalb intern kein Thema, wie Meinke bestätigt: »Es gibt keinen Plan B und damit liegen wir vollkommen richtig.« Präsident Hans-Jürgen Laufer ergänzt: »Mit anderen Trainern beschäftigen wir uns gar nicht, weil wir voll hinter Rüdiger Rehm stehen.«

So ließ sich der Aufsichtsrat erst kürzlich in einer Sitzung von Rehm dessen Arbeit vorstellen. Laufer: »Das war sehr eindrucksvoll. Deshalb sind wir sicher, dass sich über kurz oder lang Erfolge einstellen werden.«

»Nichts im Leben ist ohne Risiko«

Ob sich dieses ehrenwerte Vorhaben auszahlt, trotz großer Unruhe ruhig zu bleiben, wird sich zeigen. Denn mit der nicht auszuschließenden Fortsetzung des sportlichen Misserfolgs könnte die Konkurrenz im Tabellenkeller schon kurzfristig enteilen. Diese Möglichkeit hat man bei Arminia laut Aussage der Verantwortlichen berücksichtigt. »Nichts im Leben ist ohne Risiko. Wir haben uns aber klar dazu entschieden, unserem jungen Trainer die Zeit und die Chance zu geben, etwas zu entwickeln«, betont Laufer.

Geschäftsführer Meinke sieht das nicht anders: »Wie wir schon bei der Verpflichtung von Rüdiger Rehm gesagt haben, sind wir von seinem Weg absolut überzeugt. Es gibt für uns keinen Anhaltspunkt, etwas ändern zu müssen.«

Nachdem der DSC die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Uwe Speidel in der vergangenen Woche beendet hat, könnte der Klub schnell Ersatz gefunden haben. Nach Informationen dieser Zeitung könnte Tobias Stock (36) Athletiktrainer werden. Stock schaute sich am Freitag bereits das interne Testspiel der DSC-Profis an. Stock war beim SC Paderborn und bei Schalke 04 jeweils Athletiktrainer unter Chefcoach André Breitenreiter.

Mittelfeldspieler David Ulm ist die ganze Woche krankgeschrieben und wird damit gegen Würzburg ausfallen.

Kommentare

Waterböhr H  schrieb: 14.10.2016 20:34
Rehm hat nichts zu befürchten
Wenn jetzt S. Arabi nicht beurlaubt wird, verstehe ich die Welt nicht mehr. Schlechter kann man wirklich nicht einkaufen
Waterböhr H  schrieb: 12.10.2016 16:48
Rehm hat nichts zu befürchten
Das der Präsident ein Herz für unsere Ladys hat, kann ich voll und ganz verstehen. Mir geht es genauso, die Mädels sind großartig. Von Maxi Birker
könnte unser F. Klos noch einiges lernen. Die ist technisch gut, torgefährlich und 90 Min unterwegs.
Ich finde die ganze Mannschaft um M. Wuckel spitze und werde so oft wie möglich bei den Heimspielen dabei sein. Zu Rehm und Mannschaft möchte
ich mich lieber nicht äußern.
Leo-Armine  schrieb: 11.10.2016 17:13
Nur die Ruhe, Freunde!
Jetzt muß nur noch jemand um die Ecke kommen und behaupten, wir rocken die Rückrunde.
Ich fühle mich immer mehr an die Saison unter Ziege und Lienen erinnert. Wenn Rehm noch lange experimentieren darf, geht es schnurstracks nächstes Jahr wieder nach Chemnitz.
Aber der Präsident erfreut sich seines Projektes Frauenfußball und der zweite Geschäftsführer hat ja die Sommerpause in Frankreich verbracht. Der Manager bekommt für seine Shoppingstouren noch ein Upgrade als Belohnung und alles scheint in Butter auf der Alm.

Was die Mannschaft angeht: Hesl wirkt verunsichert, seit das neue Trainerteam da ist. Ich halte generell Davari für den kompletteren Keeper. Aber wenn ein Wechsel schief geht, hätteman noch einer weitere Baustelle eröffnet. Voglsammer schien mir der Gewinner der Vorbereitung zu sein. Warum er dann erstmal wenig oder gar nicht gespielt hat, wer weiß das schon? Rhythmus bekommt er so nicht rein. Klos zeigt einmal mehr, daß die 2.Liga für ihn das Ende der Fahnenstange bedeutet. Das Management müßte das eigentlich auch schon aus Erfahrung wissen, hat aber im Sommer nicht gehandelt. Und all die "Rohdiamanten", gerne aus Wolfsburg oder aus der polnischen Liga, sind bislang nur Glasperlen
exfan  schrieb: 11.10.2016 15:08
Abwärts in die 3. Liga
Was solls, 3. Liga wir kommen, in der 3. Liga kommt der Trainer Rehm ja zurecht, das hat er ja bewiesen. Und ein Manager, der für seine Fahrstuhlfahrten zwischen der 2. und 3. Liga ja gerade erst zum Direktor Sport befördert wurde, macht ja nur das weiter, was er seit Jahren hervorragend kann. Schon alleine das ständige Rotieren zeigt die Ahnungslosigkeit dieses Trainers. Bloß da , wo er rotieren müßte, nämlich im Tor den Fliegenfänger Hesl raus, und Davari rein, oder im Sturm den seit mindestens 30 Spielen torlosen Voglsammer raus, da rührt er sich nicht. Man sollte mal nachfragen, ob der Herr Voglsammer selbst noch weiß, wann er das letzte Tor geschossen hat, ich schätze mal, der weiß das selber nicht. Oder der Fall Dick, weil der nach langer Zeit auf der Tribüne bei seinem Einsatz nicht gleich seine Bestleistung abrufen konnte, wurde er gleich wieder verbannt, während einige Stammspieler gar keine Bestleistung kennen
Lasse  schrieb: 11.10.2016 14:17
Totaler quatsch der obere Kommentar...Wie kann man immer nur so denken.man ist Mitglied weil man es will u nicht nach belieben ein u austreten möchte.azf solch Mitglieder kann man verzichten,selbst arminia braucht die nicht...und immer dieses Ostwestfalen gemotze...Ich lobe mir die ruhe im verein u die Kompetenz...
is nich wahr ?!  schrieb: 11.10.2016 12:49
Na dann
ist doch alles klar. Wenn Rehm noch länger bleibt, hat der Verein nämlich auch nichts mehr zu befürchten, dann ist die Messe gelesen. Und der Verein muss dann auch nicht länger befürchten, zu viele Mitglieder verwalten zu müssen. Drei mir bekannte Mitgliedschaften hören dann schlagartig auf und ich bin sicher, es werden reichlich mehr sein !
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