Arminia Bielefeld: Aufsichtsrat verhinderte Walpurgis – Dienstag muss ein Fußballlehrer vorgestellt werden
Trainersuche beim DSC: Eine fast unendliche Geschichte

Bielefeld (WB). Mit der aktuellen Trainersuche überbietet Arminia Bielefeld selbst die unrühmlichen Geschichten der eigenen Vergangenheit. Dass der Zweitligist auch nach mehr als drei Wochen – trotz Zeitdrucks – keinen Nachfolger für Rüdiger Rehm gefunden hat, hat selbst in der an Spektakel nicht gerade armen Fußballbranche Seltenheitswert.

Montag, 14.11.2016, 08:12 Uhr aktualisiert: 14.11.2016, 08:50 Uhr
Auch das Präsidium um Bernard Kiezewski, Schatzmeister Prof. Dr. Hermann J. Richter und Präsident Hans-Jürgen Laufer (von links) sowie der Aufsichtsrat des Klubs geben in der Trainersuche kein gutes Bild ab. Foto: Thomas F. Starke
Auch das Präsidium um Bernard Kiezewski, Schatzmeister Prof. Dr. Hermann J. Richter und Präsident Hans-Jürgen Laufer (von links) sowie der Aufsichtsrat des Klubs geben in der Trainersuche kein gutes Bild ab. Foto: Thomas F. Starke

Beim DSC ist man jedoch zuversichtlich, diesem Treiben schon bald ein Ende setzen zu können. »Bis spätestens Dienstag werden wir einen Cheftrainer präsentieren. Sanktionen durch die DFL wollen wir auf jeden Fall vermeiden«, sagte Samir Arabi am Sonntag dem WESTFALEN-BLATT. Zu möglichen Namen äußerte sich der Sport-Geschäftsführer aber nicht. Fest steht, dass am Dienstag die 15-Werktage-Frist endet, bis zu der Interimstrainer und B-Lizenz-Inhaber Carsten Rump die Mannschaft hauptverantwortlich betreuen darf. Dann muss ein Trainer mit Fußballlehrerlizenz übernehmen. Am Montag um 10 Uhr steht noch mal Rump auf dem Platz.

Zuletzt machte der DSC Schlagzeilen dieser Art im Spätherbst 2010. Damals zelebrierte der Verein ein Trainer-Casting, das seinesgleichen sucht. Kandidat Rudi Bommer bestellte man in ein Bielefelder Hotel, damit er sich einer Vielzahl von Gremienvertretern vorstellt. Parallel telefonierte man mit Ewald Lienen, der den Job am Ende auch bekam. Bommer sagte der Klub trotz seiner Anwesenheit aber nicht persönlich ab, sondern hinterließ ihm eine Nachricht auf seiner Mobilbox.

 Den negativen Höhepunkt der aktuellen Suche erlebte der Klub nun am Wochenende. Nachdem Maik Walpurgis dem DSC am Freitag abgesagt hatte, durften Bielefelds Verantwortliche am Samstag mit anschauen, wie der 43-Jährige beim Bundesligisten FC Ingolstadt 04 vorgestellt wurde.

Der Coach, mit dem sich Sport-Geschäftsführer Samir Arabi am Dienstagabend bereits einig war, von dem am Mittwochmorgen aber nicht mehr alle Mitglieder des Aufsichtsrats überzeugt waren. Bei einigen Verantwortlichen fehlte die Überzeugung, dass der Trainer, der jetzt einen Bundesligisten retten soll, für einen Zweitligisten die richtige Wahl sei. Dabei musste nach den Absagen von Holger Stanislawski und Michael Frontzeck, sowie der nicht möglichen Verpflichtung von Daniel Farke, der bei Borussia Dortmund II unter Vertrag steht, dringend etwas passieren.

Lesen Sie mehr am am Montag, 14. November, im WESTFALEN-BLATT.

Kommentare

Langer  schrieb: 14.11.2016 20:41
Arminia, ist inklusive Manager und Präsident nur eine Lachnummer!!!
Welcher Trainer will sich auch zur Lachnummer machen?
Es wird bestimmt wieder Geld verbrannt!
Davon ist ja genug vorhanden.
Sauerlandarmine  schrieb: 14.11.2016 17:39
Läuft doch noch
Leute... Ruhe bewahren!
Solange Michael Frontzeck von sich aus absagt haben wir immer noch mehr Glück als Verstand!!!
Arminia lebenslang Fr.  schrieb: 14.11.2016 16:38
Trainersuche
Ich kann den Aufsichtsratsmitgliedern zu ihrem Bauchgefühl ,bei der Absage von Walpurgis nur danken.
In Ingolstadt soll er den Abstieg verhindern. Die Betonung liegt auf soll. Er wird es aber nicht !
In unserer Lage hilft nur eine Interne Lösung . Armin Perry DFB A-Scheininhaber mit Co -Trainer Carsten Rump.
Der gesamte Verein müsste diese Entscheidung mittragen.Sponsoren, Aufsichtsrat, Mannschaft und Fans.
Und nicht gleich beim ersten Fehlpass alles wieder in Frage stellen.
In verschiedenen anderen Vereinen hat es bestens funktioniert.
Wenn die Mannschaft will kann sie mit jeden Verein der 2.Liga mithalten .
In der Winterpause 1-2Spieler ausleihen und es wird ein Platz im Mittelfeld der Tabelle belegt.
Fußball ist keine Wissenschaft sondern reine Kopfsache.
Carsten Rump hat die Mannschaft in die Pflicht genommen und ihr wieder Leben eingehaucht.

3 Kommentare
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