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So., 11.12.2016

2:3 bei Eintracht Braunschweig Arminia auswärts weiter sieglos

Im Zweikampf: Florian Hartherz (links) mit Nik Omladic.

Im Zweikampf: Florian Hartherz (links) mit Nik Omladic. Foto: Thomas F. Starke

Braunschweig (WB/dis/jen). Arminia Bielefeld bleibt in dieser Fußball-Zweitligasaison  weiter ohne Auswärtssieg. Am Sonntag unterlag das Team von Trainer Jürgen Kramny 2:3 (1:1) bei Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen übernehmen damit zumindest bis Montag wieder die Tabellenführung. Dann trifft der vorerst entthronte VfB Stuttgart im Spitzenspiel auf Hannover 96.

Die Bielefelder, bei denen zwei Spieler neu in die Startelf rückten (Malcolm Cacutalua für den verletzten Julian Börner und Steffen Lang für Michael Görlitz) begannen sehr engagiert und aufmerksam. Und kamen mit ihrem ersten Angriff prompt zur Führung.

Eine gefühlvolle Flanke des Linksverteidigers Sebastian Schuppan köpfte DSC-Kapitän Fabian Klos wuchtig aufs Tor. Eintracht-Schlussmann Jasmin Fejzic parierte großartig. Jedoch landete seine Abwehr direkt auf dem Kopf von Andreas Voglsammer, der zum 0:1 einnickte (4. Minute). Es war bereits das fünfte Tor des gebürtigen Rosenheimers in den vergangenen sechs Partien und das schnellste Saisontor der Arminen noch dazu.

Löwen-Tätowierung blieb verborgen

 Voglsammer setzte seinen sagenhaften Lauf damit weiter fort. Seine Löwen-Tätowierung auf dem rechten Oberschenkel ließ er – anders als nach seinem Siegtor eine Woche zuvor gegen Bochum – diesmal jedoch im Verborgenen. Eine kluge Entscheidung. In Braunschweig, wo ein Löwe sowohl das Stadt- als auch das Vereinswappen ziert, hätte das womöglich auch als Provokation missverstanden werden können.

Die Arminen ließen den Aufstiegsanwärter dann kommen, verteidigten aber mit zunehmender Spieldauer immer souveräner. Um so ärgerlicher, dass dann quasi aus dem Nichts ein Gegentor entstand. Brian Behrendts Klärungsversuch blockte der Braunschweiger Domi Kumbela mit dem Arm. Die Ostwestfalen reklamierten Handspiel, doch der fällige Pfiff blieb aus.

Kumbela schaltete schnell, leitete den Ball weiter auf Onel Hernandez. Der Ex-Armine setzte Christoffer Nyman in Szene, der wiederum DSC-Keeper Wolfgang Hesl mit einem strammen Schuss überwand – 1:1 (30.). So blieb es in einer intensiven, aber höhepunktarmen Partie bis zur Pause.

Slapstick-Einlage

Slapstick war, wie die Arminen dann ihr zweites Gegentor kassierten. Schuppan schoss mit seinem wilden Klärungsversuch Mitspieler Tom Schütz an. Vom Körper des Getroffenen prallte der Ball Kumbela vor die Füße, der freistehend mit einem gewaltigen Schuss in den Winkel unhaltbar für Hesl zum 2:1 abschloss (55.).

Die nach vorne bis hierhin viel zu passiven Bielefelder waren damit gezwungen, offensiv mehr zu unternehmen. Und siehe da: Tatsächlich kam Bielefeld dank eines Treffers von Fabian Klos zum 2:2 (75.). Allerdings machte erst der Braunschweiger Saulo Decarli, der abfälschte, den Flachschuss des DSC-Kapitäns unhaltbar.

Bitter: Quasi im Gegenzug traf Braunschweig gegen noch unsortierte Arminen direkt wieder zur Führung. Kumbela vollstreckte eine scharfe Hereingabe von Salim Khelifi zum 3:2 für die Eintracht (76.). Schuppan vergab wenig später per Kopf die Chance zum 3:3. Auch Klos hatte kurz vor Schluss noch den Ausgleich auf dem Fuß. Doch es blieb bei einer knappen Niederlage.

Braunschweig: Fejzic - Sauer, Decarli, Valsvik, Reichel - Moll, Schönfeld (79. Correia) - Omladic (64. Khelifi), Hernandez - Nyman (90.+1 Biada), Kumbela

Bielefeld: Hesl - Lang, Behrendt, Cacutalua, Schuppan - Junglas (63. Staude), Schütz (82. Ulm) - Voglsammer, Prietl (46. Holota), Hartherz - Klos

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz)

Zuschauer: 20.760

Tore: 0:1 Voglsammer (4.), 1:1 Nyman (30.), 2:1 Kumbela (55.), 2:2 Klos (75.), 3:2 Kumbela (76.)

Gelbe Karten: Reichel, Nyman, Khelifi - Voglsammer, Klos, Behrendt

Kommentare

Arminia auswärts weiter sieglos

Ja klar, wir werden immer benachteiligt und haben Pech. Träumt weiter, wir verlieren weil der Kader nicht mehr hergibt. In der Abwehr steht kein
Spieler mit Format. Schaut euch die Gegentore
in Fürth, St. Pauli, Braunschweig an, das ist nicht nur Pech, nein das ist mangelnde Qualität. Wer solche Spiele verliert, steigt ab. Jetzt gibt es höchstens noch einen Pkt gegen Dresden. Dann überwintern wir auf einem Abstiegsplatz. Jetzt die Frage: Wer ist für diesen Kader zuständig?

wann spielt endlich Florian Dick wieder ??

Wir spielen volles Programm gegen den Abstieg und ein Leitwolf wie Florian Dick darf nicht spielen!. Nur weil ein unbegabter Trainer wir Rehm unseren RV abgesägt hat, kommt er derzeit nicht zum Ensatz. Das sich das die Arminia in dieser Situation leisten kann. Krammny bevorzugt seine Stuttgarter Lang, obwohl der nicht annähernd die Klasse enes Dick hat. Wir brauchen Dick als Führungsspieler und Leitwolf für die Abwehr. Er verkörpert was man alles was man i Abstiegskampf braucht und würde dem ruhigen Hühnerhaufen mit seiner Präsenz helfen. Was passoert denn über rechts? Keine Flanke,kein Einwurf, keine Gefahr...nur Gegentore!

Ich bin auch kein Fan von Arabi

Ihn aber für die gestrige Niederlage verantwortlich zu machen, ist doch arg konstruiert. Gestern lag es auch nicht an mangelnder Qualität, es war einfach ganz viel Pech im Spiel und ein absolut katastrophaler Schiedsrichter, in Kombination mit dem überaus unsportlichen Cumbela. Zur Erinnerung, wir haben den Ball ins Seitenaus gespielt, damit ein verletzter Armine behandelt werden konnte. Danach warf ein Braunschweiger den Ball in unsere Hälfte zurück. Unabhängig vom klaren Handspiel, da geht man dann als Braunschweiger überhaupt nicht auf den Mann und den Ball, sondern lässt unseren Spieler den Ball nach vorne schlagen. Aber davon hat dieser Kerl vermutlich noch nie etwas gehört !

Dieses Arabi-Bashing entbehrt jeder Grundlage und ist lächerlich.

Arminia auswärts weiter sieglos

Ich kann mich nur dem Urteil Ulrich B. anschließen.
Unser Kader ist schlecht zusammengestellt worden.
Die zweitmeisten Gegentore sprechen für sich. So lange Arabi hier für die Neuzugänge zuständig ist, wird es dauerhaft keinen 2. Liga Fußball in Bielefeld
geben. Bis jetzt wurde nicht ein Spiel ohne Glück
gewonnen. Es wird sich in der Rückrunde deutlich
herausstellen, das der Kader nicht für den Klassenerhalt reicht.

Mangelnde Technik kostet Punkt

Wieder einmal hat technisches Unvermögen der Mannschaft einen Punkt gekostet, der durchaus verdient gewesen wäre. Viel investiert, vor allem viele Wege umsonst gemacht, weil die Bälle, manchmal über 6 Meter, nicht ankommen. Ich mache den Spielern keinen Vorwurf. Sie sind in der überwiegenden Anzahl technisch limitiert und spielen lediglich das, was sie können. Der Einsatz stimmt, nur reicht das in der 2. Liga nicht. Und jetzt komme ich zum Kernpunkt: Verantwortlich für die Kaderzusammenstellung ist der Geschäftsführer Sport. Und dessen Einkaufspolitik ist unterirdisch. Wenn jemand den erneuten Abstieg in die 3. Liga zu verantworten hat, dann er, weil ausschließlich er die fachliche Kompetenz für sich reklamiert. Diese spreche ich ihm jedoch mit aller Deutlichkeit ab. Und damit bin ich nicht allein. Bedauerlich ist nur, dass der Vorstand diese Erkenntnis nicht gewinnt und ihn weiter gewähren lässt. Und damit macht er sich letztlich mitschuldig.

6 Kommentare

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