>

Do., 04.01.2018

Arminias Verantwortliche äußern sich zu Etatsorgen, Lizenzierung und dem Meinke-Rauswurf Lösbare Probleme

Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek.

Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Angespannt aber lösbar: Damit lässt sich die aktuelle finanzielle Situation von Arminia Bielefeld zusammenfassen . Auch die Lizenz des Zweitligisten sei demnach nicht in Gefahr.

»Der DSC muss bis zum 15. Januar bei der Deutschen Fußball-Liga nachweisen, dass er seine ihm gestellten Auflagen erfüllen konnte, um eine entsprechende Sanktionierung zu vermeiden. Wir stehen in dauerhaftem Kontakt mit Vertretern der DFL und sind davon überzeugt, dass wir das Nachlizenzierungsverfahren erfolgreich abschließen werden«, erklärt der kaufmännische DSC-Geschäftsführer Markus Rejek.

Alm KG ohne erhoffte Ergebnisse

Nach den Berichten über eine Unterdeckung im laufenden Etat und nach dem Bekanntwerden des Rauswurfs von Gerrit Meinke , dem Geschäftsführer der Stadiongesellschaft Alm KG, herrschte kurz vor dem Jahreswechsel eine Menge Unruhe rund um den Klub. Auch um die Wogen zu glätten, äußerte sich Präsident Hans-Jürgen Laufer nun auch noch einmal zur Personalie Meinke: »Der Beschluss des Beirates, Gerrit Meinke als Geschäftsführer der Alm KG abzuberufen, ist Bestandteil einer Neustrukturierung der Stadiongesellschaft, die nicht die erhofften Ergebnisse erzielen konnte. Wir sahen uns gezwungen die Kostenstruktur zu verändern und die Alm KG effizienter aufzustellen. Dies hatte auch zur Folge, dass sie keinen zusätzlichen Geschäftsführer mehr benötigt.«

Arbeit an Sanierungskonzept

Wie bereits berichtet, erhofft sich der DSC in naher Zukunft weitere Unterstützung von Sponsoren und Gläubigern des Klubs . Zu einem möglichen Konsortium aus ostwestfälischen Unternehmern und Banken, dass Arminias finanzielle Leistungsfähigkeit auf Dauer sichert, wollte sich der Klub nicht äußern. Rejek betonte allerdings, dass man an einem Sanierungskonzept arbeitet: »Es wurde ein Prozess eingeleitet, um gemeinsam mit unseren Partnern ein Modell zu entwickeln, das Arminia nachhaltig und zukunftsfähig aufstellen soll. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Wir befinden uns weiterhin in Gesprächen und Verhandlungen, die wir öffentlich nicht kommentieren möchten. Dafür bitten wir um Verständnis. Sobald wichtige Verhandlungsergebnisse erzielt werden konnten, werden wir diese transparent darstellen.«

 

Kommentare

Fertig

da haben sich einige im Verein auserkoren um alles besser zu machen. Nichts wurde besser gemacht.
Es wurde jahrelang gelogen. Auch wenn es einigen nicht gefällt. Die zusätzlich gemachten Schulden in der Nach-Kentsch Zeit, in der von Dilettanten geführten Vereines, haben doch erst zu dieser Misere geführt.
Der Punktabzug in der Heinz Anders Zeit, der keine Lizensierung hinbekam, unterstützte den Abstieg. Dann kam der Bordellschläger Schnitzmeier und danach der Möchtegern Uhlig. Alles, nur keine fähigen Mitarbeiter auf dem Posten wurden ausgewählt.
Kentsch war sicher polarisierend, seine Art wie auch immer; Es waren aber die erfolgreichsten Jahre von Arminia, in der Kentsch die Zügel in der Hand gehalten hat. Arminia war geprägt von einer Professionellen Arbeit.
Davon ist Arminia heute weit entfernt. Da könnt ihr alle schimpfen ( vlt. zu Recht ) Kentsch hätte bleiben müssen, er war Arminias beste Chance auf eine erfolgreiche Zukunft. Die wurde von den Leuten nach Kentsch verspielt. - Herr Laufer, warum gab es eine Haussuchung bei Arminia, Schnitzmeier und Uhlig...Sie und die Gremien haben versagt. Es wird dringend Zeit, das Sie den Weg frei machen
Sagen Sie den Mitgliedern und Sponsoren die Wahrheit darüber was vorgefallen ist, was sie verschwiegen und somit unterstützt haben....

Überfällig

Der von Herrn Rejek erwähnte "Prozess zur Sanierung" ist sicherlich schon länger überfällig gewesen. Vorweg, ich gehöre zu denen, die immer gesagt haben: Solange wir es schaffen unsere Schulden zu bezahlen, solange sollten wir uns dem stellen. Seit nunmehr acht Jahren versucht man mit mehr oder weniger Erfolg, die Altlasten aus der Ära Kentsch zu beseitigen. Einige Millionen wurden getilgt (an Banken und die Fan-Anleihe) und andere Millionen wurden in Stadionanteile gewandelt. Letztlich muss man allerdings feststellen, dass dadurch eine Situation entstanden ist, die die graue Maus Arminia noch grauer macht. Im Konzert der anderen Clubs kann der DSC einfach nicht mithalten, da ihm die Schuldentilgung jeden Spielraum raubt. Ein Beispiel: In Regensburg hat die Stadt ein Stadion für 52 Millionen Euro gebaut und stellt es dem Club fast kostenlos zur Verfügung. Allein im Jahr 2017 musste die Stadt für den Betrieb und die Zinsen gute 4 Millionen aus dem Haushalt zahlen. Es ist also so, als hätte die Stadt dem Jahn diese Millionen einfach geschenkt. Das geht in den kommenden Jahren auch so weiter. In Bielefeld zahlt der DSC 120.000 Euro Zinsen pro Jahr für die 2 Millionen Schulden bei der Stadt. Es ist nur eines von vielen Beispielen zur ungleichen Verteilung innerhalb der Proficlubs. Ich will keine Steuergelder für den Fußball - es ist nur eine Klärung der Situation. Aufgrund dieser Fakten hat das Projekt Entschuldung aus eigenen Umsätzen vermutlich keine Zukunft. Wie nah am Abgrund der DSC im letzten Sommer stand wissen alle. Das es vermutlich aber keine 3.Liga gegeben hätte, sondern den Weg von 1860 München, das ahnen nur einige Fans. Wenn es nun also zu einem runden Tisch aller Beteiligten kommt, um über ein echtes Sanierungskonzept zu reden, dann ist das nur zu begrüßen. Arminia kann man nicht vorwerfen, dass man nicht über einen langen Zeitraum alles versucht hat. Die Banken und auch die Stadt haben mit hohen Zinsen (wer zahlt heute noch 6 Prozent und mehr?) auch ein gutes Stück daran verdient. Nun muss man über einen anderen Weg nachdenken - oder den Verein komplett dichtmachen. Das Sterben auf Raten ist ja irgendwann unerträglich. Ich hoffe also sehr, dass sich alle Gesprächsteilnehmer auf einen tragbaren und zukunftsträchtigen Konsens einigen können. Denn Fußball ist nun mal ein wichtiger Teil in unserer Gesellschaft, egal ob man das gut findet oder nicht. Er schafft auch in Bielefeld eine Menge Arbeitsplätze und sorgt für hohe Steueraufkommen. Niemand würde wohl die Stadt Mönchengladbach kennen ohne den Fußballclub.

Die Gremien haben versagt

Im Artikel wurde geschrieben "weil offenkundig nachlässig gearbeitet und nicht ausreichend kontrolliert wurde"

Konnten Arabi, und evtl. Uhlig vorher, machen was sie wollten ? Das darf und kann doch nicht wahr sein. Arminia steht seit Jahren auf der Kippe. Seit 2010 wollte die neuen Verantwortlichen alles besser machen. Alm KG, bessere Kontrolle, transparenz usw. Das Ergebnis dieser Versprechungen ist eine einziges Versagen. Ein Präsi, der so unsagbar träge ist. Warum sollten Schulden von den Gläubigern gestrichen werden?
Jeder Schuldner muß seine Schulden zurück zahlen, sonst droht der Gerichtsvollzieher und Vollstreckung.
Wenn die Gremien versagt haben, dann bitte keine Entlassung auf der JHV
Ein Unternehmen, das derart schlecht geführt wird, braucht eine Grunderneuerung.
Schade um den Herrn Rejek, er fängt einen neuen Job an, ohne das Desaster zu kennen. Bezeichnet seine Anstellung jetzt schon als Fehler. Wenn er bleibt, dann hat er keine bessere Alternative als Erwerbslos.
Dann bleibt noch der große dunkle Fleck Herr Laufer...

Schatten der Vergangenheit

Unsere Arminia befindet sich finanziell und sportlich seid Jahren leider auf einem kritischen Pfad. Die Situation ist ja mit einem lang andauernden Insolvenzverfahren vergleichbar. Die sportliche Leitung ist da sehr bemüht aus wenig, ein erfolgreiches Team zusammenzustellen. Da gibt es dann nicht viele Möglichkeiten. Zu haben sind hoffnungsvolle Nobody's, abgetakelte Altstars oder in ungnade Gefallene.
Unser Problem liegt meiner Ansicht nach, auf der Einnahmenseite. Durch die vielen Abstiege musste der Haushalt immer wieder stark reduziert werden. Das ist natürlich nicht so einfach möglich, also ging es an die Reserven und an das Tafelsilber. Man hat es einfach nicht hingebracht, die Einnahmen zu steigern. Das dort jetzt Herr Meinke zur Rechenschaft gezogen wurde ist richtig. In näherer Zukunft haben wir jetzt die Chance, aus einer stabilen sportlichen Situation heraus, auch mit externer Hilfe das Rad in die andere Richtung zu drehen. Wenn das gelingt, können mittelfristig auch Spieler eines anderen Kalibers verpflichtet werden. Also Leute, auf geht's.

Stimmt nicht

Bullshit, was sie da schreiben! Exfan sagt aber auch alles! Läuft es mal nicht gut suchen sie das Weite.
Arabi schafft es in den letzten Jahren aus extrem wenig extrem viel rauszuholen. Er kann halt auch nicht in die Glaskugel schauen und Vorhersagen welcher Spieler funktioniert und welcher nicht! Arabi war der, der Leute wie Klos geholt hat und in jüngerer Vergangenheit jemanden wie Yabo (den Garant für den Klassenerhalt). Arabi weg, dann ist Geld da? Ist ja nicht so, dass man da eine dicke Abfindung+ein Gehalt für einen neuen Geschäftsführer Sport zahlen müsste.
Erst nachdenken, dann kommentieren.

Arabi weg, dann ist auch Geld da

Soviel Geld, wie der Arabi im Jahr sinnlos verballert, können die Sponsoren gar nicht heran schaffen, 3 Trainer in einer Saison, jede Menge Flops gekauft, ich erinnere an MaK, Holata, dagegen sollten solche wichtigen Kräfte wie Dick, einer der wichtigsten Spieler im Abstiegskampf, verkauft werden, stattdessen wurde Teixeira geholt, der sogar für Dresden nicht gut genug war, jetzt gehts schon wieder um die Existenz, weil Leute wie Laufer und Arabi absolut unfähig sind

6 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5399510?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F