TV-Prämie abhängig vom Tabellenstand – Arminia-Trainer Saibene: »Hungrig bleiben«
Es geht auch noch um viel Geld

Bielefeld (WB). Vier Spieltage vor Schluss hat Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld sechs Punkte Rückstand auf Platz drei. Doch DSC-Trainer Jeff Saibene hat den Aufstieg noch nicht abgeschrieben. »Mit ein bisschen Glück können wir noch mal oben angreifen. Wir müssen unsere Spiele gewinnen und hoffen«, sagte der Coach.

Mittwoch, 18.04.2018, 08:58 Uhr aktualisiert: 18.04.2018, 14:46 Uhr
Jeff Saibene hat den Aufstieg noch nicht abgeschrieben. »Gewinnen und hoffen« lautet sein Motto im Saisonfinale. Foto: Thomas F. Starke
Jeff Saibene hat den Aufstieg noch nicht abgeschrieben. »Gewinnen und hoffen« lautet sein Motto im Saisonfinale. Foto: Thomas F. Starke

Seine Mannschaft müsse »hungrig bleiben. Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, damit wir noch mal angreifen können«, nahm sich Saibene auch selbst in die Pflicht. Auch Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek hofft, dass die Profis noch ein paar Punkte holen und die Saison so weit oben wie möglich abschließen. »Das würde uns natürlich finanziell helfen«, sagte der 49-Jährige.

Sollte es mit dem Aufstieg tatsächlich noch klappen, würden die Einnahmen in der Sparte TV-Gelder exorbitant steigen. Falls der DSC-Weg aber – was derzeit wahrscheinlicher ist – nicht ins Oberhaus führt, gibt es voraussichtlich trotzdem mehr Geld vom Fernsehen.

Je höher der Platz, desto mehr Gelder fließen

Hier gilt: Je höher platziert Arminia am Saisonende steht, desto mehr Prämie fließt an den Klub. In der aktuellen Saison hat der DSC 7,95 Millionen Euro TV-Geld erhalten. Das war im Vergleich zur Spielzeit 2016/17 schon eine Steigerung von mehr als zwei Millionen Euro.

Das liegt daran, dass zu Beginn der aktuellen Serie der neue, für vier Jahre gültige TV-Vertrag zwischen den übertragenden Sendern und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Kraft getreten ist. Durch den Kontrakt hatte die DFL bei den Medienrechten erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Saison übersprungen.

9,5 Millionen Euro TV-Geld

Aktuell ist Arminia Fünfter. Stand heute würde der Klub für die kommende Spielzeit etwa 9,5 Millionen Euro TV-Geld erhalten, also sich noch mal um etwa 1,5 Millionen steigern. Doch es könnte sogar noch mehr werden. Zum Beispiel, wenn die in der TV-Geldrangliste vor dem DSC platzierten Vereine wie zum Beispiel St. Pauli und/oder Heidenheim noch absteigen würden.

Generell ist es laut Markus Rejek denkbar, in Zukunft leistungsbezogene Verträge abhängig vom Tabellenplatz abzuschließen. Das heißt, dass die Spieler partizipieren, je besser Arminia abschneidet – unabhängig von möglichen Aufstiegsprämien, die sowieso die Regel sind. »Natürlich können wir aber nicht in bestehende Verträge eingreifen«, erläutert Rejek.

Stundung beschlossen

Gute Nachricht für Rejek und seinen Klub: Die Stadt Bielefeld hat beschlossen, dem DSC Schulden in Höhe von etwa 1,9 Millionen Euro länger zu stunden. Die Frist wurde demnach um neun Monate bis zum 30. Juni 2019 verlängert.

Am vorletzten Spieltag (6. Mai, 15.30 Uhr) tritt der DSC beim FC St. Pauli an. Das Gästekontingent (2850 Karten) war nach sieben Stunden ausverkauft.

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