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Mo., 07.05.2018

Arminias Mittelfeldakteur hat Mitspieler beleidigt – Arabi: »So einen Umgang dulden wir nicht« Sprachnachricht von Staude sorgt für Wirbel

Keanu Staude.

Keanu Staude. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/dis/jen). Ein Trainingsvorfall vom Herbst 2017 sorgt bei Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld für Wirbel.

Damals hatte es einen Streit zwischen Keanu Staude (21) auf der einen und Christoph Hemlein (27), Stephan Salger (28) sowie Fabian Klos (30) auf der anderen Seite gegeben. Über den Vorfall war seinerzeit intern gesprochen worden. Die Angelegenheit galt als erledigt. Seit Sonntag ist aber nun eine Audiodatei im Umlauf, in der Staude seine Mitspieler teils heftig beleidigt. Diese Datei liegt dem WESTFALEN-BLATT vor.

Staude nahm am Montag Stellung: »Ich habe meinem Frust kurz nach einer Trainingseinheit im letzten Herbst Luft verschafft, in einer kleinen WhatsApp-Gruppe mit meinen Freunden. Ich war sehr emotional und kann mich für die Wortwahl nur entschuldigen, insbesondere bei meinen Mitspielern. Nie wollte ich öffentlich so über sie reden. Dass die Nachricht doch weitergereicht wurde, ist für mich enttäuschend.«

Es heißt, dass die betroffenen Spieler Staudes Entschuldigung akzeptiert haben.

Der Arminia-Profi muss nach diesem Vorfall mit Sanktionen rechnen. DSC-Sportgeschäftsführer Samir Arabi: »Natürlich werden wir uns intern dieses Themas annehmen, werden Keanu aber sicher nicht öffentlich an den Pranger stellen. Der Spieler weiß, dass er einen Fehler gemacht hat.« Arabi ergänzte, dass »wir so eine Form des Umgangs nirgendwo dulden: Nicht in der Geschäftsstelle, nicht im Nachwuchsleistungszentrum und auch nicht innerhalb der Profimannschaft.«

Kommentare

Fake?

Zu dieser gelungenen Satire muß man Staude beglückwünschen.
Daß jemand so redet, kann ja wohl nicht sein. Hoffentlich.

Erstaunlich

Im Sinne des Vereins Nachrichten aufsparen? Das wäre Selbszensur. Traurig, welches Empfinden von Pressefreiheit hier manch einer an den Tag legt.

Staude hat hoffentlich etwas über die virtuelle Welt und das Verbrieten von Nachrichten gelernt.
Interessanter finde ich seine Ausdrucksweise, die auf das Milieu schließen läßt, in dem er sich bewegt.

Die Sprachnachricht ist peinlich. Die Berichterstattung darüber noch mehr. Am schlimmsten ist die Veröffentlichung an sich. Dazu der scheinheilige Kommentar in einer anderen Kommentarfunktion: Pech gehabt also. Na ja. Eher ist das genau das Niveau, welches seit Jahren dort gepflegt wird, wo der Kommentar herkommt. Die Veröffentlichung ist kein Pech, sondern eine Sauerei. Web 2.0 eben. Aber Staude wird nicht nur eine bessere Wortwahl lernen, sondern auch, diesem Web 2.0 nicht jeden Schwachsinn anzuvertrauen.

Pressefreiheit

Auch die großen Zeitungen berichten heute über dieses No Go. Warum sollen die lokalen Medien diesen Vorfall unter den Teppich kehren?
Ich hoffe, das Staude für die Zukunft nicht mehr so leichtgläubig mit seinen Dingen umgeht.
Als Fußballprofi ist man eine öffentliche Person, daher also logisch, das die Öffentlichkeit nach Ereignisse giert. Dies hat Staude wohl unterschätzt.

Strafe muss sein...

Herr Staude sollte von Vereinsseite einen Deutschkurs besuchen müssen. Herr Block1 hat sich an den Kopf packen müssen. Das kann doch nicht die Umgangssprache beim DSC sein. Seine Lehrer sollten sich schämen und seine Eltern versinken vermutlich gerade im Erdboden... Was für ein krankes Deutsch spricht dieser Junge???

Journalistischer Unsinn

Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen. So eine Meldung ist blanker Unsinn, zumal das, was den Stein des Anstoßes darstellt, überhaupt nicht berichtet wird. Hier werden Spekulationen befeuert, die niemandem guttun.
Entweder man berichtet umfassend und nimmt dann noch dazu Stellung,oder man lässt es. In diesem Fall wäre letzteres besser gewesen.

Liebes WB, es gibt Nachrichten, die man sich im Sinne des Vereins auch sparen kann, ohne das irgendjemandem ein Nachteil entsteht. Ihr generiert vielleicht ein paar Klicks mehr, aber es wirft am Ende des Tages auch ein schlechtes Licht auf die Art der Berichterstattung. Diese Art des "Leichen aufwärmen`s" solltem sich m.M. nach seriöse Journalisten sparen.

7 Kommentare

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