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Mo., 16.07.2018

Arminia Trainingslager: Seufert und Christiansen sollen den Etablierten Druck machen – mit Video Die Zwei aus der Zentrale

Nils Seufert wechselte vom 1. FC Kaiserslautern zum DSC. Der 21-Jährige hofft auf einen Platz im Mittelfeld. Darauf spekuliert auch Max Christiansen. Der Neuzugang vom FC Ingolstadt ist wie Seufert ebenfalls 21.

Nils Seufert wechselte vom 1. FC Kaiserslautern zum DSC. Der 21-Jährige hofft auf einen Platz im Mittelfeld. Darauf spekuliert auch Max Christiansen. Der Neuzugang vom FC Ingolstadt ist wie Seufert ebenfalls 21. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Kaprun (WB). Kampfansagen lassen sich Nils Seufert und Max Christiansen nicht entlocken. Aber die beiden Neuzugänge des DSC Arminia wollen sich auch nicht mit einem Platz auf der Ersatzbank zufrieden geben. Seufert und Christiansen (beide 21) sollen Druck machen auf die etablierten Kräfte im zentralen Bielefelder Mittelfeld, Tom Schütz (30) und Manuel Prietl (27).

»Ob wir die Herausforderer sind, weiß ich nicht. Wir versuchen alle, unseren Platz zu finden«, gibt sich Christiansen, der vom FC Ingolstadt zum DSC kam, bedeckt. Seufert erklärt: »Wir pushen uns gegenseitig, das tut jedem von uns gut. Konkurrenz ist wichtig.« Beide fühlen sich auf jeden Fall schon mal sehr gut aufgenommen von den neuen Teamkameraden.

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Wir versuchen alle, unseren Platz zu finden.

Max Christiansen

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Seufert, gebürtig aus Mannheim, war zuvor sechs Jahre beim 1. FC Kaiserslautern aktiv. Er verabschiedete sich mit dem erstmaligen Abstieg des früheren Deutschen Meisters, ausgerechnet Ende April auf der Bielefelder Alm passierte es. »Das war natürlich bitter. Der FCK ist ein großer Verein, das ist eine schwierige, brutale Situation für den Klub. Und besonders schlimm ist es natürlich für die Fans«, sagt Seufert.

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Erst ist man der Held, dann schnell der Verräter.

Nils Seufert

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Einige Fans nahmen ihm, der in der vergangenen Saison sein Profidebüt für Kaiserslautern feierte, den Wechsel nach Bielefeld übel. Im Internet wurde Seufert beschimpft. »Ich hatte mit solchen Reaktionen gerechnet. Erst ist man der Held, dann schnell der Verräter, der die Mannschaft und den Verein im Stich lässt. Ich bin nicht nachtragend, und so etwas belastet mich auch nicht«, versichert Seufert.

Max Christiansen kann von negativen Reaktionen nichts berichten. Das mag auch daran liegen, dass die Fans in Ingolstadt nicht so heißblütig sind wie in Kaiserslautern.

2016 in Rio

Für den FCI spielte Christiansen 30 Mal in der Bundesliga und 20 Mal in der 2. Liga. Auch der Ex-Armine Maik Walpurgis war sein Trainer, den Abstieg nach einem Jahr im Oberhaus konnten sie nicht verhindern.

Trotzdem lobt der Spieler seinen Ex-Coach: »Er ist ein cooler Typ, mit ihm kam ich gut klar. Wir haben noch Kontakt. Er hat gute Arbeit geleistet, wir hätten damals fast noch den Klassenerhalt geschafft.«

In Christiansens Vita stehen sogar die Olympischen Sommerspiele. 2016 in Rio gewann er mit der deutschen Mannschaft die Silbermedaille. »Dort dabei gewesen zu sein, war einfach unglaublich. Auch wenn wir das Finale knapp verloren haben.«

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