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Mo., 27.08.2018

Erstligakulisse beim Zweitligahit: Arminia gastiert an diesem Montag beim HSV - mit Videos Saibene: »Genießen – und punkten«

Zwei, auf die Trainer Jeff Saibene heute beim Spiel in Hamburg setzt: Jóan Símun Edmundsson (rechts) und Tom Schütz.

Zwei, auf die Trainer Jeff Saibene heute beim Spiel in Hamburg setzt: Jóan Símun Edmundsson (rechts) und Tom Schütz. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). HSV gegen Arminia – vor neun Jahren kam dieser schwarz-weiß-blaue Klassiker noch auf der Erstligabühne zur Aufführung. Im Februar 2009 siegten die Hanseaten 2:0 und zogen am Saisonende sogar in den Europacup ein. Arminia stieg ab. Im vergangenen Sommer erwischte es dann auch Hamburg. Jetzt kommt es zum Wiedersehen.

Die Bühne ist eine Nummer kleiner, die Kulisse jedoch wird auch am Montagabend wieder erstligareif sein. Etwa 45.000 Fans werden im Volksparkstadion erwartet. Mehr als 3000 kommen der fanunfreundlichen Anstoßzeit (Montag, 20.30 Uhr) zum Trotz aus Ostwestfalen.

»Wir wollen das genießen – aber vor allem wollen wir punkten«, sagt Jeff Saibene. Der DSC-Trainer hat als Kind in HSV-Bettwäsche geschlafen. Jetzt kommt er nach Hamburg, um den Aufstiegsträumen seines früheren Herzensklubs einen Dämpfer zu verpassen. Eine spezielle Ausgangslage. »Ich bin selbst gespannt, wie sich das anfühlen wird«, sagt Saibene.

Natürlich sei die Partie ein Höhepunkt. Aber nicht nur für ihn, »sondern für uns alle. Wir spielen dort gegen den immer noch großen HSV. Auch wenn es sportlich nicht mehr so läuft wie früher, ist es doch noch ein Riesenklub.«

»Die Kölner sind einen Tick reifer«

Allerdings nicht riesig genug, um der größte in der 2. Liga zu sein. »Ich glaube, das ist der 1. FC Köln. Die Kölner sind einen Tick reifer und in der Breite noch ein bisschen besser aufgestellt«, begründet Saibene seine Ansicht und meint: »Wenn ich tippen müsste, dann würde ich Köln am Saisonende an Position eins nennen und Hamburg an zwei.« Und an drei dann Arminia? Saibene: »An drei kommen alle anderen.«

Allerdings könnten die Ostwestfalen im Falle eines Sieges mit drei Toren Differenz heute Abend die Tabellenführung übernehmen. Unmöglich ist das nicht, wie Holstein Kiel am ersten Spieltag bewies. Die Kieler gewannen beim HSV 3:0. Saibene war Augenzeuge im Stadion. Er sagt: »Zu Hause sind die Erwartungen an den HSV extrem hoch. Die Leute erwarten guten Fußball, Kreativität und dass die Hamburger den Gegner teilweise überrennen. Diesen Ansprüchen gerecht zu werden ist nicht immer so einfach.«

HSV-Coach Christian Titz sei sich seiner Aufgabe bewusst, dem Publikum etwas zu bieten. »Er will extrem Fußball spielen lassen«, sagt Saibene. »Ich finde das gut. Er hat seine Linie und zieht sie voll durch.«

Das offensive Risiko kann zum Verhängnis werden

Das offensive Risiko kann, wie beim 0:3 gegen Kiel, zum Verhängnis werden. Es kann aber auch, wie beim folgenden 3:0 in Sandhausen, zielführend sein. Saibene weiß: »Wenn man ihnen Raum gibt und wir nicht zusammen verteidigen, können sie spielen. Dann sind sie extrem gefährlich.«

Als Ersatz für den verletzten Rechtsverteidiger Cédric Brunner (Meniskusriss) erhält Tom Schütz gegenüber dem erst in der Vorwoche verpflichteten Jonathan Clauss den Vorzug. Clauss mache körperlich einen guten Eindruck, »für die Startelf ist er aber noch kein Thema. Eine Einwechslung würde ich ihm zutrauen«, sagt Saibene. Für Brunner, der sich auf einem sehr guten Weg befinde, solle das erste Punktspiel nach der Länderspielpause in Magdeburg (17. September) das Ziel sein. Auch Nils Quaschner mache nach langwieriger Knieverletzung Fortschritte. Er dürfe mit einem Einsatz beim Testspiel am 4. September in Luxemburg liebäugeln.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Schütz, Behrendt, Börner, Hartherz - Edmundsson, Seufert, Prietl, Staude - Klos, Voglsammer

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