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Sa., 01.09.2018

Saibene sicher: Wenn er offensiv zulegt, »ist er nicht mehr zu halten« 1. Liga? Was Prietl noch fehlt

Manuel Prietl ist im DSC-Mittelfeld gesetzt.

Manuel Prietl ist im DSC-Mittelfeld gesetzt. Foto: Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Jetzt noch das Heimspiel gegen Jahn Regensburg, dann folgt schon die erste Unterbrechung dieser noch recht jungen Fußball-Zweitligasaison. Die Begegnung gegen die Bayern wird Antwort geben darauf, ob es für den DSC Arminia ein gelungener, ein mittelmäßiger oder doch ein eher schwacher Start in die neue Spielzeit war.

»Wenn wir gewinnen, sind wir voll im Soll. Dann war es wie schon in der vergangenen Saison wieder ein richtig guter Start. An etwas anderes will ich gar nicht denken«, sagt Manuel Prietl.

Vor einem Jahr war Arminia nach vier Partien Dritter, hatte zehn Zähler auf dem Konto – ein Traumstart! Auch damals folgte nach 360 Saisonminuten eine zweiwöchige Länderspielpause. In die nun folgende kann Arminia mit maximal sieben Punkten gehen. Voraussetzung wäre ein Sieg gegen den SSV Jahn (Samstag, 13 Uhr, Schüco-Arena). Kein einfaches Unterfangen, befürchtet Trainer Jeff Saibene. »Es treffen zwei sehr ähnliche Mannschaften aufeinander, sowohl vom Spielstil als auch von der Taktik her«, sagt er. »Beide Teams legen viel Wert auf Gegenpressing. Die Regensburger verfügen nicht über die herausragenden Einzelspieler, funktionieren aber als Kollektiv.« Genau wie Arminia. Was Saibene noch aufgefallen ist: »Regensburg ist sehr aggressiv und robust.«

Darum braucht er Spieler, die dagegenhalten. So wie Prietl. Der Mittelfeldakteur erobert im Zentrum viele Bälle. In der Defensive hat der Österreicher besondere Qualitäten, herausragendes Merkmal aber ist Prietls Laufstärke. Kein anderer Zweitligaspieler legte in der Vorsaison so viele Kilometer zurück wie er. Mehr als zwölf waren und sind es im Schnitt pro Partie. Woran es bei ihm mangelt, ist Torgefährlichkeit. Saibene: » Manuel ist ein unglaublich wertvoller Spieler und ein sehr dankbarer, guter Junge . Wenn er noch drei, vier Tore schießt und zwei, drei Treffer vorbereitet, ist er nicht mehr lange hier. Dann ist er für uns nicht mehr zu halten. Das habe ich ihm gesagt, und da müssen wir hinkommen.«

Ein Treffer und drei Vorlagen

Die Scorerpunkte – Prietl gelangen in insgesamt 59 Zweitligaspielen für den DSC ein Treffer und drei Torvorlagen – machten den Unterschied aus »zwischen einem richtig guten Zweitligaspieler und einem, der es in die Bundesliga schafft«, sagt Saibene. Obwohl Prietl (Vertrag bis 2021) mit 27 Jahren kein junger Hüpfer mehr ist, traut sein Coach ihm den Sprung in die 1. Liga zu: »Das klare Ziel für mich ist, dass er in die 1. Liga kommt und wir ihn für ein paar Millionen Euro verkaufen können. Am liebsten würden wir allerdings selber mit ihm aufsteigen. Das wäre noch schöner.«

Arminia rechnet gegen Regensburg mit 15.000 Besuchern. Auch für den so genannten »Dr. Oetker Familienblock« gibt es noch Karten. Nachdem das Unternehmen bereits seit Beginn des Jahres Mitglied im »Bündnis Ostwestfalen« ist, wird es ab sofort auch offizieller Partner des DSC, teilte der Klub mit.

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