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Mi., 05.09.2018

Arminia feiert 4:1-Erfolg in Trainer Jeff Saibenes Heimat – mit Video Saibene: »Luxemburg war wie gelähmt«

Wiedersehen: Luxemburgs Nationaltrainer Luc Holtz (links) und Jeff Saibene spielten früher gemeinsam für ihr Heimatland.

Wiedersehen: Luxemburgs Nationaltrainer Luc Holtz (links) und Jeff Saibene spielten früher gemeinsam für ihr Heimatland. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Luxemburg-Stadt (WB). Diese Premiere war sehr erfolgreich: Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld hat das Testspiel gegen die Nationalmannschaft von Luxemburg  am Dienstagabend 4:1 (3:0) gewonnen.

Jeff Saibene traf bei der Rückkehr in seine Heimat einige Weggefährten von früher. Vor dem Anpfiff unterhielt sich der 49-Jährige lange mit dem Vorsitzenden des Luxemburger Fußballverbandes, Paul Philipp. 556 Zuschauer waren dabei. »Es war schön, hier zu sein und Freunde und Familie zu treffen. In der ersten Halbzeit waren wir zwei Klassen besser, Luxemburg war wie gelähmt. Die Art und Weise, wie wir mit den vielen jungen Spielern aufgetreten sind, hat mir extrem viel Freude gemacht«, sagte Saibene.

Comeback von Quaschner und Brunner

Die Arminen waren nur mit 16 Spielern angereist. Nach langer Verletzungspause stand Stürmer Nils Quaschner im Rahmen seines Aufbautrainings in der Startelf. Sein Arminia-Debüt feierte der erst am vorigen Freitag verpflichtete Anderson Lucoqui, der als Linksverteidiger zum Einsatz kam. Cedric Brunner gab nach seinem Meniskusriss sein Comeback und lief als Innenverteidiger auf. »Es war schön, so schnell wieder auf dem Platz zu stehen. Nach der langen Pause merke ich aber auch meine Muskeln. Wenn man die sechsstündige Anreise bedenkt, hatten wir eine sehr gute erste Hälfte«, befand Brunner.

Für den Gastgeber, der mit der vermeintlichen A-Elf begann, war die Partie die Generalprobe für die neu geschaffene Uefa Nations League. Dort trifft die Mannschaft von Trainer Luc Holtz (49) am Samstag – ebenfalls im Stade Josy Barthel – auf Moldawien. Das Stadion ist in die Jahre gekommen, deshalb entsteht einige Kilometer entfernt eine komplett neue Arena. Charme versprüht das reine Sitzplatzstadion Josy Barthel aber dennoch, mit Wohnblocks direkt nebenan sowie einem Recyclinghof hinter einer Kurve. Nationalcoach Holtz sagte: »Ich bin unzufrieden mit unserer Leistung, wir wollten überhaupt nicht den Ball haben. Am Samstag müssen wir ein anderes Gesicht zeigen.«

Owusu verwandelt fälligen Elfmeter

Die knapp 200 DSC-Fans sorgten für Stimmung. In der elften Minute hatten die Bielefelder Anhänger den Torschrei auf den Lippen, doch Keanu Staude traf die Unterkante der Querlatte. Nur 40 Sekunden später scheiterte Prince Osei Owusu aus kürzester Distanz an Luxemburgs Torwart Anthony Moris.

Per Doppelschlag gingen die Gäste dann in Führung. Zunächst nutzte Max Christiansen einen Fehler von Maxime Chanot (29.), dann erhöhte Patrick Weihrauch mit einem platzierten Rechtsschuss auf 2:0 für den DSC (31.). Fünf Minuten später foulte Kevin Malget dann Owusu, der den fälligen Elfmeter selbst verwandelte.

Zur zweiten Hälfte wechselte Holtz sieben Mal, Saibene brachte Semir Ucar für Manuel Prietl. In der 57. Minute gelang Olivier Thill das 1:3 für Luxemburg. Die Gastgeber steigerten sich nach schwacher erster Halbzeit, die Arminen wurden müde, trotzdem gelang ihnen noch das 4:1. Owusu war nach einem Eckball von Weihrauch per Kopf erfolgreich (89.).

Daten zum Spiel:

Luxemburg: Moris - Jans (46. Bohnert), Gerson (46. Carlson), Chanot (38. Mahmutovic), Malget (46. Janisch) - Sinani (46. V. Thill), Martins (63. Rodrigues), Philipps (46. Mutsch), Barreiro (46. Da Mota) - Joachim (62. Deville), Turpel (46. O. Thill)

Arminia: Klewin - Clauss (75. Siya), Brunner (62. Behrendt), Salger, Lucoqui - Weihrauch, Christiansen, Prietl (46. Ucar), Staude - Quaschner (62. Brandy), Owusu

Schiedsrichter: Durieux (Luxemburg)

Zuschauer: 556

Tore: 0:1 Christiansen (29.), 0:2 Weihrauch (31.), 0:3 Owusu (36., Foulelfmeter), 1:3 O. Thill (57.), 1:4 Owusu (89.)

Gelbe Karten: Rodrigues / Ucar

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