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Mi., 12.09.2018

Arminia-Neuzugang hat sich einen Mittelfeldstammplatz erkämpft Seufert will nicht weichen

Nils Seufert setzt sich durch. Der im Sommer verpflichtete Mittelfeldspieler spielt bisher eine sehr gute Rolle beim DSC.

Nils Seufert setzt sich durch. Der im Sommer verpflichtete Mittelfeldspieler spielt bisher eine sehr gute Rolle beim DSC. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Eigentlich war die Rangfolge klar: Tom Schütz (30) und Manuel Prietl (27) sind im defensiven Mittelfeld bei Arminia Bielefeld gesetzt. Doch Nils Seufert, 21-jähriger Neuzugang vom Absteiger 1. FC Kaiserslautern, spielte da nicht mit – und ist aktuell Stammkraft beim Zweitligisten.

»Es herrscht ein fairer Konkurrenzkampf, der Trainer stellt nach Leistung auf. Namen sind ihm völlig egal«, sagt Seufert und ergänzt: »Dass ich aktuell gesetzt bin, damit konnte man nicht rechnen, weil hier ja auch zwei gestandene Zweitligaspieler auf meiner Position gespielt haben. Deswegen bin ich umso glücklicher, dass es jetzt so ist. Ich muss aber weiter Gas geben.«

Coach Jeff Saibene und Sportchef Samir Arabi hatten mit den Verpflichtungen von Seufert und Max Christiansen (21, vom FC Ingolstadt gekommen) für mehr Gedränge in der Mittelfeldzentrale gesorgt. Während Christiansen erst vier Minuten in der Liga zum Einsatz kam, stand Seufert in jeder der vier Partien in der Startelf. Und fast immer zeigte der gebürtige Mannheimer gute bis sehr gute Leistungen. »Ich habe recht gute Spiele gemacht. Regensburg war weniger meinen Ansprüchen entsprechend, da habe ich schwächer gespielt als in den Spielen davor«, äußert sich Seufert auch selbstkritisch.

»Mein Körper hat mir Signale gesendet«

Gegen Regensburg – im letzten Spiel vor der Länderspielpause – gewann der DSC zwar in einer spektakulären Begegnung 5:3. Doch die Defensive zeigte – wie wenige Tage zuvor beim 0:3 in Hamburg – viele Schwächen. »Offensiv sieht alles schon sehr gut aus. Jetzt müssen wir defensiv wieder das zeigen, was uns stark gemacht hat: immer wieder rausrücken, Druck ausüben, kompakt stehen, in die Zweikämpfe kommen«, fordert der Sommer-Neuzugang mit Blick auf die schwierige Aufgabe am Montag (20.30 Uhr) beim 1. FC Magdeburg. »Da dürfen wir nicht wieder gegen den Ball alles vermissen lassen, wie wir es in letzten beiden Spielen getan haben.«

Seufert scheut klare Worte also ebenso wenig wie Zweikämpfe. In der vorigen Woche musste er den Belastungen ein wenig Tribut zollen. »Ich bin in der Reha gewesen, wegen Problemen am Hüftbeuger. Jetzt ist es wesentlich besser, und ich hoffe, am Montag auf dem Platz zu stehen. Mein Körper hatte mir Signale gesendet, dass etwas passieren könnte, wenn ich nicht kürzer trete«, sagt der Mittelfeldspieler. In Magdeburg erwartet er »ein Kampfspiel. Wir können befreit aufspielen, Magdeburg steht unter Druck. Wir dürfen sie aber auf keinen Fall unterschätzen«, meint Seufert, der schon nach kurzer Zeit sagen kann, er sei »glücklich, mich für Arminia entschieden zu haben. Ich denke, dass ich hier hin passe und meinen Weg gehen kann.«

Nationalspieler fehlen im Training

Beim Training am Dienstag fehlten weiterhin die Nationalspieler Joan Simun Edmundsson (Färöer-Inseln) und Baboucarr Gaye (Gambia) sowie Sven Schipplock (Reha) und Can Özkan (Zahn-OP). Roberto Massimo war von seiner U19-Reise zurück, trainierte aber nur regenerativ.

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Erstaunt

Zunächst einmal war ich erstaunt, dass wir einen solchen Spieler überhaupt bekommen haben. Der kommt mit seinen gerade einmal 21 Jahren zu uns, verdrängt Arminia-Urgestein, zeigt von Anfang an eine Präsenz, wie ich sie selten gesehen habe, ist zweikampfstark. Dazu überall auf dem Platz zu finden. Solche Leute bringen den Verein langfristig weiter, ich bin begeistert. Offensichtlch sind wir aktuell wieder eine ordentliche bis gute Adresse, nachdem wir jahrelang nur Spieler mit Karriereknick bekommen haben.

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