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Mi., 19.09.2018

Was Arminia von den Spitzenmannschaften unterscheidet Saibene: »Irgendetwas fehlt noch«

»Der Ball von Vogi muss rein, wenn du so ein Spiel gewinnen willst«, sagt DSC-Trainer Saibene. Doch FCM-Keeper Brunst pariert.

»Der Ball von Vogi muss rein, wenn du so ein Spiel gewinnen willst«, sagt DSC-Trainer Saibene. Doch FCM-Keeper Brunst pariert. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Die Chance, mit einem Sieg zur Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga aufzuschließen, hat Arminia Bielefeld am Montagabend in Magdeburg verpasst. »Irgendetwas«, sagte Trainer Jeff Saibene die Lippen zusammenpressend und mit den Fingern schnippend, »irgendetwas fehlt uns noch«.

»Eine Topmannschaft«, führte der 50-Jährige aus, »kommt hier hin und gewinnt 2:0 – ohne Wenn und Aber«. Arminia aber spielte 0:0 und ließ die wenigen Großchancen ungenutzt.

Andreas Voglsammer hatte das 1:0 auf dem Kopf. »Der Ball von Vogi muss rein, wenn du so ein Spiel gewinnen willst. Aber der Torwart hat auch gut gehalten«, urteilte Saibene nach seinem 50. Zweitligaspiel (18 Siege, 19 Remis, 13 Niederlagen).

Härtel: »Bielefeld war bis jetzt unser bester Gegner«

Der Trainer (»Jammern wäre fehl am Platz«) weiß natürlich, dass an den acht Punkten aus fünf Spielen wenig auszusetzen ist. Aber Saibene strebt nach dem Maximum: »Wir wissen, wo wir herkommen und sind auf einem guten Weg. Fußballerisch haben wir zum Teil große Fortschritte gemacht. Im Mittelfeld sind wir ex­trem ballsicher. Aber es fehlt uns vielleicht noch ein bisschen die Reife, die Selbstverständlichkeit, solche Spiele zu gewinnen.«

Arminia war das bessere Team, das sah auch Magdeburgs Coach Jens Härtel so, der meinte: »Bielefeld war bis jetzt unser bester Gegner.« Aber eben auch ein Gegner, dem vor dem Strafraum die Ideen ausgingen.

Saibene: »An den letzten 30 Metern bis zum Tor, wo es wehtut und wo man sich die Chancen erspielen muss, wenn es eng wird, müssen wir noch arbeiten.« Dieser letzte Schritt sei »der Schwierigste«. Das gilt insbesondere für die Auswärtsspiele.

Defensivstabilität zurückgewonnen

Nachdem sein Team in den beiden Punktpartien zuvor happige sechs Gegentreffer kassiert hatte, konnte der Luxemburger sich in Magdeburg wenigstens über die zurückgewonnene Defensivstabilität freuen: »Zu Null war das große Ziel. Das war ein Fortschritt.«

Speziell Julian Börner habe überzeugt. »Heute fand ich ihn richtig gut. Er hat gemerkt, dass andere hinten dran sind, die es auch können. Aber wenn er so spielt wie diesmal, ist er extrem wertvoll«, lobte Saibene.

So wacklig Börner beim vorherigen 5:3 gegen Regensburg spielte, so stabil trat er diesmal in Magdeburg auf. Saibene: »Stephan Salger und er waren sehr konzentriert und fokussiert.«

Auch der von einem Meniskusriss genesene Cedric Brunner überzeugte. Am Samstag im Heimspiel gegen Union Berlin werden diese drei gemeinsam mit Florian Hartherz dann erneut die Viererkette bilden.

Zu Hause seit sieben Spielen unbesiegt

Während das 0:0 in Magdeburg saisonübergreifend bereits das neunte sieglose Auswärtsspiel in Serie war (letzter Dreier und bisher einziger Auswärtssieg im Jahr 2018 war am 29. Januar das 1:0 in Bochum), ist der DSC zu Hause bereits seit sieben Partien unbesiegt. Seit dem 2:3 im Februar gegen Dresden gab es fünf Siege und zwei Unentschieden.

Ein Dreier nun gegen Berlin würde es den Ostwestfalen erlauben, auch weiterhin mit einem Auge nach oben zu schielen. In sechs Tagen geht es dann nach Darmstadt. »Wir sind dran«, sagte Saibene, »wir haben nur zwei Punkte weniger als Köln«.

Apropos Köln: Bis zur Heimpartie gegen den Erstligaabsteiger (Freitag, 28. September) hat der DSC-Trainer die freien Tage gestrichen. Es läuft die erste heiße Phase der Saison. Oder wie Brunner es formulierte: »Jetzt geht es Schlag auf Schlag.«

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