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Sa., 22.09.2018

Arminia weiß nach der Englischen Woche besser, wohin es geht Richtungsweisend

Auf Jeff Saibene (rechts) und seinen Assistenten Carsten Rump (Zweiter von rechts) warten drei Spiele in sieben Tagen.

Auf Jeff Saibene (rechts) und seinen Assistenten Carsten Rump (Zweiter von rechts) warten drei Spiele in sieben Tagen. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Es ist unbestritten: Noch nie kam der Osterhase an Weihnachten und genau so wenig haben sich Aufstieg, Abstieg oder Klassenerhalt am sechsten Spieltag entschieden. Dennoch geht Arminia Bielefeld mit dem Spiel gegen Union Berlin am Samstag (13 Uhr, Schüco-Arena) in eine richtungsweisende Woche.

Erst kommt der seit Jahren als Aufstiegskandidat gehandelte Klub aus der Hauptstadt, dann das Spiel bei Ex-Bundesligist SV Darmstadt (Dienstag) und schließlich die Partie gegen Liga-Topfavorit Köln (Freitag) – die Englische Woche hat es ohne Zweifel in sich. Bei der Frage nach dem vorentscheidenden Charakter dieses Dreierpacks schüttelt sich DSC-Trainer Jeff Saibene allerdings erst einmal und erklärt: »Richtungsweisend? Würde ich nicht sagen.« Um dann nachzulegen: »Nach den drei Spielen kann man schon sagen, wo wir stehen. Aber sicher ist alles möglich: dreimal gewinnen, dreimal unentschieden spielen oder verlieren.«

Offensiver geht Nils Seufert das Thema an . Das mag in der Natur der Sache liegen, ist der Mittelfeldspieler rein sportlich betrachtet sowieso für die offensiven Impulse in Arminias Spiel verantwortlich. »Nach den drei Begegnungen wird man sehen, wo es hingeht. Ob nach oben, ob man im Mittelfeld stecken bleibt oder sogar ein bisschen nach unten rutscht, wenn man ganz viel Pech hat«, zählt der 21-Jährige auf.

Härtere Prüfung als Magdeburg

Gegen Union setzt man deshalb auf das eigene Spielvermögen, um jedes Pech oder Unglück abzuwenden. Nach dem biederen Aufsteiger Magdeburg (0:0) am Montag wird die Berlin-Begegnung sicherlich zu einer härteren Prüfung . Doch dafür sieht Saibene seine Mannschaft bestens gerüstet. Zum einen, weil das Torlos-Remis in Magdeburg seiner zuletzt gescholtenen Abwehr (sechs Gegentore in zwei Spielen) gut getan habe, man spüre »das Vertrauen im Training«. Zum anderen, weil der Trainer sein Team auf einem ziemlich guten Weg wähnt: »Ich sehe, wie wir uns entwickelt haben. Spielerisch hatten wir letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt noch große Probleme. Vor allem beim Ballbesitzspiel sind wir viel, viel besser geworden.«

Start in Goldenen Herbst?

Den Nachweis für diese Entwicklung sollen die Herausforderungen Berlin, Darmstadt und Köln liefern. Liefert der DSC hier ab, hievt er sich mit großer Wahrscheinlichkeit in die perfekte Ausgangsposition für einen Goldenen Herbst. Das in der immer noch engen 2. Liga jeder Punkt Gold wert ist, betont Saibene entsprechend: »Es gibt viele gute Mannschaften. Nicht alle sind überragend, aber viele schwer zu spielen. Wo kann man sagen: das wird ein einfaches Spiel? Wäre jetzt Schluss, wäre Köln nicht mal unter den ersten Drei. Man sieht, dass es auch von ihnen keinen Durchmarsch geben wird.«

So begegnen die Arminen ihrem kommenden Gegner mit Respekt, aber ohne Angst. »Sie kommen hierhin, um zu gewinnen. Berlin ist ein anderes Kaliber als Magdeburg«, sagt Jeff Saibene, der am Samstag auf Unions Coach Urs Fischer trifft. Bereits 19 mal traten die beiden Trainer gegeneinander an . Im 20. Duell will Saibene nun seine Bilanz aufbessern: Erst fünfmal gelang dem 50-Jährigen ein Sieg gegen Fischer (acht Erfolge).

 

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