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Di., 25.09.2018

Hartherz erklärt, wie die Arminen durch die Englische Woche kommen – mit Video Eistonne, Sauna, essen, schlafen

Voller Körpereinsatz gegen Union: Florian Hartherz ist nach guter Regeneration bereit für das nächste Duell heute in Darmstadt.

Voller Körpereinsatz gegen Union: Florian Hartherz ist nach guter Regeneration bereit für das nächste Duell heute in Darmstadt. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Das Spiel gegen Union Berlin ist kaum abpfiffen, da stehen die Arminen schon wieder auf dem Platz. Drei Tage nach dem 1:1 am Samstag sind die Bielefelder an diesem Dienstag in Darmstadt gefordert. Und bereits am Freitag kommt der 1. FC Köln auf die Alm. An einen normalen Trainingsrhythmus ist angesichts dieser engen Taktung nicht zu denken.

Das Auslaufen am Sonntag, ein 40-minütiges Training am Montag, leichtes Anschwitzen heute Vormittag in Darmstadt und um 18.30 Uhr dann das Spiel am Böllenfalltor – »viel Einfluss nehmen kann man nicht«, sagt DSC-Trainer Jeff Saibene. Wenn man vier Spiele innerhalb von zwölf Tagen bestreiten muss, stehe Regeneration im Vordergrund. Montag (0:0 in Magdeburg), Samstag (1:1 gegen Berlin), Dienstag (Darmstadt), Freitag (Köln) – das ist das Programm, das die Ostwestfalen körperlich auf die Probe stellt.

Kein Problem, sagt Abwehrspieler Florian Hartherz, »die Mannschaft ist grundsätzlich fit, uns kommt die Englische Woche entgegen«. Auch er weiß, dass dieser Tage weniger mehr ist. »Eistonne, Sauna, essen, trinken, schlafen«, zählt der Linksverteidiger auf, was zu tun sei: »Und dann sind wir in Darmstadt wieder voll da und können viel laufen.«

Gesunder Konkurrenzkampf

123 Kilometer haben die Arminen am Samstag gegen Berlin abgerissen. Viel Aufwand für einen überschaubaren Ertrag. Nicht alle haben das laufintensive Spiel so gut weggesteckt wie Hartherz. Rechtsverteidiger Cedric Brunner, der wegen einer Knieverletzung wochenlang hatte pausieren müssen, wurde von Krämpfen geplagt. Und auch Stürmer Andreas Voglsammer bat gegen Union in der Schlussphase um seine Auswechslung. »Ich gehe raus, weil ich der Mannschaft mit 80 Prozent nicht helfen kann. Das kann ein frischer Prince Owusu besser, als wenn ich nur mit Halbgas sprinten kann«, erklärt Voglsammer.

Ein Beispiel dafür, wie gesund der Konkurrenzkampf beim DSC derzeit ist. Interner Wettstreit ja, aber immer im Sinne der Mannschaft. Im Hinblick auf die heutige Partie gibt Voglsammer aber Entwarnung: »Das war eine muskuläre Erschöpfung, ein Krampf in der Wade. Das darf man nicht überbewerten.« Und auch Brunner sei Saibene zufolge wieder voll belastbar.

Wechsel in der Offensive möglich

Demnach dürften beide beim zehnten Versuch, seit dem 1:0 Ende Januar in Bochum mal wieder ein Auswärtsspiel zu gewinnen, erste Wahl sein. »Ein Dreier in der Fremde wäre schön«, sagt Saibene, »aber wir haben in dieser Zeit auswärts auch wenig verloren«. Sechs Unentschieden und drei Niederlagen lautet die Bilanz, die es aufzupolieren gilt.

Während Saibene seine zuletzt wieder stabile Abwehr unverändert lassen wird, seien Wechsel in der Offensive möglich. Insbesondere das Flügelspiel lahmte gegen Berlin bedenklich. Rechts wird der Färinger Joan Simun Edmundsson dennoch erneut erste Wahl sein (Saibene: »Ein schwächeres Spiel muss man ihm mal zugestehen«). Dafür bereitet die linke Seite Sorgen. »Patrick Weihrauch und Keanu Staude haben Potenzial nach oben. Ich will nicht sagen, dass sie zuletzt schlecht waren, aber sie waren Durchschnitt. Von beiden kamen offensiv zu wenig Akzente«, kritisiert der Coach.

Dabei sei Arminia »darauf angewiesen, dass die Außenbahnspieler Tore vorbereiten und selbst den Abschluss suchen«. Saibene fordert: »Beide müssen zulegen.« Roberto Massimo scheint nur bedingt eine Alternative zu sein. Auch von ihm verlangt der Trainer mehr: »Ich erwarte, dass er Akzente setzt, dass er aktiv ist, und nicht, dass er einfach nur mittrainiert. Er muss zeigen, dass er mehr kann.«

 

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Börner, Salger, Hartherz - Edmundsson, Seufert, Prietl, Staude - Klos, Voglsammer

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