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Di., 25.09.2018

Massimo (90.) und Hartherz (90.+3) treffen spät 2:1 nach 0:1 – Arminia dreht das Spiel

Arminias Manuel Prietl (links) gegen Tobias Kempe.

Arminias Manuel Prietl (links) gegen Tobias Kempe. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer und Dirk Schuster

Darmstadt (WB). Verrückte Schlussphase am Böllenfalltor: Mit ihren späten Toren haben Roberto Massimo (90.) und Florian Hartherz (90.+3) Arminia Bielefeld einen nicht mehr für möglich gehaltenen Auswärtssieg beim SV Darmstadt 98 beschert. Der DSC belegt in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga nun zumindest vorübergehend den vierten Platz.

Arminia benötigte die Anfangsviertelstunde, um sich in der neuen Formation zu finden. Trainer Jeff Saibene hatte sein Team gegenüber dem 1:1 am Samstag gegen Berlin gleich auf vier Positionen verändert. Anderson Lucoqui, Prince Osei Owusu sowie die Geburtstagskinder Jonathan Clauss, und Max Christiansen rückten für Patrick Weihrauch, Andreas Voglsammer, Fabian Klos und Nils Seufert ins Team.

Klos stand nicht einmal im Kader. Der Stürmer wurde aufgrund von Oberschenkelproblemen geschont, damit er am Freitag fit ist für den Heimspiel-Hit gegen Erstligaabsteiger 1. FC Köln (18.30 Uhr, Schüco-Arena).

Erstes Offensiv-Signal

Clauss war dann derjenige, der das erste Offensiv-Signal setzte. Der Fernschuss des Franzosen klatschte – leicht abgefälscht – an die Latte (28.). Bielefeld blieb am Drücker und kam zu weiteren Möglichkeiten. Edmundsson scheiterte nach einem schönen Schuss aus der Drehung an SVD-Keeper Daniel Heuer Fernandes (33.).

Bitter für den DSC: In der 44. Minute hätte der Schiedsrichter auf Handelfmeter für die Ostwestfalen entscheiden können. Die Aktion des Darmstädters Aytac Sulu nach Hereingabe von Florian Hartherz genügte aber nicht, um Pascal Müller (Löchgau) zum Pfiff zu bewegen.

Überflüssiges Foul

Nach Wiederbeginn war die Partie ausgeglichen. Arminia agierte nicht mehr so zielstrebig, Darmstadt dagegen steigerte sich und hatte mehr Spielanteile. Und kam dann sogar zur Führung.

Ein überflüssiges Foul von Christiansen zog einen Freistoß nach sich, den Tobias Kempe genau auf den Kopf von Sulu servierte. DSC-Verteidiger Julian Börner störte den SVD-Kapitän nicht ausreichend, sodass Sulu den Ball versenken konnte (66.).

Massimo kommt und trifft

Saibene brachte Roberto Massimo und Keanu Staude, nachdem er zuvor schon Voglsammer für den unauffälligen Owusu eingewechselt hatte. Als die Niederlage schon besiegelt schien, traf Massimo doch noch zum 1:1 (90.). Es war das erste Zweitligator seiner Karriere. Doch damit nicht genug. Die couragiert auf den Siegtreffer drückenden Ostwestfalen wurden mit dem Treffer zum 2:1 (Hartherz, 90.+3) belohnt.

Statistik

Darmstadt: Heuer Fernandes - Rieder, Franke, Sulu, Holland - Kempe, Medojevic - Heller, Wurtz (86. Kamavuaka), Jones (64. Sirigu) - Dursun

Bielefeld: Ortega Moreno – Brunner, Börner, Salger, Hartherz – Clauss (69. Massimo), Prietl, Christiansen, Lucoqui (77. Staude) – Edmundsson, Owusu (63. Voglsammer)

Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau)

Zuschauer: 14.210

Tore: 1:0 Sulu (66.), 1:1 Massimo (90.), 1:2 Hartherz (90.+3)

Gelbe Karten: Sulu / Voglsammer

Kommentare

Verdient..

Mutige Aufstellung, vermutlich dem Leistungsprinzip geschuldet.Ist gut gegangen und stärkt die gesamte Mannschaft.Jeff hat alles richtig gemacht.Respekt.Mir persönlich gefallen die roten Trikots auswärts sehr gut.Sie repräsentieren unsere Stadtfarben.Manch Auswärtiger hat da Probleme mit,aber war dieser Sieg heute nicht ein Stück weit Bayernlike? Einzelne Spieler zu zereissen finde ich deplatziert.Es verlieren alle zusammen und gewinnen geht so ähnlich...Edmundson ist der Top Transfer...Der kennt sich mit Schafe schären aus.Also los, rasieren wir Freitag gemeinsam den Geißbock..im Top Spiel.;))

Zurecht gewonnen

Am Anfang war es tatsächlich etwas holprig. Dann aber kamen wir besser an und in die Box. Die konkreten Abschlüsse fehlen quantitativ aber weiterhin. Wir müssen aus der teilweise zu sehenden spielerischen Überlegenheit mehr Chancen kreieren.
Am Ende dann der Doppelschlag. Das Glück war heute mit den Tüchtigen.

Unfassbar

Relativ schlecht gespielt und trotzdem gewonnen. Man faßt es nicht. Clauss und Christiansen überwiegend unterirdisch. Börner wieder einmal nicht nah genug am Mann. Und auch Ortega habe ich schon besser gesehen. Die positive Erkenntnis: Lucoqui ein Lichtblick. Er sollte wieder eine Chance haben. Genau wie Massimo.
Seufert ist kaum zu ersetzen. Gut, dass er Freitag spielt. Aufhalten werden sie den 1.FC Köln aber dennoch nicht. Enttäuscht bin ich ein wenig von Owusu. Von ihm hätte ich etwas erwartet. Offenbar ist er der Jokerrolle doch noch nicht entwachsen.

3 Kommentare

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